Wochenende mit der Familie

Ich liebe das Wochenende! Das ist für mich die schönste Zeit der ganzen Woche. Mein Mann ist zu Hause und ich bin nicht den ganzen Tag alleine für alles verantwortlich. Unter der Woche muss man einfach durchbeißen. Egal was ist und wie es mir geht: Haltung bewahren! Die Firma muss weiterlaufen! Am Wochenende lehne ich mich entspannt zurück, weil ich weiß, ich muss die ganze Verantwortung nicht alleine tragen.

Und so erledigen wir gemeinsam alles was so anfällt. Wocheneinkauf, Haushalt, Kinderbetreuung, Termine, Familienangelegenheiten. Das ist so schön, dass ich das am Liebsten die ganze Zeit so hätte.

Ausflüge und Spaziergänge mit allen zusammen, sind natürlich mein absolutes Highlight. Irgendwie merkt man dann ganz besonders, dass man zusammen gehört. Man ist als Einheit unterwegs. Man ist durch nichts abgelenkt. Man hat Zeit zu reden, zu spielen und sich seines Leben zu erfreuen. Gut, es war auch schon mal anders, als die Kinder ganz klein waren und diese dann auf einmal anfingen zu schreien. Aber über diese Zeiten sind wir, denke ich jedenfalls, hinaus. Jedenfalls bei kleinen Ausflügen.

Es ist Freitag! Yeah! Das Wochenende steht vor der Tür! 💃

Wünsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes und entspanntes Wochenende, im Kreise der Familie!

Liebe Grüße,

eure Anni Side

Unterwegs mit Kindern

Ich bin sehr selten alleine mit den Kindern unterwegs. Warum? Weil es einfach Stress pur für mich ist. Keine Ahnung, wie das andere Eltern mit kleinen Kindern aushalten, die ständig mit denen irgendwo unterwegs sind, aber ich kann das nicht.

Am Liebsten bin ich zu Hause, in meinen vier Wänden, dort ist alles was wir benötigen, um gut über den Tag zu kommen. Die Kinder können sein wie sie wollen und vor allem, hier ist es mir schnurzpiepegal, wenn die Kinder streiten und schreien. Klar, der Geräuschpegel ist nervtötend, aber hier nervt es nur mich. Unterwegs ist es so, dass wahrscheinlich einige merkwürdig schauen, wenn die Kinder sich lauthals schreiend „unterhalten“ oder streiten. Ich achte mittlerweile nicht mehr darauf (keine Zeit), daher kann ich es nicht mit Bestimmtheit sagen. Allerdings kennt man seine Mitbürger im Großen und Ganzen- mit Kindergeschrei macht man sich keine Freunde in der Erwachsenenwelt.

Außerdem sind zu Hause alle unter Kontrolle. Das ist eigentlich mein Hauptkriterium. Unterwegs ist es mein Hauptstressfaktor, alle Kinder beieinander zu halten.

Gestern waren wir in einem örtlichen interaktiven Naturkundemuseum, nachdem ich meine neuen Brillengläser abgeholt hatte (Juhu! Ich kann wieder ordentlich sehen!!!). Wunderbare Attraktionen, super für Kinder, lehrreich für Große und Erwachsene! Man kann viel lernen, ansehen und ausprobieren. Mein Großer war dort schon öfter mit dem Kindergarten, sprich, kennt sich aus. Für mich und die beiden Kleinen war es der erste Besuch. Und er hatte natürlich nichts besseres zu tun, als nur dahin zurennen, wo er gerne mag und was er kennt und ich trottete mit den Beiden anderen genervt hinterher, die auch an den anderen Dingen Interesse zeigten. Zurückpfeifen wollte ich auch nicht immer, da die Kinder ja auch ihren Spaß haben sollten, sie wollten sowieso schon früher als gedacht abbrechen, was ich nicht einsah und ich wollte zudem nicht ständig meine Stimme erheben müssen. Für was zahle ich Eintritt? Gut, ich musste nur für mich zahlen, aber das fand ich mehr als genug, für ein bis zwei Stunden.

Als wir ankamen waren viele Besucher da, sprich es war eine gewisser Lautstärkepegel vorhanden und meine Kinder fielen im Stimmengewirr und zwischen den Sounds der Attraktionen, gar nicht näher auf. Gegen Ende, Richtung Schließung, änderte dich das schlagartig und ich hatte das Gefühl , nur ich rufe, sorry schreie, in den weiten Exponathallen nach meinem Nachwuchs, der sich schon wieder in alle Winde zerstreut hatte. Da überkam mich schon eine Form von Scham, den Angestellten gegenüber, und ich war froh, als wir aus dem Gebäude waren.

Ein Eis und alle sind zufrieden! Egal, wie die Temperaturen draußen sind, Eis geht immer…

Aber wahrscheinlich ist es gar nicht so schlimm für meine Außenwelt, oder genau das Gegenteil. Kommt immer darauf an, wie sensibel jemand ist. Es gibt Personen, bei denen darf ein Kind nicht mal rufen und sie sind total genervt; den anderen macht es nichts aus, wenn die Kinder neben ihnen lauthals schreien und streiten- so unterschiedlich sind die Menschen. Man kann nie vorhersagen, wie ein Gegenüber reagiert.

Leider habe ich das Gefühl, dass die erste Kategorie langsam überhand nimmt. Gut, es gibt auch wenige Familien mit drei und mehr Kindern. Je mehr Kinder auf einem Haufen, desto lauter- logisch. Nicht umsonst will niemand absolut gerne einen Kindergarten oder einen Spielplatz in der Nachbarschaft. Kinder sind laut! Was für unsere heutige, vom Job gestressten Großstädter ein Problem darstellt, da diese nach Feierabend absolute Ruhe wollen. Ach egal, ich und meine Abneigung gegen Städte, derweil wohne ich in einer. Dumm gelaufen! Hoffe, dies können wir baldigst ändern.

Über’s shoppen und den Ehemann

Wer jetzt hier erwartet, dass ich über meinen Mann abmotze, weil er beim shoppen nervt, oder immer sagen würde, ich gebe zu viel Geld aus, ist wohl bei diesem Beitrag fehl am Platz- oder darf zur Abwechslung mal etwas über ein anderes weibliches Shoppingverhalten lesen.

Ich hasse shoppen gehen!

Es gibt nichts Nervigeres für mich, als wenn ich merke, es passt nichts mehr (also, dann ist es wirklich so, weil ich z.B. mal wieder zugenommen hatte und alles ist einfach zu eng und zwickt und zwackt hier und dort und ich sehe aus wie eine Quetschwurst), oder die Kleidung erfüllt seinen Zweck nicht mehr und sieht mittlerweile merkwürdig aus (z.B. Stillkleidung- ich ziehe derzeit, vier Monate nach dem Abstillen, immer noch meine Still-BH’s an!), oder die Klamotten gehen schlicht und ergreifen mit der Zeit kaputt: Farben sind ausgebleicht, Shirts und Hosen durch vieles Waschen und Tragen aus der Form, und an den bekannten Stellen kleine Löcher. An gut zu reparierenden Stellen werden Löcher geflickt, aber manchmal lohnt sich das einfach nicht mehr, weil der Stoff zu dünn.

Und wenn ich in so einer Situation immer noch nicht meine Arsch hochbekomme, kommt mein werter Ehemann zu mir und meint, ich muss mal wieder neue Kleidung kaufen gehen. Daraufhin reagiere ich meistens auch noch nicht und irgendwann kommt er mit dem Laptop daher, mit einem geöffneten Onlineshop im Browser und zeigt mir den Warenkorb- mit Onlineshopping konnte ich mich immer schon mehr anfreunden.

Mein Mann sucht mir meine Klamotten aus! Was geht ab?

Er hat ehrlich gesagt gar keinen so schlechten Geschmack, auch wenn er mir die Kleidung immer eine Nummer zu klein bestellen möchte… Ich hätte lieber groß und weit und er eher kleiner und eng. Männer… 😉
Allerdings weiß er inzwischen, was für einen Stil ich bevorzuge und sieht zu, dass es zu meinem Geschmack passt- meistens. Klar, vieles fliegt postwendend dann wieder aus dem Warenkorb, aber vieles wird tatsächlich bestellt, was er mir aussucht! Da wir dieses Spiel mittlerweile seit ein paar Jahren so treiben, verlasse ich mich inzwischen tatsächlich auf ihn. So blöd es klingt. Hoffentlich weiß er das nicht… 😂😜

Lediglich der wöchentliche Lebensmitteleinkauf ist meine Aufgabe. So sehr ich es auch hasse. Aber naja, wer essen mag, muss halt was dafür tun! Und hier möchten alle essen, logisch und vorzugsweise gutes Essen. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen und ich liebe meine Familie und möchte, dass sie etwas Gutes und Gesundes zu essen bekommen! Jedenfalls manchmal… 😆

Ich muss immer lachen, wenn ich über die traditionelle Rollenverteilung lese und wie sich da die einzelnen Partner dann verhalten sollten und dass dies ja automatisch auf alle Familien zu träfe, bei denen die Frau zu Hause bei den Kindern bleibt und der Mann das Geld nach Hause bringt. Nein, bei uns trifft davon vieles nicht zu! Ich kaufe meinen Mann keine Kleidung, macht er selbst, er kauft sie sogar für mich! Nein, mein Mann legt sich nicht am Abend auf die Couch und lässt sich sein Bier bringen, während ich die schreienden Kinder ins Bett bringe. Im Gegenteil, er bringt oft den Großteil der Kinder ins Bett, einfach weil die Kinder sich am Abend auf ihren Vater stürzen, während ich mein Zeug mache- blogge oder Haushalt noch fertig, auch weil ich das Geschrei nicht mehr hören kann. Nein, mein Mann motzt nicht darüber, dass ich zu viel Geld ausgeben, im Gegenteil, er ermuntert mich immer wieder mal, mir doch mal was zu gönnen! Anders herum übrigens genauso.

Ich bin zufrieden, wenn ich meine vier Wände um mich habe, einen zufriedenen Ehemann (für die Harmonie im Haus), meine Kinder und meine Hobbies. Das füllt mich aus und macht mich glücklich. Bin ich wirklich so einfach zu befriedigen? Anscheinend ja. Lustig.

Zu Beginn, als wir Eltern wurden, war er der Gütige und ich die Harsche, inzwischen ist es öfter eher umgekehrt. Nein, stimmt auch nicht ganz, denke wir haben uns immer mehr aneinander angenähert und verhalten uns den Kindern gegenüber inzwischen relativ gleich.
Ich durfte meine weibliche Mutterrolle zum Glück entdecken und tue es immer noch. Lange Zeit wusste ich nicht, wie ich mich in meiner Mutterrolle verhalten soll: Eher streng oder gütig? Ich entschied mich folgend zum Glück für gütig. Den Kindern tut es gut, mir tut es gut. Meinem Mann tut es gut. Vielleicht bin ich ab und zu zu locker in der Erziehung, aber naja… Lieber zu locker als zu hart. Liebe statt Hiebe!

Was hat das jetzt alles mit shoppen zu tun? Keine Ahnung. Die Überschrift kommt immer zuerst und dann der Text. Manchmal wird etwas komplett anderes daraus. Gut, der Ehemann steht ja auch noch mit in der Überschrift, die Ausführungen passen also doch irgendwie dazu.

Hat euch der Beitrag gefallen? Lasst mir ein Like und einen Kommentar da!

Liebe Grüße,

eure Anni Side

Gedanken über das Schreiben

Ich las die Tage einen Liebesroman, nebenbei gesagt einen äußerst Schlechten, in dem war der Hauptdarsteller ein Romanautor, ein Horrorromanautor, mit psychischen Problemen. Es wurde beschrieben, wie die Leute im Dorf sich über ihn das Maul zerrissen, weil er über so schreckliche Dinge schrieb, über menschenverachtende, grausame Dinge und über gewalttätige Sexszenen. Trotz allem war er Bestsellerautor- also irgendjemand kaufte seine Bücher, zuhauf! Das Ende von der Geschichte war allerdings dann, dass er sich zum braven Familienvater mauserte, der Kinderliteratur schrieb. Egal, das nur am Rande.

So doof wie die ganze Geschichte eigentlich war, ging mir diese Tatsache nicht aus dem Kopf, dass viele Autoren eigentlich aus richtig Mist Gold machen können, sich aber viel Spott, Hohn und Kritik anhören müssen- zum Teil, natürlich nicht alle. Ab einem gewissen Bekanntheitsgrad muss man glaub nicht mehr so viel einstecken. Über große Bestsellerautoren hört man selten richtig schlechte Kritik und wenn dann sehr nett verpackt. Kann mich aber auch irren. Wahrscheinlich lese ich die falschen Zeitschriften.

Wie halten die das aus? Ich ertrage es nicht einmal, wenn ein Blogbetrag von mir in die Kritik gerät, obwohl ich voll überzeugt von dem Inhalt bin.

Ich las mal über einen Autor, dass er sich die Kritiken zu seinen Werken gar nicht mehr durchliest. Auch keine Kommentare in den sozialen Netzwerken. Das fand ich weise! Und dachte bei mir, vielleicht sollte ich auch auf Kommentare verzichten und schüttelte darauf innerlich gleich wieder den Kopf. Erstens bekomme ich nicht so viel Kommentare und zweitens liebe ich es im Grunde mit meinen Lesern zu interagieren.

Wieso mich das interessiert? Weil ich im Grunde schon lange mal ein Buch schreiben möchte, nicht nur bloggen. ABER mir fehlt noch das richtig konkrete Thema. Im Kopf hätte ich viel, aber nur Bruchstücke und nichts gescheites, zusammenhängendes. Vielleicht sollte ich einfach mal anfangen und sehen, wohin es führt. Dann hätte ich auch kein Problem mehr damit, dass ich viel zu viele Blogbeiträge schnell hintereinander veröffentliche… 😉 Denn, irgendwann liest das alles keiner mehr- verständlicherweise. Es sitzt niemand den ganzen Tag vor einem Endgerät und wartet, bis die Anni wieder einen neuen Beitrag veröffentlicht! Oder etwa doch? Bitte melden! Ihr bekommt einen Luftkuss von mir! 😘😉

Schwarz weiß

Wer meinen Hauptblog kennt, könnte meinen, ich sehe das Leben (mein Leben) recht schwarz weiß, was im Bezug auf Glaubensthemen auch durchaus stimmt, aber das Leben läuft nun mal nicht immer nach Schema F ab und besonders nicht mit Kindern. Daher dieser Blog, der sich bewusst nur Themen rund um mich persönlich und Familie widmet und ich hoffe, ich darf ein bisschen Witz und Charme mit hineinbringen, auch wenn ich mich für nicht besonders witzig halte.

Ich liebe witzige Menschen! Menschen, die ihr Leben nicht so streng sehen, die trotz vielen negativen Erlebnissen immer noch lachen können und sich nicht hinter ihrem Schmerz verstecken und vergrämt die Gegenwart und auch ihre eigene Zukunft sehen. Muss gelernt sein, verständlicherweise, und es steckt auch immer irgendwas dahinter, warum dieser Mensch sich so gibt, aber diese Menschen strahlen für mich Stärke aus. Keine Ahnung warum, aber es ist so. Es ist vielleicht die Leichtigkeit, die mir in meinen Gedanken fehlt. Nach außen hin wirke ich wohl ganz anders, habe ich mir sagen lassen. Ich bin immer ganz verwundert, wie andere Menschen mich einschätzen und beschreiben. Aber trotzdem schön, dass meine Gedankenkarusselle sich nicht negativ nach außen hin auswirken. Habt ihr euch schon mal mit dem Thema Hochsensibilität beschäftigt? Nein? Ok, dann wisst ihr auch nicht, was ich gerade meinte. Beschäftigt euch damit! Sehr interessantes Thema! 🙂 Ich schrieb in meinem Hauptblog auch schon einiges darüber. Vielleicht kopiere ich ein paar Beiträge hier rüber, mal sehen.

Das Leben ist so groß und weit und unüberschaubar, dass man nicht weiß, was noch kommt. Man kann planen so viel man möchte, ob es tatsächlich so eintreffen wird, weiß niemand. Man kann Schätzungen abgeben, aufgrund von irgendwelchen Parametern, aber wer sagt, dass diese richtig sind? Niemand. Es ist eine Scheinsicherheit, wenn man sich aufgrund von Schätzungen seine Zukunft oder besser, die Sicherheit seines Lebens, aufbaut. Wie diese Aussage jeder einzelne für sich interpretiert, sei ihm überlassen.

Und so bleibt nur das heute hier und jetzt, welches wir aktiv gestalten können und sogar müssen! Besonders mit Kindern läuft das Leben nicht in geraden Bahnen- das kann jede Mutter bestätigen. Es ist ständig irgendetwas anderes. Sehr schöne, lustige und positive Augenblicke, die einen zutiefst freuen und erfreuen und auf die man aufbaut, aber auch traurige und schlimme Momente, an denen man fast verzweifelt. Besonders seitdem ich Mutter geworden bin, sind meine Gedanken und Gefühle noch viel mehr in einer Achterbahn (mein Leben lief im Grunde noch nie in geraden Bahnen). Ich sage oft zu meinem Mann, dass ich mir wünschte, wir hätten man ruhigere Tage, er meint dann nur ganz trocken: „Ruhig wird’s erst, wenn wir gestorben sind.“ Recht hat er.

Die Vergangenheit ruhen lassen und nach vorne blicken

Falls ihr mehrere Kinder habt, könnt ihr euch noch an die erste Zeit mit eurem ersten Kind erinnern? Ich ehrlich gesagt nicht vollständig. Ich kenne die Fotos und kann mich an die meisten Szenen erinnern, wenn selbst geschossen, aber so der Alltag, was alles los war, das ist mir entfleucht.

Die richtig schlimmen Dinge, die einem viel abverlangt haben, sind noch im Gedächtnis, man kann sich an die Gedanken- und Gefühlswelt erinnern, wenn auch nicht mehr vollständig, die da gewesen wären, die Geburt meines ersten Sohnes, die mir körperlich alles abverlangt hat. Oder auch meine Wochenbettdepressionen, die ich ohne mir Hilfe zu holen durch stand. Böser Fehler! Ich war oft nahe daran meinem Kind saures zu geben. Viele Dinge, vor allem die vielen negativen Gedanken meinem Kind gegenüber, verzieh ich mir lange nicht. Alles aus einem falschen Stolz heraus, alles selbst schaffen zu müssen. Wer hat gelitten? Die Beziehung zu meinem Sohn, jedenfalls im ersten Jahr. Er hat viel geschrien und ich war am Ende. Mein Mann wusste nicht wie damit umgehen, hat aber geholfen wie und wo er konnte. Nach der Arbeit, nach einem neun Stunden Arbeitstag. Genau, daran kann ich mich noch erinnern. Das waren viele dunkle Stunden, die ich in dem Ausmaß so noch nie in meinem Leben erlebte.

Später, als ich mich wieder einigermaßen erholt hatte, sind wir viel unterwegs gewesen, beim Mutter-Kind-Turnen, Müttertreffs, Spielplatztreffs und so weiter und so fort. Das war dann eine schöne Zeit, mit wenig Negativem.

Tag 3 und er konnte endlich wieder lachen und im Waschbecken vom Krankenhauszimmer baden.

Außer, ja außer dem Krankenhausaufenthalt von meinem Großen wegen Fieberkrämpfen. Das war schlimm! Ich meinte, mein Kind stirbt. Ich war am Boden zerstört. Ich habe nur noch zu Gott geschrien, er soll meinem Kind helfen und alle christlichen Freundinnen per Whatsapp angefleht, sie sollen bitte für ihn beten, dass Gott ihn von den Krämpfen befreit, die den kleinen zweijährigen Kinderkörper immer wieder beutelten, trotz ständiger Medikamentengabe durch den Notarzt und später im Krankenhaus. Nach dreitägigem Krankenhausaufenthalt war es zum Glück erledigt, aber die Angst die ich um mein Kind hatte, sitzt mir heute noch im Nacken und wenn ich ihn ansehe danke ich Gott voller Inbrunst, dass er noch lebt. Ich war dazumal hochschwanger mit meinem Zweiten und daher wohl auch psychisch nicht so sehr belastbar. In dem Augenblick ist mir bewusst geworden, wie schnell ein Leben zu Ende sein kann und dass der Mensch im Grunde nichts in der Hand hat. Darauf folgend ging ich wieder bewusster und liebevoller mit mir und meinem Sohn um.

Kinder sind ein Geschenk Gottes! Aber genauso einfach und schnell (jedenfalls bei uns) wie es gekommen ist, kann das Geschenk auch wieder weg sein.

Schließen wir mit den negativen Gedanken. Und so reiht sich Gedanke an Gedanke, was gewesen war, aber es wird einem bewusst, dass dies nur ein paar intensive Momente waren, von wenigen Stunden oder Tagen und man sich immer nur an die schlimmen Dinge richtig erinnert.

Im Umkehrschluss kann man sagen: wenn einem nichts zu seiner Vergangenheit einfällt, hatte man wahrscheinlich eine schöne Vergangenheit. Oder es verdrängt, aus welchen Gründen auch immer, aber das wäre ein anderes, psychologisches, Thema.

Nun fünf Jahre und zwei weitere Kinder später, bleiben nur diese Erinnerungen und viele weitere und manchmal frage ich mich, ob manches wirklich so war, da so unwirklich. Die Vergangenheit scheint so weit weg zu sein. Während ich diesen Beitrag schrieb und ich, besonders bei der zweiten Passage wieder innerlich anfing zu zittern, ist mir bewusst geworden, dass man nicht zu oft in die Vergangenheit sehen darf. Die Zukunft und die aktuelle Gegenwart ist das was zählt! Die Vergangenheit ist abgeschlossen und nicht mehr zu ändern. Die Zukunft kann ich aktiv mitgestalten, mit meinem Verhalten, meinen Aussagen, meinen Gefühlen den Kindern gegenüber und ganz besonders, wie ich mit meinen Kindern umgehe und was ich ihnen auf ihren Lebensweg mitgebe.

Mein Zuhause

Ich liebe mein Zuhause. Hier sind alle die ich liebe und ist alles was ich liebe. Meinen Mann, meine Kinder, meine Wertgegenstände, unsere Wohnstätte. Für mich strahlt mein Zuhause Wärme und Geborgenheit aus. Hier kann ich sein wie ich bin. Hier darf ich sein wie ich bin. Hier verurteilt mich niemand, muss mich niemand beweisen. Hier darf ich mich ausleben, darf mich weiterentwickelt, darf meine Stärken aber auch Schwächen zeigen. Meine Gaben und Talente zum Besten geben und mich nach meinen Möglichkeiten ausprobieren.

Seitdem mein Mann und ich 2012 zusammengezogen sind, sind wir noch nie umgezogen. Dort wo wir wohnen ist unser erstes gemeinsames Heim. Hier haben wir geheiratet und hier sind alle Kinder auf die Welt gekommen, für uns ist es Heimat. Es ist derzeit unvorstellbar für mich, hier eines Tages alles zu verlassen zu müssen, vor allem auch, weil wir viel Zeit und Energie dafür aufgeboten haben, dass es optisch und praktikabel zu dem wird, wie wir es uns vorstellen. Leider ist es nicht unser Eigentum, obwohl wir es so behandeln und auch so behandeln dürfen.

Und doch zieht es uns weg. Früher oder später. Weil dies hier nicht unser Traum für alle Zeiten ist. Aber allein der Gedanke, hier eines Tages alles zurücklassen zu müssen, ist sehr merkwürdig für mich und stimmt mich traurig. Es ist der Ort, an dem unsere Familie entstand.

Ich bin in meinem Leben schon öfter umgezogen. Als Kind allein dreimal, davon kann ich mich jedoch nur an zweimal erinnern und später als junge Erwachsene auch öfter. Das lag allerdings vor allem daran, dass ich nicht wusste wohin mit mir. Mein Elternhaus zerbrach und ich hielt es dort nicht mehr aus, trotzdem versuchte ich es immer mal wieder, bis es schlussendlich beendet war und mein Elternhaus aufgelöst wurde. Alle wurden in alle Winde zerstreut. Vielleicht deswegen so mein verstärkter Fokus auf unser Zuhause hier? Ich benötige diesen Schutzraum.

Wenn wir irgendwann umziehen sollten, und das ist der Plan, dann muss es räumlich dieselben Gegebenheiten haben. Warum möchte wir hier überhaupt weg, wenn alles so toll ist? Deswegen:

Manchmal fragen wir uns schon, ob es überhaupt noch dazu kommt. Aber! Wir sind beide der Ansicht, dass Gott nicht umsonst diese Vision, seit Kindheit an, in meinem Mann angelegt hat. Für den rein menschlichen Verstand unmöglich, aber für Gott ein Klacks. Wir möchten ihm vertrauen, dass er uns zur rechten Zeit den richtigen Weg zeigt und uns dann auch die Möglichkeiten schenkt, wie wir das alles stemmen können, vor allem auch finanziell.

Über den guten Ehemann

Ich habe den weltbesten Ehemann. Wirklich! Haha. Für mich, versteht sich von selbst. Er ist mein Deckel oder ich sein Deckel, je nachdem wie herum man es betrachtet. Wir haben uns gesucht und gefunden. Obwohl, gesucht haben wir uns eigentlich nicht, aber gefunden trotzdem.

Nachdem wir schon beide aufgegeben hatten, bezüglich Partnersuche, schlug es mit Mitte 20 bei uns beiden ein. Wir lernten uns über gemeinsame Freunde kennen und lieben. Zu Anfangs war es etwas holprig, aber wir konnten durch gute Kommunikation das ein oder andere Missverständnis schnell aus der Welt schaffen.

Nun sind wir schon seit fast sieben Jahren verheiratet und haben drei gemeinsame Kinder zwischen eins und fünf Jahren und jeder Tag ist ein Abenteuer. Seitdem wir verheiratet sind, passiert jedes Jahr irgendetwas Neues. Über Langeweile können wir uns nicht beklagen, eher darüber, dass wir keine haben.

Warum ist er nun ein guter Ehemann? Er ist einfach für mich und unsere gemeinsamen Kinder da! Ganz einfach. Ohne zu motzen, ohne zu murren, ohne zu knurren. Er ist da, wenn man ihn braucht, ohne lange bitten und betteln zu müssen. Er hilft wo er kann, sieht die Arbeit in und ums Haus und handelt, ohne lange darüber zu reden und zu überlegen. Das ist Gold wert! Bei uns ist es ab und an eher umgekehrt, dass er mir sagt, wo man noch putzen und aufräumen müsste. Nein, das ist nicht böse von ihm gemeint, aber es soll aufzeigen, dass er eine sehr ordnungsliebende Persönlichkeit ist und nicht nur redet, sondern auch handelt. Ich dagegen bin eher die Chaosqueen, wenigstens wenn man sein Level als Vorbild nimmt. Gut, das ist nun alles auch etwas übertrieben, aber es dient der Veranschaulichung.

Für unsere Kinder ist er ein Vorbild als Vater und Mann, worüber ich sehr froh und glücklich bin. Wo doch positive Vorbilder bezüglich Männern in unserer heutigen Welt äußerst rar gesäht sind. Unsere Kinder lieben ihren Vater über alles und sind traurig, wenn er nicht da ist. Ich liebe ihn über alles und ich könnte mir keinen besseren Mann für mich vorstellen!

Von Ärzten, Optikern und Krankenkassen

Ich bin Brillenträgerin und das schon relativ lange. Lange Zeit wollte ich es nicht wahrhaben, dass ich schlecht sehe und drückte mich vor einem Sehtest, als es dann soweit war und ich dann meine erste Brille auf der Nase hatte und bemerkte, was von einen Unterschied das macht, hätte ich mir in den Hintern beißen können, dass ich mich nicht schon früher um eine Sehhilfe bemüht hatte.

Bei mir in der Ausgangsfamilie ist Hornhautverkrümmung erblich bedingt und somit hat es auch mich erwischt. Diese Veränderung des Auges sorgt dafür, dass ich schlecht sehe. Ich bin kurzsichtig, das heißt in die Ferne sehe ich verschwommen, hingegen in der Nähe relativ deutlich. Normal halt.

Nun war ich vergangenen Sommer beim Optiker, nachdem sich meine Sehleistung wieder einmal ziemlich verschlechterte und bat um eine neue Brille und es wurde mir erst einmal abgeraten, da ich noch stillte, dies würde bei vielen auch die Sehleistung negativ beeinflussen. Ich ging erst einmal enttäuscht nach Hause, weil es für mich nicht schön war, ständig verschwommen sehen zu müssen. Besonders das Autofahren war so für mich eine Tortur. Ich entschied mich dann ein paar Wochen später, allem Ratschlag zum Trotz, mir trotzdem eine neue Brille anfertigen lassen und weil es grad so eine tolle Aktion gab, wurden aus einer Brille, zwei. Ach ja! Ich verlor dann sogar, bei einem Familiebwanderausflug, meine Brille. Genau, so war’s. Ich musste mir eine neue Brille machen lassen! So weit so gut.

Als die Brillen ein paar Wochen später fertig waren und sie mir angepasst wurden, fühlte ich mich merkwürdig, da die Sehstärke sehr ungewohnt war. Es fühlte sich an, als würde ich durch eine alte Fensterscheibe sehen, die nicht mehr ganz durchsichtig war. Mir wurde gesagt, das sei normal, das Auge müsse sich an die neuen Gläser gewöhnen und das dauert manchmal ein bisschen.

Ein paar Wochen später war es immer noch nicht viel besser, jedenfalls auf einem Auge, aber ich sagte mir, ich muss froh sein, dass ich überhaupt einigermaßen ordentlich sehe, da ich schlichtweg keine Zeit hatte in die Stadt zu gehen. Ich hatte drei kleine Kinder zu Hause!

Nun bin ich erst vor kurzem, über ein halbes Jahr später, wieder zum Optiker gegangen, habe meine Geschichte erzählt und meine Sehleistung wurde erneut gemessen. Akute Verschlechterung am rechten Auge! Ha! Hab ich es doch gewusst, dass da was nicht stimmt! Darauf, dass es laut mir nie ganz gestimmt hat, ist die Optikerin nicht eingegangen. Gut, da war ich auch selber schuld, dass ich so lange gewartet hatte. Die Optikerin war eine etwas übervorsichtige, wollte sich wahrscheinlich absichern und schickte mich zum Augenarzt. Na danke, bekomme hier mal zeitnah einen Termin!

Bei den Kassenärzten bekommt man als Neupatient gar keine Termine mehr, außer es wäre ein Notfall und bei den Privatärzten muss man alles selber zahlen. Letztere Möglichkeit musste ich jedoch dann in Betracht ziehen, da mich kein Kassenarzt nahm. Ich kam nicht mal bis zur Assistentin, da das Telefon erst gar nicht abgenommen wurde, beziehungsweise ständig besetzt war. Und so hatte ich gestern einen Termin bei einer privaten Augenärztin und sie bestätigte mehr oder weniger das Ergebnis der Optikerin, wenn auch mit kleiner Abweichung. Bin gespannt was die ganzen Untersuchungen kosten! Denn, natürlich habe ich meine Augen nun mal komplett durchchecken lassen. Wäre ja doof gewesen, wenn ich nur wegen einem Sehtest zum Augenarzt gegangen wäre. Vor allem bin ich gespannt darauf, wie viel ich von den Arztkosten dann von der Krankenkasse wieder zurückerstattet bekomme. Man kann die Rechnung selbstverständlich bei der Krankenkasse einreichen, bekommt jedoch nur den Kassensatz rückerstattet, welcher logischerweise recht niedrig angesetzt ist.

Nun bekam ich von der Augenärztin ein Rezept über eine Brille mit, auf der irgendwas von Heilbehelfen stand. Ich recherchierte auf der Webseite von meiner Krankenkasse, ob Brillen von der Krankenkasse übernommen werden, da ich das von Deutschland her gar nicht mehr kannte. Und tatsächlich, da stand: Brillen werden, zumindest teilweise, übernommen. Yeah! Aber da der Text für mich nicht voll verständlich war, in welchem Umfang, rief ich noch auf der Kasse an. Der Mitarbeiter erklärte mir, dass bei meiner Sehstärke der Zuschuss sehr gering ausfallen würde. Er würde schätzen um die € 40,–, wenn es genehmigt wird. So… Nur € 40,–??? Nicht viel.

Nun werde ich später mal in die Stadt fahren, zu meinem Optiker und herausfinden, wie viel nur jeweils das rechte Glas austauschen kostet, für zwei Brillen. Bin gespannt! In Folge müsste ich auch noch die Gläser von meiner optischen Sonnenbrille erneuern lassen, wo ich bei der letzten Neuerung Gott sei Dank so Weise war und diese nicht mit austauschen lassen habe.

Nachtrag:

Ich war bei dem Optiker meines Vertrauens. Die neuen Gläser werden mir auf Garantie ersetzt, obwohl ich zwei Monate über dem Garantiezeitraum bin. Yeah! Danke Jesus! ❤ Ich muss lediglich die Gläser für meine optische Sonnenbrille bezahlen, aber die waren ohnehin schon lange überfällig. Aber das macht nun lediglich knapp € 35,– aus.

Ich bin gerade so happy, ihr könnt es auch gar nicht vorstellen!

Nun bin ich nur noch auf die Rechnung von der Augenärztin gespannt, aber ich denke, das wird noch ein paar Tage dauern.

Streitende Kinder, meine persönliche Zerreißprobe

Ich liebe meine Kinder über alles. Ich würde alles für sie tun und ich trauere um jede Minute, in der ich nicht bei ihnen sein kann.

Ok, ganz so schlimm ist es nicht. Natürlich bin ich auch über die oder andere Sekunde, Minute, oder Stunde froh, in denen ich kein Kind sehe oder höre… 😉

Wie ihr wisst, bin ich eine sogenannte Selbstbetreuerin. Was früher ganz normal war, dass die Kinder bis zum Kindergarteneintrittsalter zu Hause bei Mama bleiben, scheint heute abnormal zu sein, daher muss man dem Ganzen einen Namen geben. Egal.

Sprich, zwei von meinen Kindern habe ich meistens 24h am Tag um mich herum. Das ist schön, aber auch anstrengend. Nun gut, darauf wollte ich auch nicht hinaus.

Meine Jungs

Zwei sehr persönlichkeitsstarke Individuen. Starker Wille oder auch Unwille inklusive. Starrköpfig, stur. Woher die das wohl haben? 😅

Beide konkurrieren ständig um alles. Es ist ein schier endloser Machtkampf um Privilegien. So wie sie scheinbar meinen. Jeder möchte immer der Erste und der Beste sein.

Wir versuchen immer alles gerecht zu verteilen, damit sich eben keiner benachteiligt fühlt. Ist für die Katz. Funktioniert nicht. Einer ist immer beleidigt oder wütend.

Bei dem Mittleren ist es ganz besonders ausgeprägt. Unser Sandwichkind. Wenn dem was nicht in den Kram passt fliegen die Fetzen, oder die Gegenstände durchs Haus. Tische, Stühle, Gläser, Tassen, Legos,… usw. Ihr denkt, ein Dreijähriger hat doch nicht so viel Kraft? Oho! Dass ihr euch mal da nicht irrt.

Der kleine Mann hat mehr Kraft und Sturheit als 10 Esel zusammen… Ein drahtiger kleines Bürschchen, welches ganz genau weiß wie tun, um was zu bekommen. Ich lache immer innerlich, wenn wir auswärts sind und alle sagen, was das doch für ein lieber und süßer Junge sei! 😂 Ja, ist er auch, aber halt nicht immer… 😉

Zum Glück ist es nicht mein erstes Kind, sonst würde ich mich wahrscheinlich deswegen fertig machen.

So ist es einfach jeden Tag eine neue Herausforderung und wenn er dann liebevoll Mama ruft und sich an mich kuschelt ist alles vergeben und vergessen. Er ist erst drei! Bitte! Chill mal Mama! 🙄

Und so vergehen die Tage und ehe man sich versieht ist eine Woche vorbei, ein Monat, ein Jahr.

Alles geht irgendwann vorbei. Die Probleme einfach aussitzen und sich an den schönen Dingen des Lebens erfreuen. Meine Selbstindoktrination. 👀

Lasst die Kinder Kinder sein!