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Wie läuft das eigentlich mit der Erziehung?

Dies ist kein Erziehungsratgeber- Beitrag!

Viel, sehr viel wird derzeit über Kindererziehung philosophiert. Das Thema ist wohl so alt, so lange es Kinder gibt.

Jede Kultur, jede Zeitepoche hatte ihre eigenen Ansprüche an die Erziehung ihrer Kinder. Es hatten nur alle den Anspruch gemeinsam: Die Kinder müssen als Erwachsene ins System passen. Sie müssen konform mit den Werten und Zielen der Gesellschaft sein, damit alles reibungslos funktioniert. Klingt logisch, oder?

So wie ich es in den letzten Jahren beobachten konnte, befindet sich meine Generation gerade (mal wieder) in einer Umbruchphase. Als ich klein war, war die antiautoritäre Erziehung in. Kinder durften machen was sie wollten und Autoritäten wurden als negativ hingestellt. Heute weiß man, dass dies nicht ganz der richtige Ansatz war. Kinder sollten sich frei entfalten können, jedoch benötigen sie trotzdem Führung und Leitung im Leben. Trotz allem war diese Erziehungsmethode wohl ein Vorreiter für die heutige Kindererziehung.

Obwohl… Das sehen auch nicht alle so. Trotz allem es viele gute Ratschläge und Tipps zur modernen Kindererziehung gibt, sind viele Eltern nach wie vor verunsichert, ob sie alles richtig machen.

Es kursieren immer noch viele “alte Methoden”, die nicht mehr kompatibel zur heutigen Gesetzgebung sind, aber nach wie vor oft von der älteren Generation propagiert wird. Als junge Eltern kann man dadurch sehr wohl verunsichert sein! Was machen? Auf die Eltern, die Großeltern oder sonstige Autoritätspersonen hören, die es eigentlich per se gut mit einem meinen und näher am Geschehen sind, oder dem Gesetz folgen, welches halt irgendwo geschrieben steht? Wo kein Kläger da kein Richter!  

Denke, die meisten Eltern sind aufgeklärt. Wissen, was richtig und falsch ist. Trotzdem gibt es keinen konkreten, offiziellen Leitfaden, es wäre mir mal keiner bekannt, der die komplexe Kindererziehung regelt. Es gibt Gesetzesvorgaben und Vorschläge, aber wie es dann in der Realität gehandhabt wird, das obliegt allein den Eltern, denjenigen, die für die Haupterziehungsarbeit zuständig sind.

Alle Eltern wissen: Kindererziehung ist kein Zuckerschlecken. Es ist harte Arbeit, der einen oft an den Rand der eigenen Belastbarkeit bringt.

Eltern sind auch nur Menschen, die nicht immer ihre Gefühle und Emotionen unter Kontrolle haben. Unter Stress reagiert der ausgeglichenste Mensch ungewohnt.

Daher mein Satz, den ich inzwischen von einigen Eltern hörte: “Wenn man Kinder hat, lernt man sich wirklich kennen!”

Wer meint, er kennt sich ganz genau und weiß, wie er in der ein oder anderen Situation reagiert: Bekomme Kinder und du wirst dich wundern, was in dir steckt! Positiv sowie negativ.

Durch die Beschäftigung mit dem Film Elternschule ist mir mal wieder bewusst geworden, dass es einfach brutal viele Eltern gibt, die aus persönlichen Dispositionen kurz- oder langfristig nicht in der Lage sind, diese Rolle “korrekt” bzw „perfekt“ wahrzunehmen. Wenn man es nicht schafft, wird man als Problemfall eingestuft und anstatt umfassender Hilfe, wird entweder das Kind “behandelt” oder aus der Familie genommen. Immer ist das Kind das leidtragende Komponente.

Was ich mir in stressigen Situationen wünschen würde? Eine zweite Erwachsene Person im Haus. Einfach jemand, der mir hilft und der mir zu Freiraum verhilft. So könnten auch ganz ohne Probleme externe Termine wahrgenommen, wie etwa psychologische Betreuung oder Therapie der Mutter und das Kind wäre in seinem gewohnten Lebensumfeld. Kein verbiegen der Kinder und den Eltern/ der Mutter wird psychisch geholfen, für ein stabiles Leben. Das wiederum den Kindern zugute kommt. Alles ohne Wertung natürlich.

Aber diese Lösung ist natürlich langwierig und kostet… Wenn es ums Geld geht hört bei den Meisten der Spaß bekanntlich auf. Leider.

Man muss in unserer Gesellschaft wieder mehr damit beginnen den Menschen zu sehen, anstatt das Geld.

Die Tagesgeschäfte meiner Familie

Jeder Tag ist im Grunde gleich für mich, für uns. Tag ein- Tag aus derselbe Ablauf.

Morgens zwischen 6.45 und 7.15 Uhr aufstehen. Wenn ich Glück habe sehe ich meinen Mann noch, da er um kurz vor sieben das Haus verlässt und wir uns daher meistens am Morgen verpassen. Dann Kaffee trinken, den Kindern das Frühstück richten, Kinder anziehen, den Großen in den Kindergarten schicken. Zwischendurch noch zur Spülmaschine und zur Waschmaschine schauen, ob man was aus- oder einräumen muss. Arbeitsvorbereitung für den späteren Vormittag.
Danach ein bisschen Ruhe, die beiden anderen dürfen am Vormittag fernsehen, die Kleine macht gegen Spätvormittag noch ein Schläfchen und ich sitze vor dem PC und schreibe. Nach einer Weile wird der Haushalt gemacht, was derzeit so ansteht (Putzen, Wäsche, Spülen…) und kurze Zeit später darauf das Mittagessen vorbereitet und gekocht.
Um kurz vor 12 kommen mein Mann und mein ältester Sohn heim und es wird zu Mittag gegessen, bis mein Mann dann um kurz vor eins wieder zum Arbeiten fährt. Die Kinder haben dann Spiele- und der Große seine TV Zeit.

Am Nachmittag gehen die Kinder meistens in den Garten zum spielen und ich nehme mir gegebenenfalls nochmals etwas Zeit für meinen Blog oder soziale Netzwerke, während die Kinder spielen. An manchen Tagen gehen wir spazieren, auf den Spielplatz, noch etwas einkaufen, oder wir treffen uns mit Freunden, was jedoch eher selten ist (irgendwie stehen viele Kinder ab einem gewissen Alter nachmittags nicht mehr zur Verfügung). Und an anderen Tagen dürfen die Jungs am Nachmittag zur Oma, was für mich die schönsten Tage sind. Obwohl die Kleine alleine mittlerweile anstrengender ist, als wenn alle drei zusammen sind. Sie ist es nicht gewohnt alleine zu sein.

Am Abend gibt es gegen 18 Uhr Abendessen, wenn der Mann Feierabend hat und danach spielen die Kinder noch ein bisschen mit dem Papa, oder sind mit ihm noch im Garten, wenn das Wetter schön ist, während ich Zeit für mich alleine genieße. Denn sobald mein Mann da ist, bin ich unwichtig bei den Kindern. Da bin ich unglaublich traurig darüber…! Ironie, versteht sich von selbst.
Gegen 19 Uhr (manchmal auch später) werden die Kinder dann nach und nach bett-fertig gemacht, was sich wegen mangelnder Konsequenz unsererseits häufig ordentlich in die Länge zieht. Aber für was sich da unnötig stressen lassen? Unsere Jüngste geht daraufhin irgendwann folgend als Erste zu Bett, meistens gegen 20 Uhr. Die Jungs folgen in etwa eine halbe Stunde später. Bis die Jungs jedoch anschließend wirklich schlafen, vergeht zum Teil noch einige Zeit. Je nachdem, ob der Mittlere unter tags geschlafen hat. Wenn, dann kann es sein, dass erst gegen 22 Uhr plus die Nachtruhe eintritt.

Mein Mann und ich erledigen im Anschuss daran noch das, was im Haushalt liegen geblieben ist, oder setzen und vor den TV, bis wir dann meistens gegen 22 Uhr (ich meistens später) hundemüde ins Bett fallen.

Sehr unspektakulär. Alltag eben. Und ziemlich durchgetaktet, wenn man es sich so durchliest.

Meine drei Kinder an ihrem Mal- und Basteltisch in trauer Dreisamkeit. Dahinter (Kameraposition) ist mein Schreibtisch an dem ich blogge.

Abwechslung gibt es, wenn ein Kind krank wird (was natürlich nicht so schön ist…), Termine anstehen, Freunde zu Besuch kommen, oder Geburtstage anstehen.
Ich für meinen Teil bin sehr terminscheu und ich nehme nur die Termine wahr, die ich unbedingt wahrnehmen muss, so wie z.B. einen (Kinder-)Arzttermin. Treffen mit Freunden oder Ausflüge mache ich am Liebsten spontan aus.
So wie früher eben, als man bei der Nachbarin geklingelt hat und gefragt hat, ob sie Lust hat zum spielen hat. Aber mir scheint, als ob das heute nicht mehr normal sei. Schade! Etwa einmal in der Woche dürfen die Jungs am Nachmittag noch für ein paar Stunden zur Oma, die in der Nachbarschaft wohnt. Was jedoch auch mal ausfallen kann, da es oft irgendwie untergeht in dem Trubel der Woche. Auch wenn es sich so durchgetaktet und einfach anhört, im Grunde ist immer irgendwas los.

Vor ein paar Jahren las ich einen Blogbeitrag von einer anderen Mama mit dem Titel: „Einer schreit doch immer.“ und ja, es stimmt, Ruhe und Harmonie kann man als Mutter abschminken. Zudem kommen noch die Toilettenzeiten: „Mama, abputzen kommen!“, oder die Kleine hat eine volle Windel, oder ein Kind hat Hunger… Stressig wird es dann, wenn alle auf einmal etwas zu Essen oder zu Trinken wollen, oder sie sich mal wieder gestritten haben und Trost wollen- wenn einer schreit, wollen gleich am Liebsten alle Zuwendung und eine Umarmung. Wäre doch gemein, wenn nur einer von Mama in den Arm genommen wird! Mit einem lachenden und einem mit-den-Augen-rollenden Zwinkern geschrieben.

Ich will mich nicht über mein Leben beschweren. Nein, ganz im Gegenteil! Ich liebe mein Leben!

Die Freiheit und die Selbstbestimmung, die mir meine Tätigkeit als Vollzeitmutter und Hausfrau bietet, kann mir kein Arbeitgeber bieten!
Ich muss vor niemandem Rechenschaft ablegen, es ist mein Business. Ich gestalte unseren Tagesablauf selbstständig. Meine Kinder und mein Haushalt sind mein Job und ich habe dafür zu sorgen, dass es allen gut geht, dass alle versorgt sind und dass alles ordentlich und sauber ist. Gut, ich gebe zu, letzteres ist in der letzten Zeit etwas vernachlässigt worden… Trotzdem bin ich mein eigener Chef. Klar, zwar ohne Bezahlung, allerdings bin ich froh, mich nicht um die Finanzen kümmern zu müssen. Den Part übernimmt mein Mann und das mit Freude und aus Überzeugung, dass dies seine Verantwortung ist.

Am Wochenende, wenn mein Mann zu Hause ist, freue ich mich dann über meine „Ich-Zeit“, da die Kinder dann vorzugsweise ohnehin nur an ihrem Papa hängen. Was ihn ab und an nervt, freut mich natürlich. Nicht falsch verstehen, mein Mann liebt seine Kinder über alles! Da wir beide Personen sind, die gerne zu Hause sind, bin ich sowieso immer da und kann mich natürlich auch mit um die Kinder kümmern. Unter der Woche ist mein Mann fast den ganzen Tag weg, was den Kindern gar nicht so taugt und daher freuen sie sich an den Wochenenden, wenn sie ihren Papa den ganzen Tag zur Verfügung haben.

Unsere Kinder sind derzeit alle noch unter sechs Jahren. Unser Leben wird sich in den nächsten Jahren sicherlich verändern, allein schon aus dem Grund, weil die Kinder dann irgendwann alle am Vormittag in Kindergarten oder Schule sind. Das ganze Leben unterliegt einem ständigen Wandel und was gestern war, ist heute schon wieder anders. Es bleibt spannend!

Erzählt doch mal, wie ist es bei euch? 🙂

Ruhig bleiben Mama!

Es gibt diese Tage, ihr wisst vielleicht welche ich meine, an denen einfach alles aus dem Ruder läuft. Man ist müde, die Kinder machen nur Blödsinn und hören keinen Strich, wenn man was sagt. Mit viel reden ist dann relativ schnell auch nichts mehr und es geht fix in Schreien meinerseits über, weil ich einfach nicht mehr weiß, wo vorne und hinten ist.

Diese Tage sind meine Bewährungsproben. An denen Tag zeigt es sich für mich, ob ich eine gute Mutter bin. Und wenn ich mich selbst bewerten müsste, würde ich an diesen Tagen mit Pauken und Trompeten durchfallen.

Ich würde jetzt gerne schreiben, diese Tage sind eine absolute Ausnahme, aber das wäre eine glatte Lüge. Die Woche ist lang! Gegen Ende jeder Woche liegen die Nerven oft einfach nur noch blank, besonders dann wenn die Kinder auch noch krank und jammrig sind. Wir hatten jetzt Winter, die Kinder waren gefühlt ständig krank! Ich freue mich jede Woche auf den Freitag Nachmittag, denn dann ist mein Mann zu Hause, bis dann am Montag Morgen der ganze Wahnsinn von Neuem beginnt.

Ich motze gerade ordentlich, ich weiß. Hören viele nicht gerne, wenn man als Mama motzt. Nicht falsch verstehen, ich bin gerne Mama! Liebend gern! Ich möchte mit niemandem auf dieser Welt tauschen! Aber dennoch ist alles nicht immer heiter Sonnenschein. Aber gut, welches Leben ist schon immer heiter Sonnenschein?

Eltern von älteren oder schon großen Kindern sagen dann immer: „Es wird nicht besser! Zwar anders, aber nicht besser.“ Na Danke… Aber wohl ehrlich.

Eine Freundin meinte mal in einem Interview, über sie und den Glauben an Gott: Sie wollte lange nicht Mama werden, weil sie immer so viel Negatives gehört hat.

Diese Aussage machte mich stutzig und nahm mir vor, nicht mehr so viel Negatives über das Mamadasein zu erzählen. Es gelingt mir auch! Meistens zumindest. Man muss sich lediglich auf die schönen Dinge und Begebenheiten konzentrieren. Wenn alles rund läuft, ist das auch gar kein Problem, nicht das Geringste! Aber eben in stressigen Zeiten, sieht man oft nur das Negative.

Zum Glück überwiegt das Positive und davon kann man sich in stressigen Zeiten nähren.

Nun hat es mich erwischt. Krank. Ich bin immer als Letzte dran. Noch ist es nicht schlimm und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Aber, das Wochenende steht zum Glück an und somit ist mein Mann zu Hause.

Daher als Titelbild Efeu. Grün ist die Farbe der Hoffnung und Efeu finde ich wunderschön und wirkt, zumindest auf mich, beruhigend.

Ich liebe gebrauchte Dinge!

Ja, wirklich! Ich liebe gebrauchte Dinge! Am Liebsten die, die man für fast lau oder geschenkt bekommt. Es ist jedesmal eine große Freude für mich, wenn ich etwas für mich oder für die Kinder günstig gebraucht erstehe oder eben geschenkt bekomme.

Und in der letzten Zeit haben wir sooooo wahnsinnig viel geschenkt bekommen, dass ich vor lauter Glück gar nicht sagen kann, wie dankbar ich bin! Es waren keine unsinnigen Dinge, sondern Gegenstände, die wirklich benötigt werden oder schon lange gewünscht wurden. Wenn (gebrauchte) Dinge defekt sind, werden diese bei uns repariert, wenn möglich. Daher ist es nicht schlimm, wenn etwas nicht zu 100% intakt ist. Das Ding sollte seine Bestimmung noch erfüllen können und wenn nicht, mit geringem Aufwand reparabel sein. Reparieren statt wegwerfen! Natürlich muss man vorher schon kalkulieren, ob es sich lohnt, aber meistens lohnt es sich. Es geht dabei ja nicht um ein Haus oder ein Auto, sondern um Alltagsgegenstände.

Die gut gefüllten Kleiderschränke der Jungs

Die Woche bekam ich eine riesen Ladung Kinderkleidung und Kinderspiele geschenkt. Eine Freundin rief mich an und fragte, ob ich Jungenkleidung und Spielsachen benötige- ihre Schwester würde aussortieren. Ja klar, gerne! Bei meinem Großen stand ohnehin die nächste Größe an und so durften wir uns einige hunderter an Geld sparen. Super!

Mein neues Fahrrad

Ich wollte schon lange ein anderes Fahrrad. Mein Altes finde ich seit meiner ersten Schwangerschaft nicht mehr bequem, seitdem bin ich auch nicht mehr gefahren und möchte es weggeben. Erst war es an meine Mutter verliehen, die es aber dann in Folge auch unbequem fand und derzeit ist es nun an meinen Bruder verliehen. Es ist ein Jugend Mountainbike und irgendwie ist mein Körperbau nicht mehr dafür gemacht. Wahrscheinlich werde ich nun demnächst versuchen, es auf dem Gebrauchtmarkt zu verkaufen, oder wir heben es für die Jungs auf. Es ist ein super Rad, welches ich mir vor etwa über 10 Jahren neu kaufte. Aufheben lohnt sich, eben nachgedacht, ziemlich wahrscheinlich mehr, als verkaufen.

Im Herbst fragte ich auf Facebook nach, ob jemand ein Fahrrad übrig hat und eine Freundin meldete sich, dass sie eines übrig hätte, aber irgendwie verlief es dann im Sand und ich fragte auch nicht mehr nach, weil ich nicht betteln wollte. Vor zwei Wochen fragte ich dann erneut auf Facebook, ob jemand jemand kennt, der ein Fahrrad übrig hat und diese Freundin meldete sich wieder, sie dachte ich hätte schon eines und hat sich nicht mehr gemeldet. Missverständnis hoch 10! So kann es gehen! Nachdem sie mir ein Bild von dem Rad zugesandt hat, fragte ich sie dann, wie viel sie für das Fahrrad möchte und sie meinte: „Nichts!“ Krass! Sie erklärte, sie habe ein E- Bike geschenkt bekommen und daher benötigt sie ihres nicht mehr. Und so kam ich gratis zu einem Fahrrad und in Folge dann auch noch gratis zu einem Kindersitz! Eine andere Freundin schenkte uns dann folgend noch ihren gebrauchten Kindersitz. Nun kann die ganze Familie endlich gemeinsam Fahrradfahren gehen. Wie cool ist das denn? Sehr cool!

Am vergangenen Wochenende haben wir dann die erste gemeinsame Fahrradtour zu fünft gemacht. Premiere! Herrlich war’s! „Leider“ hab ich keine Bilder davon gemacht. Aber muss ja nicht immer sein! 😉

Mein Großer mit seinem Fahrrad

Mit dem Fahrrad von meinem Großen ging es uns ähnlich. Ich sah das Kindermountainbike auf einem regionalen Onlineflohmarkt für € 5,–. Da wurde nicht lange gefackelt, sondern zugeschlagen! Warum war es so billig? Weil der hintere Seilzug von der Hinterradbremse gerissen war und es wohl keiner reparieren wollte. Gut, das Fahrrad ist insgesamt wohl schon älter, aber steht noch super da! Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hat mein Mann den Seilzug repariert und unser Sohn hat nun einer super cooles Fahrrad!

Das Anhängerfahrrad

Unserer Mittlerer kann noch nicht selber Fahrradfahren und da ich stur bin und keinen Kinderanhänger (Kiki) wollte, sahen wir uns nach Alternativen um und ich fand die Möglichkeit eines Anhängerfahrrads. Nach längerem Suchen fand ich eines für ein paar Euro, ebenfalls in einem örtlichen Onlineflohmarkt. Man musste ein paar Dinge reparieren und mein Mann meinte, für den Aufwand sei es eigentlich noch zu teuer gewesen, aber es funktioniert nun wie eine 1! Perfekt!

Folglich sind wir der Meinung: Das Leben muss nicht teuer sein! Auch nicht mit Kindern! Man kann viel Geld sparen, wenn man kaputte Dinge repariert, statt sie wegzuwerfen und vor allem, gebraucht kauft!

Die Skier für unsere Kinder kauften wir ebenfalls gebraucht. Nur so können wir es uns als Familie leisten, dass alle Skifahren gehen können! Für Österreicher ist es ja fast schon eine Pflicht Skifahren zu können… Und da ich die einzige Deutsche im Haushalt bin, bin ich überstimmt! Spaß, ich fahre natürlich auch Ski, wenn auch seit meiner ersten Schwangerschaft nicht mehr. Wer weiß, vielleicht schaffte ich nächstes Jahr mal wieder auf die Piste!? Würde mich freuen, dafür müsste ich allerdings erst noch ein paar Kilo abnehmen, damit ich wieder in meine Skikleidung passe… Aber gut, das ist ein anderes Thema… 😜
Das wirklich teure sind im Grunde die Skipässe und die Transferfahrten in die Skigebiete, aber da gibt es auch spezielle Angebote für Familien. Mal sehen, wie wir das in Zukunft meistern! Je nachdem, wie gerne die Kinder später fahren, kann man sich auch einen Jahres- Familienskipass gönnen. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Mir geht es beim Gebrauchtkauf nicht primär darum die Umwelt zu schützen, obwohl es natürlich ein toller Nebeneffekt ist, sondern lediglich darum, dass wir so viel Geld sparen können!

Unterwegs mit Kindern

Ich bin sehr selten alleine mit den Kindern unterwegs. Warum? Weil es einfach Stress pur für mich ist. Keine Ahnung, wie das andere Eltern mit kleinen Kindern aushalten, die ständig mit denen irgendwo unterwegs sind, aber ich kann das nicht.

Am Liebsten bin ich zu Hause, in meinen vier Wänden, dort ist alles was wir benötigen, um gut über den Tag zu kommen. Die Kinder können sein wie sie wollen und vor allem, hier ist es mir schnurzpiepegal, wenn die Kinder streiten und schreien. Klar, der Geräuschpegel ist nervtötend, aber hier nervt es nur mich. Unterwegs ist es so, dass wahrscheinlich einige merkwürdig schauen, wenn die Kinder sich lauthals schreiend „unterhalten“ oder streiten. Ich achte mittlerweile nicht mehr darauf (keine Zeit), daher kann ich es nicht mit Bestimmtheit sagen. Allerdings kennt man seine Mitbürger im Großen und Ganzen- mit Kindergeschrei macht man sich keine Freunde in der Erwachsenenwelt.

Außerdem sind zu Hause alle unter Kontrolle. Das ist eigentlich mein Hauptkriterium. Unterwegs ist es mein Hauptstressfaktor, alle Kinder beieinander zu halten.

Gestern waren wir in einem örtlichen interaktiven Naturkundemuseum, nachdem ich meine neuen Brillengläser abgeholt hatte (Juhu! Ich kann wieder ordentlich sehen!!!). Wunderbare Attraktionen, super für Kinder, lehrreich für Große und Erwachsene! Man kann viel lernen, ansehen und ausprobieren. Mein Großer war dort schon öfter mit dem Kindergarten, sprich, kennt sich aus. Für mich und die beiden Kleinen war es der erste Besuch. Und er hatte natürlich nichts besseres zu tun, als nur dahin zurennen, wo er gerne mag und was er kennt und ich trottete mit den Beiden anderen genervt hinterher, die auch an den anderen Dingen Interesse zeigten. Zurückpfeifen wollte ich auch nicht immer, da die Kinder ja auch ihren Spaß haben sollten, sie wollten sowieso schon früher als gedacht abbrechen, was ich nicht einsah und ich wollte zudem nicht ständig meine Stimme erheben müssen. Für was zahle ich Eintritt? Gut, ich musste nur für mich zahlen, aber das fand ich mehr als genug, für ein bis zwei Stunden.

Als wir ankamen waren viele Besucher da, sprich es war eine gewisser Lautstärkepegel vorhanden und meine Kinder fielen im Stimmengewirr und zwischen den Sounds der Attraktionen, gar nicht näher auf. Gegen Ende, Richtung Schließung, änderte dich das schlagartig und ich hatte das Gefühl , nur ich rufe, sorry schreie, in den weiten Exponathallen nach meinem Nachwuchs, der sich schon wieder in alle Winde zerstreut hatte. Da überkam mich schon eine Form von Scham, den Angestellten gegenüber, und ich war froh, als wir aus dem Gebäude waren.

Ein Eis und alle sind zufrieden! Egal, wie die Temperaturen draußen sind, Eis geht immer…

Aber wahrscheinlich ist es gar nicht so schlimm für meine Außenwelt, oder genau das Gegenteil. Kommt immer darauf an, wie sensibel jemand ist. Es gibt Personen, bei denen darf ein Kind nicht mal rufen und sie sind total genervt; den anderen macht es nichts aus, wenn die Kinder neben ihnen lauthals schreien und streiten- so unterschiedlich sind die Menschen. Man kann nie vorhersagen, wie ein Gegenüber reagiert.

Leider habe ich das Gefühl, dass die erste Kategorie langsam überhand nimmt. Gut, es gibt auch wenige Familien mit drei und mehr Kindern. Je mehr Kinder auf einem Haufen, desto lauter- logisch. Nicht umsonst will niemand absolut gerne einen Kindergarten oder einen Spielplatz in der Nachbarschaft. Kinder sind laut! Was für unsere heutige, vom Job gestressten Großstädter ein Problem darstellt, da diese nach Feierabend absolute Ruhe wollen. Ach egal, ich und meine Abneigung gegen Städte, derweil wohne ich in einer. Dumm gelaufen! Hoffe, dies können wir baldigst ändern.

Streitende Kinder, meine persönliche Zerreißprobe

Ich liebe meine Kinder über alles. Ich würde alles für sie tun und ich trauere um jede Minute, in der ich nicht bei ihnen sein kann.

Ok, ganz so schlimm ist es nicht. Natürlich bin ich auch über die oder andere Sekunde, Minute, oder Stunde froh, in denen ich kein Kind sehe oder höre… 😉

Wie ihr wisst, bin ich eine sogenannte Selbstbetreuerin. Was früher ganz normal war, dass die Kinder bis zum Kindergarteneintrittsalter zu Hause bei Mama bleiben, scheint heute abnormal zu sein, daher muss man dem Ganzen einen Namen geben. Egal.

Sprich, zwei von meinen Kindern habe ich meistens 24h am Tag um mich herum. Das ist schön, aber auch anstrengend. Nun gut, darauf wollte ich auch nicht hinaus.

Meine Jungs

Zwei sehr persönlichkeitsstarke Individuen. Starker Wille oder auch Unwille inklusive. Starrköpfig, stur. Woher die das wohl haben? 😅

Beide konkurrieren ständig um alles. Es ist ein schier endloser Machtkampf um Privilegien. So wie sie scheinbar meinen. Jeder möchte immer der Erste und der Beste sein.

Wir versuchen immer alles gerecht zu verteilen, damit sich eben keiner benachteiligt fühlt. Ist für die Katz. Funktioniert nicht. Einer ist immer beleidigt oder wütend.

Bei dem Mittleren ist es ganz besonders ausgeprägt. Unser Sandwichkind. Wenn dem was nicht in den Kram passt fliegen die Fetzen, oder die Gegenstände durchs Haus. Tische, Stühle, Gläser, Tassen, Legos,… usw. Ihr denkt, ein Dreijähriger hat doch nicht so viel Kraft? Oho! Dass ihr euch mal da nicht irrt.

Der kleine Mann hat mehr Kraft und Sturheit als 10 Esel zusammen… Ein drahtiger kleines Bürschchen, welches ganz genau weiß wie tun, um was zu bekommen. Ich lache immer innerlich, wenn wir auswärts sind und alle sagen, was das doch für ein lieber und süßer Junge sei! 😂 Ja, ist er auch, aber halt nicht immer… 😉

Zum Glück ist es nicht mein erstes Kind, sonst würde ich mich wahrscheinlich deswegen fertig machen.

So ist es einfach jeden Tag eine neue Herausforderung und wenn er dann liebevoll Mama ruft und sich an mich kuschelt ist alles vergeben und vergessen. Er ist erst drei! Bitte! Chill mal Mama! 🙄

Und so vergehen die Tage und ehe man sich versieht ist eine Woche vorbei, ein Monat, ein Jahr.

Alles geht irgendwann vorbei. Die Probleme einfach aussitzen und sich an den schönen Dingen des Lebens erfreuen. Meine Selbstindoktrination. 👀

Lasst die Kinder Kinder sein!

Wie ist es richtig mit den Kindern?

Ich bin gerade ein bisschen am hin- und herüberlegen bezüglich unserer Kindererziehung. Mir ist es neben dem Glauben an Gott, am Wichtigsten, meine Kinder zu starken Persönlichkeiten heranzuziehen, die Wissen was sie im Leben wollen, sich von niemand herumschubsen lassen und trotzdem jeden Menschen achten und gut behandeln. 

Das sind absolut tolle Ansätze und ich bzw. wir hoffen, dass wir dies wenigstens ein Stück weit hinbekommen, weil da wären natürlich noch unsere Einflüsse als Eltern. Wir sind selbst jemand. Jemand der erzogen worden ist, jemand der verletzt worden ist, jemand der seine Eigenheiten hat. Dies alles geben wir bewusst oder unterbewusst an unsere Kinder weiter.

Wir prägen durch unser Verhalten, unsere Sprache, unsere Freunde, die Umgebung in der wir Leben, unsere Kinder signifikant mit. Auch wenn wir es vielleicht gar nicht wollen und gewisse Eigenheiten versuchen, vor unseren Kindern zu verstecken.

Denke, den größten Fehler den man als Eltern machen kann ist der, dass man annimmt, die eigenen Kinder seien naiv, blöd und dumm und würde alles glauben was du ihnen als Erziehungsberechtigte/r erzählst. Man kann sich noch so gut verstecken, Fehler leugnen oder verbergen. Kinder finden ALLES heraus.

Besonders schwierig finde ich den Umgang von Eltern mit Süchten, die sie nicht auf ihre Kinder übertragen wollen. Ich meine, ich war selbst lange Jahre Raucherin, obwohl ich es mir einst geschworen hatte, nie damit zu beginnen. Mein Vater raucht, meine Brüder rauchen, meine Mutter hat geraucht, jedoch schon seit mindestens 30 Jahren nun nicht mehr. Zudem kommt in meiner Familie Alkoholismus vor, ebenso wie in der Familie meines Mannes. Das sind alles Süchte, die sind in der weiteren Familie vorhanden und man kann nicht abstreiten, dass die meisten Kinder, deren Eltern oder Großeltern Süchte haben, selbst zu diesem Suchtmittel greifen. Ich nenne das vom meinem Glaubenshintergrund her: Erbsünde. Und dies waren erst die legalen Drogen…

Ich hoffe und bete, dass ich nie mehr der aktiven Nikotinsucht verfalle, da ich meinen Kinder ein gutes Vorbild sein möchte. Aber ich weiß, ich bin süchtig und wenn ich nur mit einer Zigarette wieder anfange, beginnt der Teufelskreislauf von vorne.

Daher finde ich es sehr befremdlich, wenn Eltern ihren Kindern „verbieten“ Suchtmittel oder bestimmte Lebensmittel zu konsumieren, Schimpfwörter zu gebrauchen oder zu missbrauchen, andere zu schlagen mit Worten oder Taten, sich ungebührlich zu verhalten… Wenn sie selbst dies alles tun oder auch ihren Kindern antun, auch wenn sie vielleicht meinen, dies nicht vor den Kindern zu tun, ihnen also verheimlichen zu können/ wollen…. Fataler Fehler!

Man erinnere sich nur mal an die eigene Kindheit zurück: Konnten die Eltern was von mir verheimlichen oder verstecken? Bei mir war das nicht so. Irgendwann, je nach kognitiver Reife des Kindes, findet man alles heraus. Ob man dies nun will oder nicht…

Eure Kinder werden ganz sicher nicht besser als ihr selbst! Meine Kinder werden ganz sicher nicht besser als ich!

Ja, werdet ihr sagen: Logisch kann mein Kind besser werden als ich!

Stimmt, ja. Aber dann muss es sich irgendwann gegen euch entscheiden und für ein anderes Leben. Das wäre, zumindest für mich, wie ein Stich ins Herz.