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Wie läuft das eigentlich mit der Erziehung?

Dies ist kein Erziehungsratgeber- Beitrag!

Viel, sehr viel wird derzeit über Kindererziehung philosophiert. Das Thema ist wohl so alt, so lange es Kinder gibt.

Jede Kultur, jede Zeitepoche hatte ihre eigenen Ansprüche an die Erziehung ihrer Kinder. Es hatten nur alle den Anspruch gemeinsam: Die Kinder müssen als Erwachsene ins System passen. Sie müssen konform mit den Werten und Zielen der Gesellschaft sein, damit alles reibungslos funktioniert. Klingt logisch, oder?

So wie ich es in den letzten Jahren beobachten konnte, befindet sich meine Generation gerade (mal wieder) in einer Umbruchphase. Als ich klein war, war die antiautoritäre Erziehung in. Kinder durften machen was sie wollten und Autoritäten wurden als negativ hingestellt. Heute weiß man, dass dies nicht ganz der richtige Ansatz war. Kinder sollten sich frei entfalten können, jedoch benötigen sie trotzdem Führung und Leitung im Leben. Trotz allem war diese Erziehungsmethode wohl ein Vorreiter für die heutige Kindererziehung.

Obwohl… Das sehen auch nicht alle so. Trotz allem es viele gute Ratschläge und Tipps zur modernen Kindererziehung gibt, sind viele Eltern nach wie vor verunsichert, ob sie alles richtig machen.

Es kursieren immer noch viele “alte Methoden”, die nicht mehr kompatibel zur heutigen Gesetzgebung sind, aber nach wie vor oft von der älteren Generation propagiert wird. Als junge Eltern kann man dadurch sehr wohl verunsichert sein! Was machen? Auf die Eltern, die Großeltern oder sonstige Autoritätspersonen hören, die es eigentlich per se gut mit einem meinen und näher am Geschehen sind, oder dem Gesetz folgen, welches halt irgendwo geschrieben steht? Wo kein Kläger da kein Richter!  

Denke, die meisten Eltern sind aufgeklärt. Wissen, was richtig und falsch ist. Trotzdem gibt es keinen konkreten, offiziellen Leitfaden, es wäre mir mal keiner bekannt, der die komplexe Kindererziehung regelt. Es gibt Gesetzesvorgaben und Vorschläge, aber wie es dann in der Realität gehandhabt wird, das obliegt allein den Eltern, denjenigen, die für die Haupterziehungsarbeit zuständig sind.

Alle Eltern wissen: Kindererziehung ist kein Zuckerschlecken. Es ist harte Arbeit, der einen oft an den Rand der eigenen Belastbarkeit bringt.

Eltern sind auch nur Menschen, die nicht immer ihre Gefühle und Emotionen unter Kontrolle haben. Unter Stress reagiert der ausgeglichenste Mensch ungewohnt.

Daher mein Satz, den ich inzwischen von einigen Eltern hörte: “Wenn man Kinder hat, lernt man sich wirklich kennen!”

Wer meint, er kennt sich ganz genau und weiß, wie er in der ein oder anderen Situation reagiert: Bekomme Kinder und du wirst dich wundern, was in dir steckt! Positiv sowie negativ.

Durch die Beschäftigung mit dem Film Elternschule ist mir mal wieder bewusst geworden, dass es einfach brutal viele Eltern gibt, die aus persönlichen Dispositionen kurz- oder langfristig nicht in der Lage sind, diese Rolle “korrekt” bzw „perfekt“ wahrzunehmen. Wenn man es nicht schafft, wird man als Problemfall eingestuft und anstatt umfassender Hilfe, wird entweder das Kind “behandelt” oder aus der Familie genommen. Immer ist das Kind das leidtragende Komponente.

Was ich mir in stressigen Situationen wünschen würde? Eine zweite Erwachsene Person im Haus. Einfach jemand, der mir hilft und der mir zu Freiraum verhilft. So könnten auch ganz ohne Probleme externe Termine wahrgenommen, wie etwa psychologische Betreuung oder Therapie der Mutter und das Kind wäre in seinem gewohnten Lebensumfeld. Kein verbiegen der Kinder und den Eltern/ der Mutter wird psychisch geholfen, für ein stabiles Leben. Das wiederum den Kindern zugute kommt. Alles ohne Wertung natürlich.

Aber diese Lösung ist natürlich langwierig und kostet… Wenn es ums Geld geht hört bei den Meisten der Spaß bekanntlich auf. Leider.

Man muss in unserer Gesellschaft wieder mehr damit beginnen den Menschen zu sehen, anstatt das Geld.

Die Tagesgeschäfte meiner Familie

Jeder Tag ist im Grunde gleich für mich, für uns. Tag ein- Tag aus derselbe Ablauf.

Morgens zwischen 6.45 und 7.15 Uhr aufstehen. Wenn ich Glück habe sehe ich meinen Mann noch, da er um kurz vor sieben das Haus verlässt und wir uns daher meistens am Morgen verpassen. Dann Kaffee trinken, den Kindern das Frühstück richten, Kinder anziehen, den Großen in den Kindergarten schicken. Zwischendurch noch zur Spülmaschine und zur Waschmaschine schauen, ob man was aus- oder einräumen muss. Arbeitsvorbereitung für den späteren Vormittag.
Danach ein bisschen Ruhe, die beiden anderen dürfen am Vormittag fernsehen, die Kleine macht gegen Spätvormittag noch ein Schläfchen und ich sitze vor dem PC und schreibe. Nach einer Weile wird der Haushalt gemacht, was derzeit so ansteht (Putzen, Wäsche, Spülen…) und kurze Zeit später darauf das Mittagessen vorbereitet und gekocht.
Um kurz vor 12 kommen mein Mann und mein ältester Sohn heim und es wird zu Mittag gegessen, bis mein Mann dann um kurz vor eins wieder zum Arbeiten fährt. Die Kinder haben dann Spiele- und der Große seine TV Zeit.

Am Nachmittag gehen die Kinder meistens in den Garten zum spielen und ich nehme mir gegebenenfalls nochmals etwas Zeit für meinen Blog oder soziale Netzwerke, während die Kinder spielen. An manchen Tagen gehen wir spazieren, auf den Spielplatz, noch etwas einkaufen, oder wir treffen uns mit Freunden, was jedoch eher selten ist (irgendwie stehen viele Kinder ab einem gewissen Alter nachmittags nicht mehr zur Verfügung). Und an anderen Tagen dürfen die Jungs am Nachmittag zur Oma, was für mich die schönsten Tage sind. Obwohl die Kleine alleine mittlerweile anstrengender ist, als wenn alle drei zusammen sind. Sie ist es nicht gewohnt alleine zu sein.

Am Abend gibt es gegen 18 Uhr Abendessen, wenn der Mann Feierabend hat und danach spielen die Kinder noch ein bisschen mit dem Papa, oder sind mit ihm noch im Garten, wenn das Wetter schön ist, während ich Zeit für mich alleine genieße. Denn sobald mein Mann da ist, bin ich unwichtig bei den Kindern. Da bin ich unglaublich traurig darüber…! Ironie, versteht sich von selbst.
Gegen 19 Uhr (manchmal auch später) werden die Kinder dann nach und nach bett-fertig gemacht, was sich wegen mangelnder Konsequenz unsererseits häufig ordentlich in die Länge zieht. Aber für was sich da unnötig stressen lassen? Unsere Jüngste geht daraufhin irgendwann folgend als Erste zu Bett, meistens gegen 20 Uhr. Die Jungs folgen in etwa eine halbe Stunde später. Bis die Jungs jedoch anschließend wirklich schlafen, vergeht zum Teil noch einige Zeit. Je nachdem, ob der Mittlere unter tags geschlafen hat. Wenn, dann kann es sein, dass erst gegen 22 Uhr plus die Nachtruhe eintritt.

Mein Mann und ich erledigen im Anschuss daran noch das, was im Haushalt liegen geblieben ist, oder setzen und vor den TV, bis wir dann meistens gegen 22 Uhr (ich meistens später) hundemüde ins Bett fallen.

Sehr unspektakulär. Alltag eben. Und ziemlich durchgetaktet, wenn man es sich so durchliest.

Meine drei Kinder an ihrem Mal- und Basteltisch in trauer Dreisamkeit. Dahinter (Kameraposition) ist mein Schreibtisch an dem ich blogge.

Abwechslung gibt es, wenn ein Kind krank wird (was natürlich nicht so schön ist…), Termine anstehen, Freunde zu Besuch kommen, oder Geburtstage anstehen.
Ich für meinen Teil bin sehr terminscheu und ich nehme nur die Termine wahr, die ich unbedingt wahrnehmen muss, so wie z.B. einen (Kinder-)Arzttermin. Treffen mit Freunden oder Ausflüge mache ich am Liebsten spontan aus.
So wie früher eben, als man bei der Nachbarin geklingelt hat und gefragt hat, ob sie Lust hat zum spielen hat. Aber mir scheint, als ob das heute nicht mehr normal sei. Schade! Etwa einmal in der Woche dürfen die Jungs am Nachmittag noch für ein paar Stunden zur Oma, die in der Nachbarschaft wohnt. Was jedoch auch mal ausfallen kann, da es oft irgendwie untergeht in dem Trubel der Woche. Auch wenn es sich so durchgetaktet und einfach anhört, im Grunde ist immer irgendwas los.

Vor ein paar Jahren las ich einen Blogbeitrag von einer anderen Mama mit dem Titel: „Einer schreit doch immer.“ und ja, es stimmt, Ruhe und Harmonie kann man als Mutter abschminken. Zudem kommen noch die Toilettenzeiten: „Mama, abputzen kommen!“, oder die Kleine hat eine volle Windel, oder ein Kind hat Hunger… Stressig wird es dann, wenn alle auf einmal etwas zu Essen oder zu Trinken wollen, oder sie sich mal wieder gestritten haben und Trost wollen- wenn einer schreit, wollen gleich am Liebsten alle Zuwendung und eine Umarmung. Wäre doch gemein, wenn nur einer von Mama in den Arm genommen wird! Mit einem lachenden und einem mit-den-Augen-rollenden Zwinkern geschrieben.

Ich will mich nicht über mein Leben beschweren. Nein, ganz im Gegenteil! Ich liebe mein Leben!

Die Freiheit und die Selbstbestimmung, die mir meine Tätigkeit als Vollzeitmutter und Hausfrau bietet, kann mir kein Arbeitgeber bieten!
Ich muss vor niemandem Rechenschaft ablegen, es ist mein Business. Ich gestalte unseren Tagesablauf selbstständig. Meine Kinder und mein Haushalt sind mein Job und ich habe dafür zu sorgen, dass es allen gut geht, dass alle versorgt sind und dass alles ordentlich und sauber ist. Gut, ich gebe zu, letzteres ist in der letzten Zeit etwas vernachlässigt worden… Trotzdem bin ich mein eigener Chef. Klar, zwar ohne Bezahlung, allerdings bin ich froh, mich nicht um die Finanzen kümmern zu müssen. Den Part übernimmt mein Mann und das mit Freude und aus Überzeugung, dass dies seine Verantwortung ist.

Am Wochenende, wenn mein Mann zu Hause ist, freue ich mich dann über meine „Ich-Zeit“, da die Kinder dann vorzugsweise ohnehin nur an ihrem Papa hängen. Was ihn ab und an nervt, freut mich natürlich. Nicht falsch verstehen, mein Mann liebt seine Kinder über alles! Da wir beide Personen sind, die gerne zu Hause sind, bin ich sowieso immer da und kann mich natürlich auch mit um die Kinder kümmern. Unter der Woche ist mein Mann fast den ganzen Tag weg, was den Kindern gar nicht so taugt und daher freuen sie sich an den Wochenenden, wenn sie ihren Papa den ganzen Tag zur Verfügung haben.

Unsere Kinder sind derzeit alle noch unter sechs Jahren. Unser Leben wird sich in den nächsten Jahren sicherlich verändern, allein schon aus dem Grund, weil die Kinder dann irgendwann alle am Vormittag in Kindergarten oder Schule sind. Das ganze Leben unterliegt einem ständigen Wandel und was gestern war, ist heute schon wieder anders. Es bleibt spannend!

Erzählt doch mal, wie ist es bei euch? 🙂

Die letzten Jahre haben mich verändert

Viel hat sich für mich geändert, seitdem ich Mutter geworden bin. Ich habe das Gefühl, seit nun knapp sechs Jahren ein anderer Mensch zu sein. Ich will jetzt nichts Negatives darüber erzählen, denn ich liebe mein Leben! Und ich vermisse rein gar nichts von „früher“. Die Zeit vor den Kindern kommt mir vor, wie ein anderes Leben, deren Erinnerungen immer mehr verschwimmen. Es war wie ein Cut in meinem Leben gewesen. Quasi ein Neubeginn, der mir gezeigt hat, was wirklich wichtig ist im Leben: die Familie.

Meine Tochter

Der Mensch ist ein Rudeltier. Menschen benötigen andere Menschen, welche das Mensch-sein lebenswert machen. Davor dachte ich jahrelang, ich komme besser alleine zurecht, brauche keine anderen Menschen und alleine wäre ich sowieso besser dran.
Gut, mir blieb auch gar nichts anderes übrig, weil es nicht viele Menschen in meinem Leben gab, auf die ich mich wirklich verlassen konnte und die immer für mich da waren. Ich suchte mir immer passend für meine Lebensphasen Menschen, die mich begleiten konnten, aber es war nie von Dauer. Und wenn ich es beanspruchte hatte ich ein schlechtes Gewissen und fühlte mich schuldig. Denn, wer bin ich, dass ich es wert bin, dass sich jemand um mich sorgt? Andere Menschen haben auch Probleme, viele sogar mehr als ich! Ich muss selber schauen, wie ich zurechtkomme! Aber das hatte ich nicht. Solange in Gesellschaft, oder bei der Arbeit, war alles ok, sobald jedoch alleine in meiner Wohnung, fühlte ich die Einsamkeit und mich absolut ungeliebt und wertlos. Wer bin ich? Eine Frage, die mich schon mein ganzes Leben begleitet.

Klar, ich hatte damals zwar auch schon meinen Glauben an Gott, aber der war trotz regelmäßigen Besuches einer Freikirche irgendwie nicht so präsent. Ich war zwar zeitweise sehr involviert und arbeitete mit, aber ich fühlte mich innerlich nicht am richtigen Ort, weswegen ich dann auch relativ schnell wieder alle Ämter niederlegte. Zwar hatte ich ein schlechtes Gewissen, zeitgleich platzte ich jedoch vor Stolz, da mich der Pastor doch extra für den Aufbau der neuen Kirche ausgesucht hatte, aber ich fühlte mich dazu nicht in der Lage. Was sah er dazumal in mir? Fragte ich mich häufiger. Scheinbar hatte er nicht den Hauch einer Ahnung, wer ich wirklich bin. Oder sah er in mir mehr als ich? Fragen über Fragen, die in mir rumorten.

Seitdem ich nun eine Familie habe, fühle ich mich in angekommen. Es ist das, was mich ausfüllt! Muttersein ist der Wert meines Lebens geworden. Klingt vielleicht für so manchen merkwürdig, hätte es ehemals für mich auch, da ich im Grunde nie Kinder wollte, aus Angst zu versagen, aber es war wirklich das, was mir im Leben gefehlt hatte! Wer mich von früher kennt und mich seitdem nicht mehr gesehen hat, für den wird das vermutlich schwer vorstellbar sein: Die Anni als Mama? Und in lautes Lachen ausbrechen. Doch, es ist tatsächlich das, was mir in meinem Leben gefehlt hat. Es hat dafür gesorgt, dass ich erkennen darf, was wirklich in mir steckt und dass Fürsorge, Liebe und Annahme selbstlos sein können. Liebe muss man sich nicht verdienen! Auch und gerade nicht bei Gott.

Ich habe die Mutter in mir geweckt. Das Wesen der Mütterlichkeit, welches, so bin ich der Meinung, in jeder Frau steckt, aber durch Verletzungen, falsche Ideologien und vielem mehr, aus vielen Frauen ausgetrieben wurde und als nicht wichtig erachtet wird.

Mutter zu sein ist das Erfüllenste und zeitgleich Stressigste, was ich bisher in meinem Leben erleben durfte!

Wochenende mit der Familie

Ich liebe das Wochenende! Das ist für mich die schönste Zeit der ganzen Woche. Mein Mann ist zu Hause und ich bin nicht den ganzen Tag alleine für alles verantwortlich. Unter der Woche muss man einfach durchbeißen. Egal was ist und wie es mir geht: Haltung bewahren! Die Firma muss weiterlaufen! Am Wochenende lehne ich mich entspannt zurück, weil ich weiß, ich muss die ganze Verantwortung nicht alleine tragen.

Und so erledigen wir gemeinsam alles was so anfällt. Wocheneinkauf, Haushalt, Kinderbetreuung, Termine, Familienangelegenheiten. Das ist so schön, dass ich das am Liebsten die ganze Zeit so hätte.

Ausflüge und Spaziergänge mit allen zusammen, sind natürlich mein absolutes Highlight. Irgendwie merkt man dann ganz besonders, dass man zusammen gehört. Man ist als Einheit unterwegs. Man ist durch nichts abgelenkt. Man hat Zeit zu reden, zu spielen und sich seines Leben zu erfreuen. Gut, es war auch schon mal anders, als die Kinder ganz klein waren und diese dann auf einmal anfingen zu schreien. Aber über diese Zeiten sind wir, denke ich jedenfalls, hinaus. Jedenfalls bei kleinen Ausflügen.

Es ist Freitag! Yeah! Das Wochenende steht vor der Tür! 💃

Wünsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes und entspanntes Wochenende, im Kreise der Familie!

Liebe Grüße,

eure Anni Side

Über den guten Ehemann

Ich habe den weltbesten Ehemann. Wirklich! Haha. Für mich, versteht sich von selbst. Er ist mein Deckel oder ich sein Deckel, je nachdem wie herum man es betrachtet. Wir haben uns gesucht und gefunden. Obwohl, gesucht haben wir uns eigentlich nicht, aber gefunden trotzdem.

Nachdem wir schon beide aufgegeben hatten, bezüglich Partnersuche, schlug es mit Mitte 20 bei uns beiden ein. Wir lernten uns über gemeinsame Freunde kennen und lieben. Zu Anfangs war es etwas holprig, aber wir konnten durch gute Kommunikation das ein oder andere Missverständnis schnell aus der Welt schaffen.

Nun sind wir schon seit fast sieben Jahren verheiratet und haben drei gemeinsame Kinder zwischen eins und fünf Jahren und jeder Tag ist ein Abenteuer. Seitdem wir verheiratet sind, passiert jedes Jahr irgendetwas Neues. Über Langeweile können wir uns nicht beklagen, eher darüber, dass wir keine haben.

Warum ist er nun ein guter Ehemann? Er ist einfach für mich und unsere gemeinsamen Kinder da! Ganz einfach. Ohne zu motzen, ohne zu murren, ohne zu knurren. Er ist da, wenn man ihn braucht, ohne lange bitten und betteln zu müssen. Er hilft wo er kann, sieht die Arbeit in und ums Haus und handelt, ohne lange darüber zu reden und zu überlegen. Das ist Gold wert! Bei uns ist es ab und an eher umgekehrt, dass er mir sagt, wo man noch putzen und aufräumen müsste. Nein, das ist nicht böse von ihm gemeint, aber es soll aufzeigen, dass er eine sehr ordnungsliebende Persönlichkeit ist und nicht nur redet, sondern auch handelt. Ich dagegen bin eher die Chaosqueen, wenigstens wenn man sein Level als Vorbild nimmt. Gut, das ist nun alles auch etwas übertrieben, aber es dient der Veranschaulichung.

Für unsere Kinder ist er ein Vorbild als Vater und Mann, worüber ich sehr froh und glücklich bin. Wo doch positive Vorbilder bezüglich Männern in unserer heutigen Welt äußerst rar gesäht sind. Unsere Kinder lieben ihren Vater über alles und sind traurig, wenn er nicht da ist. Ich liebe ihn über alles und ich könnte mir keinen besseren Mann für mich vorstellen!

Streitende Kinder, meine persönliche Zerreißprobe

Ich liebe meine Kinder über alles. Ich würde alles für sie tun und ich trauere um jede Minute, in der ich nicht bei ihnen sein kann.

Ok, ganz so schlimm ist es nicht. Natürlich bin ich auch über die oder andere Sekunde, Minute, oder Stunde froh, in denen ich kein Kind sehe oder höre… 😉

Wie ihr wisst, bin ich eine sogenannte Selbstbetreuerin. Was früher ganz normal war, dass die Kinder bis zum Kindergarteneintrittsalter zu Hause bei Mama bleiben, scheint heute abnormal zu sein, daher muss man dem Ganzen einen Namen geben. Egal.

Sprich, zwei von meinen Kindern habe ich meistens 24h am Tag um mich herum. Das ist schön, aber auch anstrengend. Nun gut, darauf wollte ich auch nicht hinaus.

Meine Jungs

Zwei sehr persönlichkeitsstarke Individuen. Starker Wille oder auch Unwille inklusive. Starrköpfig, stur. Woher die das wohl haben? 😅

Beide konkurrieren ständig um alles. Es ist ein schier endloser Machtkampf um Privilegien. So wie sie scheinbar meinen. Jeder möchte immer der Erste und der Beste sein.

Wir versuchen immer alles gerecht zu verteilen, damit sich eben keiner benachteiligt fühlt. Ist für die Katz. Funktioniert nicht. Einer ist immer beleidigt oder wütend.

Bei dem Mittleren ist es ganz besonders ausgeprägt. Unser Sandwichkind. Wenn dem was nicht in den Kram passt fliegen die Fetzen, oder die Gegenstände durchs Haus. Tische, Stühle, Gläser, Tassen, Legos,… usw. Ihr denkt, ein Dreijähriger hat doch nicht so viel Kraft? Oho! Dass ihr euch mal da nicht irrt.

Der kleine Mann hat mehr Kraft und Sturheit als 10 Esel zusammen… Ein drahtiger kleines Bürschchen, welches ganz genau weiß wie tun, um was zu bekommen. Ich lache immer innerlich, wenn wir auswärts sind und alle sagen, was das doch für ein lieber und süßer Junge sei! 😂 Ja, ist er auch, aber halt nicht immer… 😉

Zum Glück ist es nicht mein erstes Kind, sonst würde ich mich wahrscheinlich deswegen fertig machen.

So ist es einfach jeden Tag eine neue Herausforderung und wenn er dann liebevoll Mama ruft und sich an mich kuschelt ist alles vergeben und vergessen. Er ist erst drei! Bitte! Chill mal Mama! 🙄

Und so vergehen die Tage und ehe man sich versieht ist eine Woche vorbei, ein Monat, ein Jahr.

Alles geht irgendwann vorbei. Die Probleme einfach aussitzen und sich an den schönen Dingen des Lebens erfreuen. Meine Selbstindoktrination. 👀

Lasst die Kinder Kinder sein!