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Schwarz weiß

Wer meinen Hauptblog kennt, könnte meinen, ich sehe das Leben (mein Leben) recht schwarz weiß, was im Bezug auf Glaubensthemen auch durchaus stimmt, aber das Leben läuft nun mal nicht immer nach Schema F ab und besonders nicht mit Kindern. Daher dieser Blog, der sich bewusst nur Themen rund um mich persönlich und Familie widmet und ich hoffe, ich darf ein bisschen Witz und Charme mit hineinbringen, auch wenn ich mich für nicht besonders witzig halte.

Ich liebe witzige Menschen! Menschen, die ihr Leben nicht so streng sehen, die trotz vielen negativen Erlebnissen immer noch lachen können und sich nicht hinter ihrem Schmerz verstecken und vergrämt die Gegenwart und auch ihre eigene Zukunft sehen. Muss gelernt sein, verständlicherweise, und es steckt auch immer irgendwas dahinter, warum dieser Mensch sich so gibt, aber diese Menschen strahlen für mich Stärke aus. Keine Ahnung warum, aber es ist so. Es ist vielleicht die Leichtigkeit, die mir in meinen Gedanken fehlt. Nach außen hin wirke ich wohl ganz anders, habe ich mir sagen lassen. Ich bin immer ganz verwundert, wie andere Menschen mich einschätzen und beschreiben. Aber trotzdem schön, dass meine Gedankenkarusselle sich nicht negativ nach außen hin auswirken. Habt ihr euch schon mal mit dem Thema Hochsensibilität beschäftigt? Nein? Ok, dann wisst ihr auch nicht, was ich gerade meinte. Beschäftigt euch damit! Sehr interessantes Thema! 🙂 Ich schrieb in meinem Hauptblog auch schon einiges darüber. Vielleicht kopiere ich ein paar Beiträge hier rüber, mal sehen.

Das Leben ist so groß und weit und unüberschaubar, dass man nicht weiß, was noch kommt. Man kann planen so viel man möchte, ob es tatsächlich so eintreffen wird, weiß niemand. Man kann Schätzungen abgeben, aufgrund von irgendwelchen Parametern, aber wer sagt, dass diese richtig sind? Niemand. Es ist eine Scheinsicherheit, wenn man sich aufgrund von Schätzungen seine Zukunft oder besser, die Sicherheit seines Lebens, aufbaut. Wie diese Aussage jeder einzelne für sich interpretiert, sei ihm überlassen.

Und so bleibt nur das heute hier und jetzt, welches wir aktiv gestalten können und sogar müssen! Besonders mit Kindern läuft das Leben nicht in geraden Bahnen- das kann jede Mutter bestätigen. Es ist ständig irgendetwas anderes. Sehr schöne, lustige und positive Augenblicke, die einen zutiefst freuen und erfreuen und auf die man aufbaut, aber auch traurige und schlimme Momente, an denen man fast verzweifelt. Besonders seitdem ich Mutter geworden bin, sind meine Gedanken und Gefühle noch viel mehr in einer Achterbahn (mein Leben lief im Grunde noch nie in geraden Bahnen). Ich sage oft zu meinem Mann, dass ich mir wünschte, wir hätten man ruhigere Tage, er meint dann nur ganz trocken: „Ruhig wird’s erst, wenn wir gestorben sind.“ Recht hat er.

Die Vergangenheit ruhen lassen und nach vorne blicken

Falls ihr mehrere Kinder habt, könnt ihr euch noch an die erste Zeit mit eurem ersten Kind erinnern? Ich ehrlich gesagt nicht vollständig. Ich kenne die Fotos und kann mich an die meisten Szenen erinnern, wenn selbst geschossen, aber so der Alltag, was alles los war, das ist mir entfleucht.

Die richtig schlimmen Dinge, die einem viel abverlangt haben, sind noch im Gedächtnis, man kann sich an die Gedanken- und Gefühlswelt erinnern, wenn auch nicht mehr vollständig, die da gewesen wären, die Geburt meines ersten Sohnes, die mir körperlich alles abverlangt hat. Oder auch meine Wochenbettdepressionen, die ich ohne mir Hilfe zu holen durch stand. Böser Fehler! Ich war oft nahe daran meinem Kind saures zu geben. Viele Dinge, vor allem die vielen negativen Gedanken meinem Kind gegenüber, verzieh ich mir lange nicht. Alles aus einem falschen Stolz heraus, alles selbst schaffen zu müssen. Wer hat gelitten? Die Beziehung zu meinem Sohn, jedenfalls im ersten Jahr. Er hat viel geschrien und ich war am Ende. Mein Mann wusste nicht wie damit umgehen, hat aber geholfen wie und wo er konnte. Nach der Arbeit, nach einem neun Stunden Arbeitstag. Genau, daran kann ich mich noch erinnern. Das waren viele dunkle Stunden, die ich in dem Ausmaß so noch nie in meinem Leben erlebte.

Später, als ich mich wieder einigermaßen erholt hatte, sind wir viel unterwegs gewesen, beim Mutter-Kind-Turnen, Müttertreffs, Spielplatztreffs und so weiter und so fort. Das war dann eine schöne Zeit, mit wenig Negativem.

Tag 3 und er konnte endlich wieder lachen und im Waschbecken vom Krankenhauszimmer baden.

Außer, ja außer dem Krankenhausaufenthalt von meinem Großen wegen Fieberkrämpfen. Das war schlimm! Ich meinte, mein Kind stirbt. Ich war am Boden zerstört. Ich habe nur noch zu Gott geschrien, er soll meinem Kind helfen und alle christlichen Freundinnen per Whatsapp angefleht, sie sollen bitte für ihn beten, dass Gott ihn von den Krämpfen befreit, die den kleinen zweijährigen Kinderkörper immer wieder beutelten, trotz ständiger Medikamentengabe durch den Notarzt und später im Krankenhaus. Nach dreitägigem Krankenhausaufenthalt war es zum Glück erledigt, aber die Angst die ich um mein Kind hatte, sitzt mir heute noch im Nacken und wenn ich ihn ansehe danke ich Gott voller Inbrunst, dass er noch lebt. Ich war dazumal hochschwanger mit meinem Zweiten und daher wohl auch psychisch nicht so sehr belastbar. In dem Augenblick ist mir bewusst geworden, wie schnell ein Leben zu Ende sein kann und dass der Mensch im Grunde nichts in der Hand hat. Darauf folgend ging ich wieder bewusster und liebevoller mit mir und meinem Sohn um.

Kinder sind ein Geschenk Gottes! Aber genauso einfach und schnell (jedenfalls bei uns) wie es gekommen ist, kann das Geschenk auch wieder weg sein.

Schließen wir mit den negativen Gedanken. Und so reiht sich Gedanke an Gedanke, was gewesen war, aber es wird einem bewusst, dass dies nur ein paar intensive Momente waren, von wenigen Stunden oder Tagen und man sich immer nur an die schlimmen Dinge richtig erinnert.

Im Umkehrschluss kann man sagen: wenn einem nichts zu seiner Vergangenheit einfällt, hatte man wahrscheinlich eine schöne Vergangenheit. Oder es verdrängt, aus welchen Gründen auch immer, aber das wäre ein anderes, psychologisches, Thema.

Nun fünf Jahre und zwei weitere Kinder später, bleiben nur diese Erinnerungen und viele weitere und manchmal frage ich mich, ob manches wirklich so war, da so unwirklich. Die Vergangenheit scheint so weit weg zu sein. Während ich diesen Beitrag schrieb und ich, besonders bei der zweiten Passage wieder innerlich anfing zu zittern, ist mir bewusst geworden, dass man nicht zu oft in die Vergangenheit sehen darf. Die Zukunft und die aktuelle Gegenwart ist das was zählt! Die Vergangenheit ist abgeschlossen und nicht mehr zu ändern. Die Zukunft kann ich aktiv mitgestalten, mit meinem Verhalten, meinen Aussagen, meinen Gefühlen den Kindern gegenüber und ganz besonders, wie ich mit meinen Kindern umgehe und was ich ihnen auf ihren Lebensweg mitgebe.

Mein Zuhause

Ich liebe mein Zuhause. Hier sind alle die ich liebe und ist alles was ich liebe. Meinen Mann, meine Kinder, meine Wertgegenstände, unsere Wohnstätte. Für mich strahlt mein Zuhause Wärme und Geborgenheit aus. Hier kann ich sein wie ich bin. Hier darf ich sein wie ich bin. Hier verurteilt mich niemand, muss mich niemand beweisen. Hier darf ich mich ausleben, darf mich weiterentwickelt, darf meine Stärken aber auch Schwächen zeigen. Meine Gaben und Talente zum Besten geben und mich nach meinen Möglichkeiten ausprobieren.

Seitdem mein Mann und ich 2012 zusammengezogen sind, sind wir noch nie umgezogen. Dort wo wir wohnen ist unser erstes gemeinsames Heim. Hier haben wir geheiratet und hier sind alle Kinder auf die Welt gekommen, für uns ist es Heimat. Es ist derzeit unvorstellbar für mich, hier eines Tages alles zu verlassen zu müssen, vor allem auch, weil wir viel Zeit und Energie dafür aufgeboten haben, dass es optisch und praktikabel zu dem wird, wie wir es uns vorstellen. Leider ist es nicht unser Eigentum, obwohl wir es so behandeln und auch so behandeln dürfen.

Und doch zieht es uns weg. Früher oder später. Weil dies hier nicht unser Traum für alle Zeiten ist. Aber allein der Gedanke, hier eines Tages alles zurücklassen zu müssen, ist sehr merkwürdig für mich und stimmt mich traurig. Es ist der Ort, an dem unsere Familie entstand.

Ich bin in meinem Leben schon öfter umgezogen. Als Kind allein dreimal, davon kann ich mich jedoch nur an zweimal erinnern und später als junge Erwachsene auch öfter. Das lag allerdings vor allem daran, dass ich nicht wusste wohin mit mir. Mein Elternhaus zerbrach und ich hielt es dort nicht mehr aus, trotzdem versuchte ich es immer mal wieder, bis es schlussendlich beendet war und mein Elternhaus aufgelöst wurde. Alle wurden in alle Winde zerstreut. Vielleicht deswegen so mein verstärkter Fokus auf unser Zuhause hier? Ich benötige diesen Schutzraum.

Wenn wir irgendwann umziehen sollten, und das ist der Plan, dann muss es räumlich dieselben Gegebenheiten haben. Warum möchte wir hier überhaupt weg, wenn alles so toll ist? Deswegen:

Manchmal fragen wir uns schon, ob es überhaupt noch dazu kommt. Aber! Wir sind beide der Ansicht, dass Gott nicht umsonst diese Vision, seit Kindheit an, in meinem Mann angelegt hat. Für den rein menschlichen Verstand unmöglich, aber für Gott ein Klacks. Wir möchten ihm vertrauen, dass er uns zur rechten Zeit den richtigen Weg zeigt und uns dann auch die Möglichkeiten schenkt, wie wir das alles stemmen können, vor allem auch finanziell.

Von Ärzten, Optikern und Krankenkassen

Ich bin Brillenträgerin und das schon relativ lange. Lange Zeit wollte ich es nicht wahrhaben, dass ich schlecht sehe und drückte mich vor einem Sehtest, als es dann soweit war und ich dann meine erste Brille auf der Nase hatte und bemerkte, was von einen Unterschied das macht, hätte ich mir in den Hintern beißen können, dass ich mich nicht schon früher um eine Sehhilfe bemüht hatte.

Bei mir in der Ausgangsfamilie ist Hornhautverkrümmung erblich bedingt und somit hat es auch mich erwischt. Diese Veränderung des Auges sorgt dafür, dass ich schlecht sehe. Ich bin kurzsichtig, das heißt in die Ferne sehe ich verschwommen, hingegen in der Nähe relativ deutlich. Normal halt.

Nun war ich vergangenen Sommer beim Optiker, nachdem sich meine Sehleistung wieder einmal ziemlich verschlechterte und bat um eine neue Brille und es wurde mir erst einmal abgeraten, da ich noch stillte, dies würde bei vielen auch die Sehleistung negativ beeinflussen. Ich ging erst einmal enttäuscht nach Hause, weil es für mich nicht schön war, ständig verschwommen sehen zu müssen. Besonders das Autofahren war so für mich eine Tortur. Ich entschied mich dann ein paar Wochen später, allem Ratschlag zum Trotz, mir trotzdem eine neue Brille anfertigen lassen und weil es grad so eine tolle Aktion gab, wurden aus einer Brille, zwei. Ach ja! Ich verlor dann sogar, bei einem Familiebwanderausflug, meine Brille. Genau, so war’s. Ich musste mir eine neue Brille machen lassen! So weit so gut.

Als die Brillen ein paar Wochen später fertig waren und sie mir angepasst wurden, fühlte ich mich merkwürdig, da die Sehstärke sehr ungewohnt war. Es fühlte sich an, als würde ich durch eine alte Fensterscheibe sehen, die nicht mehr ganz durchsichtig war. Mir wurde gesagt, das sei normal, das Auge müsse sich an die neuen Gläser gewöhnen und das dauert manchmal ein bisschen.

Ein paar Wochen später war es immer noch nicht viel besser, jedenfalls auf einem Auge, aber ich sagte mir, ich muss froh sein, dass ich überhaupt einigermaßen ordentlich sehe, da ich schlichtweg keine Zeit hatte in die Stadt zu gehen. Ich hatte drei kleine Kinder zu Hause!

Nun bin ich erst vor kurzem, über ein halbes Jahr später, wieder zum Optiker gegangen, habe meine Geschichte erzählt und meine Sehleistung wurde erneut gemessen. Akute Verschlechterung am rechten Auge! Ha! Hab ich es doch gewusst, dass da was nicht stimmt! Darauf, dass es laut mir nie ganz gestimmt hat, ist die Optikerin nicht eingegangen. Gut, da war ich auch selber schuld, dass ich so lange gewartet hatte. Die Optikerin war eine etwas übervorsichtige, wollte sich wahrscheinlich absichern und schickte mich zum Augenarzt. Na danke, bekomme hier mal zeitnah einen Termin!

Bei den Kassenärzten bekommt man als Neupatient gar keine Termine mehr, außer es wäre ein Notfall und bei den Privatärzten muss man alles selber zahlen. Letztere Möglichkeit musste ich jedoch dann in Betracht ziehen, da mich kein Kassenarzt nahm. Ich kam nicht mal bis zur Assistentin, da das Telefon erst gar nicht abgenommen wurde, beziehungsweise ständig besetzt war. Und so hatte ich gestern einen Termin bei einer privaten Augenärztin und sie bestätigte mehr oder weniger das Ergebnis der Optikerin, wenn auch mit kleiner Abweichung. Bin gespannt was die ganzen Untersuchungen kosten! Denn, natürlich habe ich meine Augen nun mal komplett durchchecken lassen. Wäre ja doof gewesen, wenn ich nur wegen einem Sehtest zum Augenarzt gegangen wäre. Vor allem bin ich gespannt darauf, wie viel ich von den Arztkosten dann von der Krankenkasse wieder zurückerstattet bekomme. Man kann die Rechnung selbstverständlich bei der Krankenkasse einreichen, bekommt jedoch nur den Kassensatz rückerstattet, welcher logischerweise recht niedrig angesetzt ist.

Nun bekam ich von der Augenärztin ein Rezept über eine Brille mit, auf der irgendwas von Heilbehelfen stand. Ich recherchierte auf der Webseite von meiner Krankenkasse, ob Brillen von der Krankenkasse übernommen werden, da ich das von Deutschland her gar nicht mehr kannte. Und tatsächlich, da stand: Brillen werden, zumindest teilweise, übernommen. Yeah! Aber da der Text für mich nicht voll verständlich war, in welchem Umfang, rief ich noch auf der Kasse an. Der Mitarbeiter erklärte mir, dass bei meiner Sehstärke der Zuschuss sehr gering ausfallen würde. Er würde schätzen um die € 40,–, wenn es genehmigt wird. So… Nur € 40,–??? Nicht viel.

Nun werde ich später mal in die Stadt fahren, zu meinem Optiker und herausfinden, wie viel nur jeweils das rechte Glas austauschen kostet, für zwei Brillen. Bin gespannt! In Folge müsste ich auch noch die Gläser von meiner optischen Sonnenbrille erneuern lassen, wo ich bei der letzten Neuerung Gott sei Dank so Weise war und diese nicht mit austauschen lassen habe.

Nachtrag:

Ich war bei dem Optiker meines Vertrauens. Die neuen Gläser werden mir auf Garantie ersetzt, obwohl ich zwei Monate über dem Garantiezeitraum bin. Yeah! Danke Jesus! ❤ Ich muss lediglich die Gläser für meine optische Sonnenbrille bezahlen, aber die waren ohnehin schon lange überfällig. Aber das macht nun lediglich knapp € 35,– aus.

Ich bin gerade so happy, ihr könnt es auch gar nicht vorstellen!

Nun bin ich nur noch auf die Rechnung von der Augenärztin gespannt, aber ich denke, das wird noch ein paar Tage dauern.

Wie ist es richtig mit den Kindern?

Ich bin gerade ein bisschen am hin- und herüberlegen bezüglich unserer Kindererziehung. Mir ist es neben dem Glauben an Gott, am Wichtigsten, meine Kinder zu starken Persönlichkeiten heranzuziehen, die Wissen was sie im Leben wollen, sich von niemand herumschubsen lassen und trotzdem jeden Menschen achten und gut behandeln. 

Das sind absolut tolle Ansätze und ich bzw. wir hoffen, dass wir dies wenigstens ein Stück weit hinbekommen, weil da wären natürlich noch unsere Einflüsse als Eltern. Wir sind selbst jemand. Jemand der erzogen worden ist, jemand der verletzt worden ist, jemand der seine Eigenheiten hat. Dies alles geben wir bewusst oder unterbewusst an unsere Kinder weiter.

Wir prägen durch unser Verhalten, unsere Sprache, unsere Freunde, die Umgebung in der wir Leben, unsere Kinder signifikant mit. Auch wenn wir es vielleicht gar nicht wollen und gewisse Eigenheiten versuchen, vor unseren Kindern zu verstecken.

Denke, den größten Fehler den man als Eltern machen kann ist der, dass man annimmt, die eigenen Kinder seien naiv, blöd und dumm und würde alles glauben was du ihnen als Erziehungsberechtigte/r erzählst. Man kann sich noch so gut verstecken, Fehler leugnen oder verbergen. Kinder finden ALLES heraus.

Besonders schwierig finde ich den Umgang von Eltern mit Süchten, die sie nicht auf ihre Kinder übertragen wollen. Ich meine, ich war selbst lange Jahre Raucherin, obwohl ich es mir einst geschworen hatte, nie damit zu beginnen. Mein Vater raucht, meine Brüder rauchen, meine Mutter hat geraucht, jedoch schon seit mindestens 30 Jahren nun nicht mehr. Zudem kommt in meiner Familie Alkoholismus vor, ebenso wie in der Familie meines Mannes. Das sind alles Süchte, die sind in der weiteren Familie vorhanden und man kann nicht abstreiten, dass die meisten Kinder, deren Eltern oder Großeltern Süchte haben, selbst zu diesem Suchtmittel greifen. Ich nenne das vom meinem Glaubenshintergrund her: Erbsünde. Und dies waren erst die legalen Drogen…

Ich hoffe und bete, dass ich nie mehr der aktiven Nikotinsucht verfalle, da ich meinen Kinder ein gutes Vorbild sein möchte. Aber ich weiß, ich bin süchtig und wenn ich nur mit einer Zigarette wieder anfange, beginnt der Teufelskreislauf von vorne.

Daher finde ich es sehr befremdlich, wenn Eltern ihren Kindern „verbieten“ Suchtmittel oder bestimmte Lebensmittel zu konsumieren, Schimpfwörter zu gebrauchen oder zu missbrauchen, andere zu schlagen mit Worten oder Taten, sich ungebührlich zu verhalten… Wenn sie selbst dies alles tun oder auch ihren Kindern antun, auch wenn sie vielleicht meinen, dies nicht vor den Kindern zu tun, ihnen also verheimlichen zu können/ wollen…. Fataler Fehler!

Man erinnere sich nur mal an die eigene Kindheit zurück: Konnten die Eltern was von mir verheimlichen oder verstecken? Bei mir war das nicht so. Irgendwann, je nach kognitiver Reife des Kindes, findet man alles heraus. Ob man dies nun will oder nicht…

Eure Kinder werden ganz sicher nicht besser als ihr selbst! Meine Kinder werden ganz sicher nicht besser als ich!

Ja, werdet ihr sagen: Logisch kann mein Kind besser werden als ich!

Stimmt, ja. Aber dann muss es sich irgendwann gegen euch entscheiden und für ein anderes Leben. Das wäre, zumindest für mich, wie ein Stich ins Herz.