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Die Tagesgeschäfte meiner Familie

Jeder Tag ist im Grunde gleich für mich, für uns. Tag ein- Tag aus derselbe Ablauf.

Morgens zwischen 6.45 und 7.15 Uhr aufstehen. Wenn ich Glück habe sehe ich meinen Mann noch, da er um kurz vor sieben das Haus verlässt und wir uns daher meistens am Morgen verpassen. Dann Kaffee trinken, den Kindern das Frühstück richten, Kinder anziehen, den Großen in den Kindergarten schicken. Zwischendurch noch zur Spülmaschine und zur Waschmaschine schauen, ob man was aus- oder einräumen muss. Arbeitsvorbereitung für den späteren Vormittag.
Danach ein bisschen Ruhe, die beiden anderen dürfen am Vormittag fernsehen, die Kleine macht gegen Spätvormittag noch ein Schläfchen und ich sitze vor dem PC und schreibe. Nach einer Weile wird der Haushalt gemacht, was derzeit so ansteht (Putzen, Wäsche, Spülen…) und kurze Zeit später darauf das Mittagessen vorbereitet und gekocht.
Um kurz vor 12 kommen mein Mann und mein ältester Sohn heim und es wird zu Mittag gegessen, bis mein Mann dann um kurz vor eins wieder zum Arbeiten fährt. Die Kinder haben dann Spiele- und der Große seine TV Zeit.

Am Nachmittag gehen die Kinder meistens in den Garten zum spielen und ich nehme mir gegebenenfalls nochmals etwas Zeit für meinen Blog oder soziale Netzwerke, während die Kinder spielen. An manchen Tagen gehen wir spazieren, auf den Spielplatz, noch etwas einkaufen, oder wir treffen uns mit Freunden, was jedoch eher selten ist (irgendwie stehen viele Kinder ab einem gewissen Alter nachmittags nicht mehr zur Verfügung). Und an anderen Tagen dürfen die Jungs am Nachmittag zur Oma, was für mich die schönsten Tage sind. Obwohl die Kleine alleine mittlerweile anstrengender ist, als wenn alle drei zusammen sind. Sie ist es nicht gewohnt alleine zu sein.

Am Abend gibt es gegen 18 Uhr Abendessen, wenn der Mann Feierabend hat und danach spielen die Kinder noch ein bisschen mit dem Papa, oder sind mit ihm noch im Garten, wenn das Wetter schön ist, während ich Zeit für mich alleine genieße. Denn sobald mein Mann da ist, bin ich unwichtig bei den Kindern. Da bin ich unglaublich traurig darüber…! Ironie, versteht sich von selbst.
Gegen 19 Uhr (manchmal auch später) werden die Kinder dann nach und nach bett-fertig gemacht, was sich wegen mangelnder Konsequenz unsererseits häufig ordentlich in die Länge zieht. Aber für was sich da unnötig stressen lassen? Unsere Jüngste geht daraufhin irgendwann folgend als Erste zu Bett, meistens gegen 20 Uhr. Die Jungs folgen in etwa eine halbe Stunde später. Bis die Jungs jedoch anschließend wirklich schlafen, vergeht zum Teil noch einige Zeit. Je nachdem, ob der Mittlere unter tags geschlafen hat. Wenn, dann kann es sein, dass erst gegen 22 Uhr plus die Nachtruhe eintritt.

Mein Mann und ich erledigen im Anschuss daran noch das, was im Haushalt liegen geblieben ist, oder setzen und vor den TV, bis wir dann meistens gegen 22 Uhr (ich meistens später) hundemüde ins Bett fallen.

Sehr unspektakulär. Alltag eben. Und ziemlich durchgetaktet, wenn man es sich so durchliest.

Meine drei Kinder an ihrem Mal- und Basteltisch in trauer Dreisamkeit. Dahinter (Kameraposition) ist mein Schreibtisch an dem ich blogge.

Abwechslung gibt es, wenn ein Kind krank wird (was natürlich nicht so schön ist…), Termine anstehen, Freunde zu Besuch kommen, oder Geburtstage anstehen.
Ich für meinen Teil bin sehr terminscheu und ich nehme nur die Termine wahr, die ich unbedingt wahrnehmen muss, so wie z.B. einen (Kinder-)Arzttermin. Treffen mit Freunden oder Ausflüge mache ich am Liebsten spontan aus.
So wie früher eben, als man bei der Nachbarin geklingelt hat und gefragt hat, ob sie Lust hat zum spielen hat. Aber mir scheint, als ob das heute nicht mehr normal sei. Schade! Etwa einmal in der Woche dürfen die Jungs am Nachmittag noch für ein paar Stunden zur Oma, die in der Nachbarschaft wohnt. Was jedoch auch mal ausfallen kann, da es oft irgendwie untergeht in dem Trubel der Woche. Auch wenn es sich so durchgetaktet und einfach anhört, im Grunde ist immer irgendwas los.

Vor ein paar Jahren las ich einen Blogbeitrag von einer anderen Mama mit dem Titel: „Einer schreit doch immer.“ und ja, es stimmt, Ruhe und Harmonie kann man als Mutter abschminken. Zudem kommen noch die Toilettenzeiten: „Mama, abputzen kommen!“, oder die Kleine hat eine volle Windel, oder ein Kind hat Hunger… Stressig wird es dann, wenn alle auf einmal etwas zu Essen oder zu Trinken wollen, oder sie sich mal wieder gestritten haben und Trost wollen- wenn einer schreit, wollen gleich am Liebsten alle Zuwendung und eine Umarmung. Wäre doch gemein, wenn nur einer von Mama in den Arm genommen wird! Mit einem lachenden und einem mit-den-Augen-rollenden Zwinkern geschrieben.

Ich will mich nicht über mein Leben beschweren. Nein, ganz im Gegenteil! Ich liebe mein Leben!

Die Freiheit und die Selbstbestimmung, die mir meine Tätigkeit als Vollzeitmutter und Hausfrau bietet, kann mir kein Arbeitgeber bieten!
Ich muss vor niemandem Rechenschaft ablegen, es ist mein Business. Ich gestalte unseren Tagesablauf selbstständig. Meine Kinder und mein Haushalt sind mein Job und ich habe dafür zu sorgen, dass es allen gut geht, dass alle versorgt sind und dass alles ordentlich und sauber ist. Gut, ich gebe zu, letzteres ist in der letzten Zeit etwas vernachlässigt worden… Trotzdem bin ich mein eigener Chef. Klar, zwar ohne Bezahlung, allerdings bin ich froh, mich nicht um die Finanzen kümmern zu müssen. Den Part übernimmt mein Mann und das mit Freude und aus Überzeugung, dass dies seine Verantwortung ist.

Am Wochenende, wenn mein Mann zu Hause ist, freue ich mich dann über meine „Ich-Zeit“, da die Kinder dann vorzugsweise ohnehin nur an ihrem Papa hängen. Was ihn ab und an nervt, freut mich natürlich. Nicht falsch verstehen, mein Mann liebt seine Kinder über alles! Da wir beide Personen sind, die gerne zu Hause sind, bin ich sowieso immer da und kann mich natürlich auch mit um die Kinder kümmern. Unter der Woche ist mein Mann fast den ganzen Tag weg, was den Kindern gar nicht so taugt und daher freuen sie sich an den Wochenenden, wenn sie ihren Papa den ganzen Tag zur Verfügung haben.

Unsere Kinder sind derzeit alle noch unter sechs Jahren. Unser Leben wird sich in den nächsten Jahren sicherlich verändern, allein schon aus dem Grund, weil die Kinder dann irgendwann alle am Vormittag in Kindergarten oder Schule sind. Das ganze Leben unterliegt einem ständigen Wandel und was gestern war, ist heute schon wieder anders. Es bleibt spannend!

Erzählt doch mal, wie ist es bei euch? 🙂