Alle Beiträge von Anni Side

Über Anni Side

Ich bin eine bald fast Mittdreißigerin, die gerne schreibt. Über ihr Leben, über das Leben der anderen und über ihren Glauben. Das Leben ist schön!

Wie läuft das eigentlich mit der Erziehung?

Dies ist kein Erziehungsratgeber- Beitrag!

Viel, sehr viel wird derzeit über Kindererziehung philosophiert. Das Thema ist wohl so alt, so lange es Kinder gibt.

Jede Kultur, jede Zeitepoche hatte ihre eigenen Ansprüche an die Erziehung ihrer Kinder. Es hatten nur alle den Anspruch gemeinsam: Die Kinder müssen als Erwachsene ins System passen. Sie müssen konform mit den Werten und Zielen der Gesellschaft sein, damit alles reibungslos funktioniert. Klingt logisch, oder?

So wie ich es in den letzten Jahren beobachten konnte, befindet sich meine Generation gerade (mal wieder) in einer Umbruchphase. Als ich klein war, war die antiautoritäre Erziehung in. Kinder durften machen was sie wollten und Autoritäten wurden als negativ hingestellt. Heute weiß man, dass dies nicht ganz der richtige Ansatz war. Kinder sollten sich frei entfalten können, jedoch benötigen sie trotzdem Führung und Leitung im Leben. Trotz allem war diese Erziehungsmethode wohl ein Vorreiter für die heutige Kindererziehung.

Obwohl… Das sehen auch nicht alle so. Trotz allem es viele gute Ratschläge und Tipps zur modernen Kindererziehung gibt, sind viele Eltern nach wie vor verunsichert, ob sie alles richtig machen.

Es kursieren immer noch viele “alte Methoden”, die nicht mehr kompatibel zur heutigen Gesetzgebung sind, aber nach wie vor oft von der älteren Generation propagiert wird. Als junge Eltern kann man dadurch sehr wohl verunsichert sein! Was machen? Auf die Eltern, die Großeltern oder sonstige Autoritätspersonen hören, die es eigentlich per se gut mit einem meinen und näher am Geschehen sind, oder dem Gesetz folgen, welches halt irgendwo geschrieben steht? Wo kein Kläger da kein Richter!  

Denke, die meisten Eltern sind aufgeklärt. Wissen, was richtig und falsch ist. Trotzdem gibt es keinen konkreten, offiziellen Leitfaden, es wäre mir mal keiner bekannt, der die komplexe Kindererziehung regelt. Es gibt Gesetzesvorgaben und Vorschläge, aber wie es dann in der Realität gehandhabt wird, das obliegt allein den Eltern, denjenigen, die für die Haupterziehungsarbeit zuständig sind.

Alle Eltern wissen: Kindererziehung ist kein Zuckerschlecken. Es ist harte Arbeit, der einen oft an den Rand der eigenen Belastbarkeit bringt.

Eltern sind auch nur Menschen, die nicht immer ihre Gefühle und Emotionen unter Kontrolle haben. Unter Stress reagiert der ausgeglichenste Mensch ungewohnt.

Daher mein Satz, den ich inzwischen von einigen Eltern hörte: “Wenn man Kinder hat, lernt man sich wirklich kennen!”

Wer meint, er kennt sich ganz genau und weiß, wie er in der ein oder anderen Situation reagiert: Bekomme Kinder und du wirst dich wundern, was in dir steckt! Positiv sowie negativ.

Durch die Beschäftigung mit dem Film Elternschule ist mir mal wieder bewusst geworden, dass es einfach brutal viele Eltern gibt, die aus persönlichen Dispositionen kurz- oder langfristig nicht in der Lage sind, diese Rolle “korrekt” bzw „perfekt“ wahrzunehmen. Wenn man es nicht schafft, wird man als Problemfall eingestuft und anstatt umfassender Hilfe, wird entweder das Kind “behandelt” oder aus der Familie genommen. Immer ist das Kind das leidtragende Komponente.

Was ich mir in stressigen Situationen wünschen würde? Eine zweite Erwachsene Person im Haus. Einfach jemand, der mir hilft und der mir zu Freiraum verhilft. So könnten auch ganz ohne Probleme externe Termine wahrgenommen, wie etwa psychologische Betreuung oder Therapie der Mutter und das Kind wäre in seinem gewohnten Lebensumfeld. Kein verbiegen der Kinder und den Eltern/ der Mutter wird psychisch geholfen, für ein stabiles Leben. Das wiederum den Kindern zugute kommt. Alles ohne Wertung natürlich.

Aber diese Lösung ist natürlich langwierig und kostet… Wenn es ums Geld geht hört bei den Meisten der Spaß bekanntlich auf. Leider.

Man muss in unserer Gesellschaft wieder mehr damit beginnen den Menschen zu sehen, anstatt das Geld.

Die Tagesgeschäfte meiner Familie

Jeder Tag ist im Grunde gleich für mich, für uns. Tag ein- Tag aus derselbe Ablauf.

Morgens zwischen 6.45 und 7.15 Uhr aufstehen. Wenn ich Glück habe sehe ich meinen Mann noch, da er um kurz vor sieben das Haus verlässt und wir uns daher meistens am Morgen verpassen. Dann Kaffee trinken, den Kindern das Frühstück richten, Kinder anziehen, den Großen in den Kindergarten schicken. Zwischendurch noch zur Spülmaschine und zur Waschmaschine schauen, ob man was aus- oder einräumen muss. Arbeitsvorbereitung für den späteren Vormittag.
Danach ein bisschen Ruhe, die beiden anderen dürfen am Vormittag fernsehen, die Kleine macht gegen Spätvormittag noch ein Schläfchen und ich sitze vor dem PC und schreibe. Nach einer Weile wird der Haushalt gemacht, was derzeit so ansteht (Putzen, Wäsche, Spülen…) und kurze Zeit später darauf das Mittagessen vorbereitet und gekocht.
Um kurz vor 12 kommen mein Mann und mein ältester Sohn heim und es wird zu Mittag gegessen, bis mein Mann dann um kurz vor eins wieder zum Arbeiten fährt. Die Kinder haben dann Spiele- und der Große seine TV Zeit.

Am Nachmittag gehen die Kinder meistens in den Garten zum spielen und ich nehme mir gegebenenfalls nochmals etwas Zeit für meinen Blog oder soziale Netzwerke, während die Kinder spielen. An manchen Tagen gehen wir spazieren, auf den Spielplatz, noch etwas einkaufen, oder wir treffen uns mit Freunden, was jedoch eher selten ist (irgendwie stehen viele Kinder ab einem gewissen Alter nachmittags nicht mehr zur Verfügung). Und an anderen Tagen dürfen die Jungs am Nachmittag zur Oma, was für mich die schönsten Tage sind. Obwohl die Kleine alleine mittlerweile anstrengender ist, als wenn alle drei zusammen sind. Sie ist es nicht gewohnt alleine zu sein.

Am Abend gibt es gegen 18 Uhr Abendessen, wenn der Mann Feierabend hat und danach spielen die Kinder noch ein bisschen mit dem Papa, oder sind mit ihm noch im Garten, wenn das Wetter schön ist, während ich Zeit für mich alleine genieße. Denn sobald mein Mann da ist, bin ich unwichtig bei den Kindern. Da bin ich unglaublich traurig darüber…! Ironie, versteht sich von selbst.
Gegen 19 Uhr (manchmal auch später) werden die Kinder dann nach und nach bett-fertig gemacht, was sich wegen mangelnder Konsequenz unsererseits häufig ordentlich in die Länge zieht. Aber für was sich da unnötig stressen lassen? Unsere Jüngste geht daraufhin irgendwann folgend als Erste zu Bett, meistens gegen 20 Uhr. Die Jungs folgen in etwa eine halbe Stunde später. Bis die Jungs jedoch anschließend wirklich schlafen, vergeht zum Teil noch einige Zeit. Je nachdem, ob der Mittlere unter tags geschlafen hat. Wenn, dann kann es sein, dass erst gegen 22 Uhr plus die Nachtruhe eintritt.

Mein Mann und ich erledigen im Anschuss daran noch das, was im Haushalt liegen geblieben ist, oder setzen und vor den TV, bis wir dann meistens gegen 22 Uhr (ich meistens später) hundemüde ins Bett fallen.

Sehr unspektakulär. Alltag eben. Und ziemlich durchgetaktet, wenn man es sich so durchliest.

Meine drei Kinder an ihrem Mal- und Basteltisch in trauer Dreisamkeit. Dahinter (Kameraposition) ist mein Schreibtisch an dem ich blogge.

Abwechslung gibt es, wenn ein Kind krank wird (was natürlich nicht so schön ist…), Termine anstehen, Freunde zu Besuch kommen, oder Geburtstage anstehen.
Ich für meinen Teil bin sehr terminscheu und ich nehme nur die Termine wahr, die ich unbedingt wahrnehmen muss, so wie z.B. einen (Kinder-)Arzttermin. Treffen mit Freunden oder Ausflüge mache ich am Liebsten spontan aus.
So wie früher eben, als man bei der Nachbarin geklingelt hat und gefragt hat, ob sie Lust hat zum spielen hat. Aber mir scheint, als ob das heute nicht mehr normal sei. Schade! Etwa einmal in der Woche dürfen die Jungs am Nachmittag noch für ein paar Stunden zur Oma, die in der Nachbarschaft wohnt. Was jedoch auch mal ausfallen kann, da es oft irgendwie untergeht in dem Trubel der Woche. Auch wenn es sich so durchgetaktet und einfach anhört, im Grunde ist immer irgendwas los.

Vor ein paar Jahren las ich einen Blogbeitrag von einer anderen Mama mit dem Titel: „Einer schreit doch immer.“ und ja, es stimmt, Ruhe und Harmonie kann man als Mutter abschminken. Zudem kommen noch die Toilettenzeiten: „Mama, abputzen kommen!“, oder die Kleine hat eine volle Windel, oder ein Kind hat Hunger… Stressig wird es dann, wenn alle auf einmal etwas zu Essen oder zu Trinken wollen, oder sie sich mal wieder gestritten haben und Trost wollen- wenn einer schreit, wollen gleich am Liebsten alle Zuwendung und eine Umarmung. Wäre doch gemein, wenn nur einer von Mama in den Arm genommen wird! Mit einem lachenden und einem mit-den-Augen-rollenden Zwinkern geschrieben.

Ich will mich nicht über mein Leben beschweren. Nein, ganz im Gegenteil! Ich liebe mein Leben!

Die Freiheit und die Selbstbestimmung, die mir meine Tätigkeit als Vollzeitmutter und Hausfrau bietet, kann mir kein Arbeitgeber bieten!
Ich muss vor niemandem Rechenschaft ablegen, es ist mein Business. Ich gestalte unseren Tagesablauf selbstständig. Meine Kinder und mein Haushalt sind mein Job und ich habe dafür zu sorgen, dass es allen gut geht, dass alle versorgt sind und dass alles ordentlich und sauber ist. Gut, ich gebe zu, letzteres ist in der letzten Zeit etwas vernachlässigt worden… Trotzdem bin ich mein eigener Chef. Klar, zwar ohne Bezahlung, allerdings bin ich froh, mich nicht um die Finanzen kümmern zu müssen. Den Part übernimmt mein Mann und das mit Freude und aus Überzeugung, dass dies seine Verantwortung ist.

Am Wochenende, wenn mein Mann zu Hause ist, freue ich mich dann über meine „Ich-Zeit“, da die Kinder dann vorzugsweise ohnehin nur an ihrem Papa hängen. Was ihn ab und an nervt, freut mich natürlich. Nicht falsch verstehen, mein Mann liebt seine Kinder über alles! Da wir beide Personen sind, die gerne zu Hause sind, bin ich sowieso immer da und kann mich natürlich auch mit um die Kinder kümmern. Unter der Woche ist mein Mann fast den ganzen Tag weg, was den Kindern gar nicht so taugt und daher freuen sie sich an den Wochenenden, wenn sie ihren Papa den ganzen Tag zur Verfügung haben.

Unsere Kinder sind derzeit alle noch unter sechs Jahren. Unser Leben wird sich in den nächsten Jahren sicherlich verändern, allein schon aus dem Grund, weil die Kinder dann irgendwann alle am Vormittag in Kindergarten oder Schule sind. Das ganze Leben unterliegt einem ständigen Wandel und was gestern war, ist heute schon wieder anders. Es bleibt spannend!

Erzählt doch mal, wie ist es bei euch? 🙂

Die letzten Jahre haben mich verändert

Viel hat sich für mich geändert, seitdem ich Mutter geworden bin. Ich habe das Gefühl, seit nun knapp sechs Jahren ein anderer Mensch zu sein. Ich will jetzt nichts Negatives darüber erzählen, denn ich liebe mein Leben! Und ich vermisse rein gar nichts von „früher“. Die Zeit vor den Kindern kommt mir vor, wie ein anderes Leben, deren Erinnerungen immer mehr verschwimmen. Es war wie ein Cut in meinem Leben gewesen. Quasi ein Neubeginn, der mir gezeigt hat, was wirklich wichtig ist im Leben: die Familie.

Meine Tochter

Der Mensch ist ein Rudeltier. Menschen benötigen andere Menschen, welche das Mensch-sein lebenswert machen. Davor dachte ich jahrelang, ich komme besser alleine zurecht, brauche keine anderen Menschen und alleine wäre ich sowieso besser dran.
Gut, mir blieb auch gar nichts anderes übrig, weil es nicht viele Menschen in meinem Leben gab, auf die ich mich wirklich verlassen konnte und die immer für mich da waren. Ich suchte mir immer passend für meine Lebensphasen Menschen, die mich begleiten konnten, aber es war nie von Dauer. Und wenn ich es beanspruchte hatte ich ein schlechtes Gewissen und fühlte mich schuldig. Denn, wer bin ich, dass ich es wert bin, dass sich jemand um mich sorgt? Andere Menschen haben auch Probleme, viele sogar mehr als ich! Ich muss selber schauen, wie ich zurechtkomme! Aber das hatte ich nicht. Solange in Gesellschaft, oder bei der Arbeit, war alles ok, sobald jedoch alleine in meiner Wohnung, fühlte ich die Einsamkeit und mich absolut ungeliebt und wertlos. Wer bin ich? Eine Frage, die mich schon mein ganzes Leben begleitet.

Klar, ich hatte damals zwar auch schon meinen Glauben an Gott, aber der war trotz regelmäßigen Besuches einer Freikirche irgendwie nicht so präsent. Ich war zwar zeitweise sehr involviert und arbeitete mit, aber ich fühlte mich innerlich nicht am richtigen Ort, weswegen ich dann auch relativ schnell wieder alle Ämter niederlegte. Zwar hatte ich ein schlechtes Gewissen, zeitgleich platzte ich jedoch vor Stolz, da mich der Pastor doch extra für den Aufbau der neuen Kirche ausgesucht hatte, aber ich fühlte mich dazu nicht in der Lage. Was sah er dazumal in mir? Fragte ich mich häufiger. Scheinbar hatte er nicht den Hauch einer Ahnung, wer ich wirklich bin. Oder sah er in mir mehr als ich? Fragen über Fragen, die in mir rumorten.

Seitdem ich nun eine Familie habe, fühle ich mich in angekommen. Es ist das, was mich ausfüllt! Muttersein ist der Wert meines Lebens geworden. Klingt vielleicht für so manchen merkwürdig, hätte es ehemals für mich auch, da ich im Grunde nie Kinder wollte, aus Angst zu versagen, aber es war wirklich das, was mir im Leben gefehlt hatte! Wer mich von früher kennt und mich seitdem nicht mehr gesehen hat, für den wird das vermutlich schwer vorstellbar sein: Die Anni als Mama? Und in lautes Lachen ausbrechen. Doch, es ist tatsächlich das, was mir in meinem Leben gefehlt hat. Es hat dafür gesorgt, dass ich erkennen darf, was wirklich in mir steckt und dass Fürsorge, Liebe und Annahme selbstlos sein können. Liebe muss man sich nicht verdienen! Auch und gerade nicht bei Gott.

Ich habe die Mutter in mir geweckt. Das Wesen der Mütterlichkeit, welches, so bin ich der Meinung, in jeder Frau steckt, aber durch Verletzungen, falsche Ideologien und vielem mehr, aus vielen Frauen ausgetrieben wurde und als nicht wichtig erachtet wird.

Mutter zu sein ist das Erfüllenste und zeitgleich Stressigste, was ich bisher in meinem Leben erleben durfte!

Kopp leer

In den letzten Tagen kommt es mir so vor, als wäre mein Kopf einfach nur wie leergefegt. Sonst schießen mir immer 1000 Ideen durch den Kopf, über was ich bloggen könnte, oder was ich tun könnte. Die Kinder waren in der letzten Zeit gehäuft kränklich. Schnupfen, Husten, Quängelei- der übliche Wahnsinn. Eigentlich. Und doch schlaucht es mich derzeit irgendwie. Ich habe das Gefühl, gar nicht mehr hochfahren zu können. Es ist irgendwie ein Dauertief. Das Wetter trägt da sicherlich auch seinen Teil dazu bei. Grau in Grau und ständig wechselnd zwischen warm und kalt. So wie meine Stimmung.

Dazu kommen die ständigen Fragen in unserer Ehe: Wie geht es weiter? Sind wir hier nun gestrandet, oder geht es noch irgendwie weiter? Was wird aus unseren Träumen, aus unseren Zielen, aus unseren Visionen? Kommt da noch irgendwas? Oder war es das jetzt? Bleiben wir hier, ziehen unsere Kinder groß, gehen unserer Arbeit nach und werden hier alt? Das wollen wir nicht! Wir wollen noch mehr vom Leben! Aber wie soll man etwas anpacken, wenn man im Grunde müde ist? Erwarten wir vielleicht zu viel von uns? Sind unsere Pläne zu groß? Wäre es nicht viel gescheiter, einfach noch ein paar Jahre zu warten, bis wir wieder das Gefühl haben, Luft zu bekommen? Bis die Kinder vielleicht mal etwas älter und selbstständiger sind und nicht mehr so sehr abhängig von uns und unserer Fürsorge? Dann kommen natürlich die Gedanken meines Mannes hinzu, die ich auch schon mal in dem Beitrag über Landwirtschaft schrieb, von wegen, dass er schon wollen würde, dass unsere Kinder mit unseren Träumen aufwachsen, um sich damit in späterer Folge identifizieren zu können.

Neben den ganzen Gedanken, die ständig kreisen, möchte ich jedoch mein Leben trotzdem genießen! Ich möchte nicht ständig in einer ungewissen Zukunft leben. Ich möchte im Heute, hier und jetzt leben und mein Leben genießen! Leider scheint dies irgendwie für uns unmöglich zu sein. Ständig machen wir uns Gedanken um die Zukunft. Das geht mir einfach nur auf die Nerven! Unser Leben ist schön! Wir wohnen wunderschön, haben drei gemeinsame wunderbare Kinder und führen wohl auch eine recht gute Ehe, unserer Meinung nach. Warum also dieser ständige Wunsch nach mehr? Das macht unzufrieden! Das möchte ich nicht.

Ich möchte ein Leben voller Humor, voller Liebe, voller Annahme. Allerdings gibt mir das niemand von außen, das weiß ich. Ich muss es für mich innerlich ändern und das ist im Moment ein hartes Stück Arbeit. Es sind immer wieder so Aufs- und Abs. Es gibt Tage da ist alles wunderbar und heiter Sonnenschein und die sind zum Glück die Regel. Aber dann gibt es halt auch die Tage, an denen man nur am Grübeln ist und das ganze Leben in Frage stellt.

Ich las für kurzem, dass besonders das Frühjahr anfällig für Depressionen sei. Warum genau, weiß ich nicht, da ich den Beitrag nicht geöffnet habe. Ich machte mir meiner eigenen Gedanken dazu: Der Frühling steht für den Neubeginn. Was ist, wenn man von neuem beginnen möchte, aber weiß, dass es einem nicht möglich ist, dass man es gar nicht aus eigener Kraft schafft? Das man Hilfe bräuchte für einen Neuanfang, aber keine Hilfe erwarten kann? Das ist Potential für Depressionen. Daher möchte ich eigentlich nicht zu lange in diesen Gedanken verweilen, um nicht krank davon zu werden. Das Leben hat so viele schöne Dinge zu bieten! Ich möchte mich darauf konzentrieren.

Ruhig bleiben Mama!

Es gibt diese Tage, ihr wisst vielleicht welche ich meine, an denen einfach alles aus dem Ruder läuft. Man ist müde, die Kinder machen nur Blödsinn und hören keinen Strich, wenn man was sagt. Mit viel reden ist dann relativ schnell auch nichts mehr und es geht fix in Schreien meinerseits über, weil ich einfach nicht mehr weiß, wo vorne und hinten ist.

Diese Tage sind meine Bewährungsproben. An denen Tag zeigt es sich für mich, ob ich eine gute Mutter bin. Und wenn ich mich selbst bewerten müsste, würde ich an diesen Tagen mit Pauken und Trompeten durchfallen.

Ich würde jetzt gerne schreiben, diese Tage sind eine absolute Ausnahme, aber das wäre eine glatte Lüge. Die Woche ist lang! Gegen Ende jeder Woche liegen die Nerven oft einfach nur noch blank, besonders dann wenn die Kinder auch noch krank und jammrig sind. Wir hatten jetzt Winter, die Kinder waren gefühlt ständig krank! Ich freue mich jede Woche auf den Freitag Nachmittag, denn dann ist mein Mann zu Hause, bis dann am Montag Morgen der ganze Wahnsinn von Neuem beginnt.

Ich motze gerade ordentlich, ich weiß. Hören viele nicht gerne, wenn man als Mama motzt. Nicht falsch verstehen, ich bin gerne Mama! Liebend gern! Ich möchte mit niemandem auf dieser Welt tauschen! Aber dennoch ist alles nicht immer heiter Sonnenschein. Aber gut, welches Leben ist schon immer heiter Sonnenschein?

Eltern von älteren oder schon großen Kindern sagen dann immer: „Es wird nicht besser! Zwar anders, aber nicht besser.“ Na Danke… Aber wohl ehrlich.

Eine Freundin meinte mal in einem Interview, über sie und den Glauben an Gott: Sie wollte lange nicht Mama werden, weil sie immer so viel Negatives gehört hat.

Diese Aussage machte mich stutzig und nahm mir vor, nicht mehr so viel Negatives über das Mamadasein zu erzählen. Es gelingt mir auch! Meistens zumindest. Man muss sich lediglich auf die schönen Dinge und Begebenheiten konzentrieren. Wenn alles rund läuft, ist das auch gar kein Problem, nicht das Geringste! Aber eben in stressigen Zeiten, sieht man oft nur das Negative.

Zum Glück überwiegt das Positive und davon kann man sich in stressigen Zeiten nähren.

Nun hat es mich erwischt. Krank. Ich bin immer als Letzte dran. Noch ist es nicht schlimm und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Aber, das Wochenende steht zum Glück an und somit ist mein Mann zu Hause.

Daher als Titelbild Efeu. Grün ist die Farbe der Hoffnung und Efeu finde ich wunderschön und wirkt, zumindest auf mich, beruhigend.

Hilfe! Ich bin zu dick! Doch, was ist meine Geschichte dahinter?

Ein sehr persönlicher Blogbeitrag.

Vor sich selbst zugeben zu müssen, dass man zu dick ist, ist schlimm. Zumindest für mich. Ich bin übergewichtig! Nicht nur ein bisschen, sondern laut BMI schon im roten Bereich, sprich Adipositas. Ist für jeden, der mich sieht, ersichtlich. Doch, woran liegt das? Primär ganz klar am Essen! Ich bin eine typische Frustfresserin. Aber es gibt noch mehr Ursachen, aus meiner Vergangenheit, die ich euch erzählen möchte, falls es interessiert.

Gestörtes Essverhalten

Mein Essverhalten ist seit meiner Jugend gestört. Dort hat es sich eingebürgert, dass ich bei Stress oder Unwohlsein esse, besser gesagt, fresse. Und Stress habe ich ständig. Ich hab drei kleine Kinder! Es liegt bei mir nicht an mangelnder Bewegung, davon habe ich ausreichend, sondern primär am Essen. Natürlich gibt es noch andere Umstände die mein Gewicht ungünstig beeinflussen, was da wäre meine Schilddrüsenunterfunktion und meine zwei Kaiserschnitte. Wieso Kaiserschnitte? Bei mir war es so, dass ich nach der Spontangeburt ruck zuck 10 Kilo runter hatte und auch das Bauchfett sehr schnell weniger wurde, dagegen bei den Kaiserschnitten sich so gut wie gar nichts selbstständig zurückgebildet hat. Meine letzte Geburt war leider wieder ein Kaiserschnitt.

In meiner Kindheit war ich normal gewichtig, zwar schon immer muskulös, da ich viel Sport trieb: Fußball, Abfahrtsski, Langlauf, Fahrradfahren, aber laut BMI komplett in der Norm. Während meiner Teenagerzeit gab es dann familiär enorme Probleme und ich entdeckte Schokolade für mich, als Stresskiller. Ich war so sehr abhängig davon, dass ich sogar bei den Nachbarn in den Keller ging und Backblockschokolade klaute, weil meine Eltern keine mehr kauften, da sie nicht wollten, dass ich zu dick werde. Meine Mutter war schon immer sehr bedacht auf gesunde Ernährung: Zucker war böse. Leider wurde ich erwischt und ab da hatte ich bei den Nachbarn Hausverbot. War mir das peinlich! Aber meine Probleme waren dadurch nicht beseitigt. Im Gegenteil, es wurde immer schlimmer.

Ungesunde Lebensweise

Als junge Erwachsene, nach der Ausbildung und in erster richtiger Anstellung, war ich Kettenraucherin, auch mit aus dem Grund da ich hörte, es würde bei der Gewichtsabnahme helfen und mein damaliger Schwarm war auch Raucher, und ich arbeitete viel, sehr viel. Oft 7 bis 10 Tage, manchmal auch 14 Tage, am Stück, ständig unterbesetzt da Personalmangel und danach nur ein paar Tage frei. Das war dazumal normal. Ich machte zeitweise viel Nachtschicht, bekam aber verhältnismäßig wenig Gehalt. Private Pflegeheime, das sind die Schlimmsten in Deutschland! Demzufolge hatte ich ständig Geldprobleme. Das Geld das ich hatte, wurde in Zigaretten, Auto, Wohnung, fürs Feiern und Benzin aufgebraucht. Es gab Zeiten, da musste ich jede Woche ein bis zweimal volltanken und ungefähr 300 Euro im Monat für Zigaretten. Geld für Lebensmittel war also nicht mehr viel vorhanden! Und daran sparte ich auch. In meinem Kühlschrank befand sich meistens nur Joghurt und ich kaufte mir diese Tütenfertigsuppen, zudem viel Kaffee und Red Bull. Ab und an mal Brot und Cornflakes. Unterwegs, wenn Geld übrig war, Döner oder auch McDonald’s. Um mein Leben finanzieren zu können, besorgte ich mir eine Kreditkarte, was ich jedoch nie zeitnah zurückzahlen konnte, folglich verschuldete ich mich immer höher. Auch, weil ich ab und an ein neues Auto benötigte… Gesund und toll war anders! Ich nahm während der Zeit, innerhalb kürzester Zeit, enorm viel ab. Ich denke, es lag auch mit an den Medikamenten…

Medikamentenmissbrauch

Ich hatte während der Zeit vom Arbeiten gefühlt ständig Rückenschmerzen, ging dem aber nie nach und schluckte Schmerzmittel und mit der Zeit immer Stärkere, weil „die Normalen“ nicht mehr wirkten. Außerdem benebelten die starken Schmerzmittel etwas und das war mir sehr recht! Ich kam durch meinen Beruf ja leicht an Medikamente… zudem stand meine Schilddrüsenunterfunktion schon im Raum, die Symptome waren da und auch meine Mutter sprach mich mehrmals darauf an, weil sie ebenfalls daran leidet und sich dadurch damit auskennt. Da ich jedoch keine Zeit und Lust hatte zum Arzt zu gehen, versuchte ich mich selbst zu therapieren. Wie gesagt, ich hatte Medikamente zur Verfügung und auch das Wissen, welches Medikament ich ungefähr nehmen muss. Nur die Dosis wusste ich natürlich nicht, da dafür ein Bluttest notwendig gewesen wäre und so nahm ich wohl über einen längeren Zeitraum zu viel ein. Was ich an den Nebenwirkungen merkte: Herzrasen, Zittern, Durchfall, Erbrechen… Zu all dem Wahnsinn experimentierte ich hin und wieder auch noch mit Abführmittel. Es soll ja gut sein, wenn man ab und an den Darm reinigt. Ja nee, is klar…

All das hat zusammen dafür gesorgt, dass ich viel Gewicht verlor und ich hatte zum ersten Mal seit langer Zeit so wenig Gewicht, dass ich mich im Spiegel ansah und zu mir sagte: „Du siehst geil aus!“ Wenn ich jedoch jemand erzählt hätte, wie es dazu kam, hätte man mich vermutlich einweisen lassen. Stattdessen freute ich mich darüber, wenn mich jemand lobte, dass ich abgenommen hatte und gut aussähe.

Meine Oma erzählte mir dann auch noch, dass sie und mein inzwischen verstorbener Opa, sich öfter Gedanken darum gemacht hätten, was aus mir wohl werden soll, da ich so dick geworden sei. Sie freute sich, dass ich endlich dünn und somit auch wieder sportlicher bin. Sprich, ansehnlicher. In mir zog sich alles zusammen. Trotz allen anscheinend tollen Äußerlichkeiten, war ich ein innerliches Frack. Was sich auch an einigen Bildern von dazumal abzeichnet. Ich war musik- und gesellschaftstechnisch zeitweise eher dem Düsteren zugeneigt. Passte zu meinem inneren Empfinden.

Reißleine

Ich zog dann selbst die Reißleine und kündigte bei dem Arbeitgeber. Davor gab es noch ordentlich Streit mit der Chefin, weil ich mehr Gehalt wollte, sie aber hatte tausend Ausreden hatte, warum das nicht geht und es wurde folgend ziemlich persönlich und sie machte mich für Dinge verantwortlich, die gar nicht unter meiner Verantwortung standen. Weiberhaufen! Seitdem habe ich eine Aversion gegen reine Frauenteams. Ach ja, meine direkte Vorgesetzte (PDL) war schwere Alkoholikerin, das wussten zwar alle hinter vorgehaltener Hand, aber keiner hat was dagegen gesagt oder getan. Sie hat sich den Arsch aufgerissen ohne Ende und übertrug ihren Übereifer auf ihre Mitarbeiter. Nichts war gut genug und das war der Chefin im Grunde wohl recht. Solange das Ergebnis stimmt, sprich der Rubel rollt, ist egal, was mit den Mitarbeitern ist! Daher hatte sie wohl auch kein Rückgrat, um für mich bei der Chefin einzustehen, denn dafür hätte sie sich selbst belasten müssen.

Sie kündigte ebenfalls und rief mich ein paar Monate danach privat an, entschuldigte sich bei mir für ihr Verhalten mir gegenüber und meinte ich war ihre beste, flexibelste und gewissenhafteste Mitarbeiterin. Ich bedankte mich und legte auf, obwohl ich ihr am Liebsten an den Kopf geworfen hätte, dass sie bis dahin meine schlechteste Vorgesetzte war. Aber, was hätte das gebracht? Nichts! Sie hat in ihrem Leben selbst genügend Scheiße erlebt… Ihr Sohn ist ein paar Jahre zuvor ums Leben gekommen und ihre Ehe ging in die Brüche, so wurde es erzählt. Das war wahrscheinlich die Ursache für den Alkoholismus, wie wir untereinander im Team spekulierten.

Neue Arbeitsstelle

Feierabendselfie Sommer 2010

Während dieser Zeit lernte ich meinen Mann kennen. Ich war wieder gefasst, hatte mein Leben im Griff und mein Gewicht war noch in der Norm, wenn auch nur ganz knapp. Manchmal frage ich mich, wie es mit meinem Mann gelaufen wäre, wenn wir uns mit meinem jetzigen Gewicht kennen gelernt hätten. In seiner Familie sind alle sehr dünn. Der wenn und der hätte.

Unsere kleine Familie im Jahre 2014

Wäre ich gerne dünn? Ja klar!

Aktuell

Endlich keine Probleme mehr beim Kleidungskauf. Wirklich das kaufen, was einem gefällt, ohne zu meinen irgendwelche Speckröllchen kaschieren zu müssen, ohne auszusehen wie ein Presswurst wenn zu klein gekauft oder als hätte man einen Sack an, wenn zu groß gekauft.
Am Liebsten hätte ich immer gerne weite Kleidung an! Leider macht da mein Mann nicht mit. Er meinte, dann sähe er nichts mehr von meiner Figur… Ich habe das „Problem“, dass Schultern und Hüfte gleich breit sind und ich fast keine Oberweite habe und der Bauch ziemlich „gwampert“ ist. Bauch und Brust ist quasi eine Linie und bei zu weiter Kleidung sieht man nicht mehr, dass ich eine Frau bin… Das gefällt dem Manne natürlich nicht! Er hat ja eine Frau geheiratet und keinen Mann… 😉

Ich arrangiere mich mit mir

Aber da ich weiß, was ich alles in Kauf genommen habe, um dünn zu sein und was das mit mit und meiner Psyche gemacht hat, bleibe ich lieber so wie ich bin und arrangiere mich, so gut es geht, mit meinem derzeitigen Gewicht. Vielleicht wird es besser, wenn die Kinder älter sind, ich mehr Zeit für mich alleine und nicht mehr so viel Stress habe. Andererseits hört man immer wieder von Eltern älterer Kinder, dass der Stress nicht weniger wird. Ganz im Gegenteil, es wird wohl immer schlimmer. Na, Prost Mahlzeit!

Ach ja, meine Schilddrüsenunterfunktion ist seit gut sechs Jahren behandelt, ich muss jeden Tag Hormone schlucken, trotzdem trägt es dazu bei, dass ich wohl schwerer abnehmen kann, als andere. Liest man so zumindest in Fachliteratur. Ich rauche nicht mehr und fange es auch hoffentlich nie wieder an! Kostet ohnehin viel zu viel Geld und ist zudem noch ungesund. Und meine Theorie, dass man nach einem Kaiserschnitt schlechter abnimmt, ist zwar nicht bestätigt, aber ich kann es mir nicht anders erklären. Hörte ähnliches auch schon von anderen Frauen. Nach meiner zweiten Geburt, was eine Spontangeburt war, nahm ich innerhalb kürzester Zeit über 10 Kilo ab und war kurz vor meinem Normalgewicht. Leider konnte ich es nicht lange halten, aber ich bemühte mich relativ erfolgreich, durch Sporteinlagen, dem wieder näher zu kommen. Ungeplanterweise wurde ich dann jedoch wieder relativ schnell schwanger und damit kam die Müdigkeit und die Antriebslosigkeit und vorbei war es mit meinen sportlichen Ambitionen.

Und so sitze ich hier und überlege, was ich alles anstellen kann und muss, um wenigstens so viel Gewicht zu verlieren, sodass ich mich in meinem eigenen Körper wieder einigermaßen wohl fühle. 10 Kilogramm weniger wären mein derzeitiges Ziel. Ein paar Dinge wurden schon in Angriff genommen, wie etwa, dass ich mir ein neues Rad besorgt habe (siehe letzter Blogbeitrag). Zudem kommt jetzt der Frühling und damit auch wieder meine neuen Lebensgeister. Der Winter ist bei immer recht melancholisch und antriebslos. Sobald alles beginnt zu blühen und sie Sonne ihre Kraft neu entdeckt, fühle ich mich wieder vitaler. Außerdem sind die Kinder nun auch wieder älter und somit selbstständiger. Was mir etwas Luft lässt- hoffentlich.

Ende

Was will ich mit meiner Geschichte sagen? Es gibt zu allem eine Geschichte! Man kann sagen: „Boah, ist die fett! Die sollte mal weniger essen und Sport treiben!“ Oder vielleicht mal nachforschen, warum die Person dick ist. Wenn man dazu keine Lust hat, einfach den Mund halten! Lieber vor der eigenen Haustüre kehren, da ist wahrscheinlich genügend Dreck vorhanden, wenn man richtig hinsieht.

Andersherum gibt es das übrigens auch. Es gibt Menschen die sind zu dünn, viel zu dünn und haben damit enorme Probleme. Aber darauf möchte ich jetzt gar nicht näher eingehen, da dies viele Ursachen haben kann und nicht mein Spezialgebiet ist. Eh klar.

Natürlich war früher nicht alles scheiße und es gibt auch ein paar nette und humorvolle Bilder… 😉 Alle in etwa aus den Jahren 2008/2009

Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann wieder auf das Gewicht, wer weiß… Aber irgendwie habe ich da keine Hoffnung mehr… 😜

Die Träume meines Mannes

Als mein Mann und ich uns kennenlernten, erzählte er mir gleich von seinem Lebenstraum: eine eigene Landwirtschaft gründen. Für mich war es erst einmal merkwürdig, da ich mir darüber noch nie Gedanken machte, aber im Laufe der vielen Gespräche, die wir darauffolgend führten, konnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden. Für ihn war es enorm wichtig, dass ich zustimme, bei seinem Traum mitzumachen, denn sonst hätte er mich nicht geheiratet. Das hat mir enorm imponiert! Endlich ein Mann der ganz klar sagt was er will und auch alles dafür tut, damit sich sein Traum erfüllt! Außerdem hatte er ein großes cooles Auto, einen PickUp, und ich stand schon immer auf große Autos… 😉

Er hat bisher alles menschenmögliche getan, damit sein Traum Wirklichkeit werden kann. Leider scheitert es an dem Objekt selbst, da weder Geld noch ein Erbe in Aussicht ist.

Nun sind seit unserem Zusammenkommen 9 Jahre vergangen, wir haben geheiratet, drei Kinder bekommen, uns ein schönes zu Hause geschaffen, aber… Kein Bauernhof in Sicht.

Langsam aber sicher wird mein Mann unruhig, sehr unruhig und nicht selten streiten wir uns in der letzten Zeit, wenn es um das Thema geht. Er wirft mir vor es gar nicht wirklich zu wollen, er könne seine Pläne gleich begraben, wenn ich nicht mitmachen möchte und ich sage, ich mache mir erst Gedanken darum, wenn es soweit ist! Ich habe genügend andere Dinge im Kopf, die im Moment für mich relevanter sind. Außerdem habe ich noch eigene Pläne, die sich aber mit guter Planung laut mir ohne Probleme integrieren lassen, wenn es dann soweit ist.

Ich verstehe ihn! Für ihn wäre es wichtig, dass unsere Kinder mit dem allem aufwachsen. Quasi von klein auf damit bekannt sind und eine Freude dafür entwickeln. Und dafür läuft uns langsam die Zeit davon. Unser Großer ist nun fünf. Weitere fünf Jahre (und was sind schon fünf Jahre?) und er ist 10 und fast schon in der Pubertät, dann ist es so gut wie vorbei mit einer möglichen Prägung. Wenn man etwas aufbaut, möchte man logischerweise, dass es die Kinder, oder zumindest ein Kind, es später übernimmt.

Im Frühling wird mein Mann immer enorm unruhig, Aufbruchstimmung, das kenne ich, aber es wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

Ich hoffe, dass sich bald mal was tut!!!

Ich liebe gebrauchte Dinge!

Ja, wirklich! Ich liebe gebrauchte Dinge! Am Liebsten die, die man für fast lau oder geschenkt bekommt. Es ist jedesmal eine große Freude für mich, wenn ich etwas für mich oder für die Kinder günstig gebraucht erstehe oder eben geschenkt bekomme.

Und in der letzten Zeit haben wir sooooo wahnsinnig viel geschenkt bekommen, dass ich vor lauter Glück gar nicht sagen kann, wie dankbar ich bin! Es waren keine unsinnigen Dinge, sondern Gegenstände, die wirklich benötigt werden oder schon lange gewünscht wurden. Wenn (gebrauchte) Dinge defekt sind, werden diese bei uns repariert, wenn möglich. Daher ist es nicht schlimm, wenn etwas nicht zu 100% intakt ist. Das Ding sollte seine Bestimmung noch erfüllen können und wenn nicht, mit geringem Aufwand reparabel sein. Reparieren statt wegwerfen! Natürlich muss man vorher schon kalkulieren, ob es sich lohnt, aber meistens lohnt es sich. Es geht dabei ja nicht um ein Haus oder ein Auto, sondern um Alltagsgegenstände.

Die gut gefüllten Kleiderschränke der Jungs

Die Woche bekam ich eine riesen Ladung Kinderkleidung und Kinderspiele geschenkt. Eine Freundin rief mich an und fragte, ob ich Jungenkleidung und Spielsachen benötige- ihre Schwester würde aussortieren. Ja klar, gerne! Bei meinem Großen stand ohnehin die nächste Größe an und so durften wir uns einige hunderter an Geld sparen. Super!

Mein neues Fahrrad

Ich wollte schon lange ein anderes Fahrrad. Mein Altes finde ich seit meiner ersten Schwangerschaft nicht mehr bequem, seitdem bin ich auch nicht mehr gefahren und möchte es weggeben. Erst war es an meine Mutter verliehen, die es aber dann in Folge auch unbequem fand und derzeit ist es nun an meinen Bruder verliehen. Es ist ein Jugend Mountainbike und irgendwie ist mein Körperbau nicht mehr dafür gemacht. Wahrscheinlich werde ich nun demnächst versuchen, es auf dem Gebrauchtmarkt zu verkaufen, oder wir heben es für die Jungs auf. Es ist ein super Rad, welches ich mir vor etwa über 10 Jahren neu kaufte. Aufheben lohnt sich, eben nachgedacht, ziemlich wahrscheinlich mehr, als verkaufen.

Im Herbst fragte ich auf Facebook nach, ob jemand ein Fahrrad übrig hat und eine Freundin meldete sich, dass sie eines übrig hätte, aber irgendwie verlief es dann im Sand und ich fragte auch nicht mehr nach, weil ich nicht betteln wollte. Vor zwei Wochen fragte ich dann erneut auf Facebook, ob jemand jemand kennt, der ein Fahrrad übrig hat und diese Freundin meldete sich wieder, sie dachte ich hätte schon eines und hat sich nicht mehr gemeldet. Missverständnis hoch 10! So kann es gehen! Nachdem sie mir ein Bild von dem Rad zugesandt hat, fragte ich sie dann, wie viel sie für das Fahrrad möchte und sie meinte: „Nichts!“ Krass! Sie erklärte, sie habe ein E- Bike geschenkt bekommen und daher benötigt sie ihres nicht mehr. Und so kam ich gratis zu einem Fahrrad und in Folge dann auch noch gratis zu einem Kindersitz! Eine andere Freundin schenkte uns dann folgend noch ihren gebrauchten Kindersitz. Nun kann die ganze Familie endlich gemeinsam Fahrradfahren gehen. Wie cool ist das denn? Sehr cool!

Am vergangenen Wochenende haben wir dann die erste gemeinsame Fahrradtour zu fünft gemacht. Premiere! Herrlich war’s! „Leider“ hab ich keine Bilder davon gemacht. Aber muss ja nicht immer sein! 😉

Mein Großer mit seinem Fahrrad

Mit dem Fahrrad von meinem Großen ging es uns ähnlich. Ich sah das Kindermountainbike auf einem regionalen Onlineflohmarkt für € 5,–. Da wurde nicht lange gefackelt, sondern zugeschlagen! Warum war es so billig? Weil der hintere Seilzug von der Hinterradbremse gerissen war und es wohl keiner reparieren wollte. Gut, das Fahrrad ist insgesamt wohl schon älter, aber steht noch super da! Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hat mein Mann den Seilzug repariert und unser Sohn hat nun einer super cooles Fahrrad!

Das Anhängerfahrrad

Unserer Mittlerer kann noch nicht selber Fahrradfahren und da ich stur bin und keinen Kinderanhänger (Kiki) wollte, sahen wir uns nach Alternativen um und ich fand die Möglichkeit eines Anhängerfahrrads. Nach längerem Suchen fand ich eines für ein paar Euro, ebenfalls in einem örtlichen Onlineflohmarkt. Man musste ein paar Dinge reparieren und mein Mann meinte, für den Aufwand sei es eigentlich noch zu teuer gewesen, aber es funktioniert nun wie eine 1! Perfekt!

Folglich sind wir der Meinung: Das Leben muss nicht teuer sein! Auch nicht mit Kindern! Man kann viel Geld sparen, wenn man kaputte Dinge repariert, statt sie wegzuwerfen und vor allem, gebraucht kauft!

Die Skier für unsere Kinder kauften wir ebenfalls gebraucht. Nur so können wir es uns als Familie leisten, dass alle Skifahren gehen können! Für Österreicher ist es ja fast schon eine Pflicht Skifahren zu können… Und da ich die einzige Deutsche im Haushalt bin, bin ich überstimmt! Spaß, ich fahre natürlich auch Ski, wenn auch seit meiner ersten Schwangerschaft nicht mehr. Wer weiß, vielleicht schaffte ich nächstes Jahr mal wieder auf die Piste!? Würde mich freuen, dafür müsste ich allerdings erst noch ein paar Kilo abnehmen, damit ich wieder in meine Skikleidung passe… Aber gut, das ist ein anderes Thema… 😜
Das wirklich teure sind im Grunde die Skipässe und die Transferfahrten in die Skigebiete, aber da gibt es auch spezielle Angebote für Familien. Mal sehen, wie wir das in Zukunft meistern! Je nachdem, wie gerne die Kinder später fahren, kann man sich auch einen Jahres- Familienskipass gönnen. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Mir geht es beim Gebrauchtkauf nicht primär darum die Umwelt zu schützen, obwohl es natürlich ein toller Nebeneffekt ist, sondern lediglich darum, dass wir so viel Geld sparen können!

Mama oder Job oder beides?

Wenn man Mama ist, folgt man automatisch diversen Profilen in den sozialen Netzwerken, die sich mit dem Mama Dasein beschäftigen- klar, es betrifft einen selber und daher ist es interessant.

Immer öfter kommen dort Frauen zu Wort, die sich beschweren, dass (ihr) Mann mehr Geld verdient, früher wieder zum Arbeiten gehen „darf“ und allgemein, das Mannsein scheint für viele äußerst attraktiv zu sein. Oder auch nicht, ganz und gar nicht, man möchte kein Mann sein, man möchte eine starke Frau sein, sich aber trotzdem wie ein Mann verhalten… Besser gesagt, so wie sie denken, dass ein Mann sich verhält und denkt. Ich check’s nicht. Was denn nun?

Arbeiten gehen wird mit einer Auszeit vom Baby gleichgesetzt. Ich denke mir nur: Auszeit??? Was für Jobs machen die ganzen Frauen? Und vor allem, was verdienen sie dann dabei? Für € 500,– im Monat gehe ich während der Elternzeit nicht arbeiten!

Wenn ich früher von meinem Schichtdienst heimgekommen bin, bin ich erst einmal aufs Sofa und habe die Beine langgestreckt und ein Nickerchen gemacht, weil ich einfach fix und alle war! 6 bis 8 Stunden toujour auf den Beinen, und das im Eiltempo. Pause nur erschwert möglich- schnell zwischendurch eine Rauchen, damit man das Gefühl hat, nicht nur für die Arbeit da zu sein. Ständig gefordert von Patienten, Angehörigen, Kollegen, Ärzten und sonstigen diversen Dingen, die so anstehen. Ständig die Verantwortung im Nacken, die man als Fachkraft für den täglichen Ablauf und die Patienten hat. Ständig noch mehr Forderungen, was man während der Arbeitszeit zu erledigen hat- man hätte ja eh nichts zu tun. Ständig motzende Patienten und Angehörigen, weil mal wieder irgendwas nicht zu deren Zufriedenheit verlaufen ist. (Gut, es gab auch hin und wieder sehr nette und freundliche Patienten und Angehörigen!)
Nach Feierabend wollte ich niemand mehr hören und sehen! Selbst an meinen freien Tagen war ich oft so gerädert, dass ich nur herumgammelte und schlief. Kein Wunder nach 6-10 Arbeitstagen am Stück… Das ist keine Übertreibung, sondern normal! Jedenfalls in Deutschland. Leider.

Ich begreife es nicht. Wahrscheinlich haben die alle Bürojöbchen, ohne Verantwortung. Kaffeeklatschfraktion während der Arbeit. Sorry, da werde ich aggressiv und vergreife mich auch mal im Ton. Und verdienen wahrscheinlich noch mehr als eine Pflegefachkraft. Sowas lasse ich nicht auf mir, auf den Frauen, sitzen, die solche Jobs tagtäglich machen! Solche Jobs sind nicht mit einer verantwortungsvollen Elternschaft zu verbinden! Jedenfalls nicht in Vollzeit. Geringfügig lasse ich mir noch gefallen, wenn die Kinder dann mal älter sind.

Die Frau, die nach ein paar Monaten nach der Geburt arbeiten gehen will, soll es tun, aber dies nicht groß als feministische Errungenschaft anpreisen.

Es ist einfach nur ein weg sein wollen von der Verantwortung für das Baby. Kann ich verstehen! Es ist Stress pur, in der ersten Zeit mit dem Baby. Aber es gibt andere Wege sich eine Auszeit zu verschaffen, indem man mal ein, zwei Stunden alleine spazieren geht, oder sich mit Freunden ohne Baby trifft und dafür einen Babysitter engagiert. Aber arbeiten gehen, als Auszeit? Das ist ein Schlag in das Gesicht derer, die gar keine andere Möglichkeit haben und sich nichts sehnlichster wünschen würden, als zu Hause bei ihrem Kind sein zu dürfen. Und ja, diese Frauen gibt es! Mehr als je zuvor, wenn ich der Onlinewelt glauben schenken darf. Gott sei Dank haben viele Frauen mittlerweile erkannt, wie sichtig es ist, eine starke Bindung zu seinem Kind aufzubauen, für eine gesunde Entwicklung und dass das eben nicht funktioniert, wenn das Kind viel irgendwo anders ist. Zu einem Kind, welches nicht da ist, baut man keine Bindung auf! Es ist bestenfalls ein nebeneinander her existieren. Die Bindungspersonen werden von dem Kind dann dort gesucht, wo es meistens ist. Was geschieht mit den Kindern, wenn die Bindungsperson weg fällt? Und das unter Umständen immer wieder? Was macht das mit einem Kind innerlich? Was für Spätfolgen hat das? Vertrauensverlust? Bindungsängste? In späterer Folge bindungsunfähig?

Effizienz und Elternschaft

Bevor ich Mutter wurde arbeitete ich, wie wohl fast jede Frau hierzulande.

In meinem Ausbildungsberuf, den ich 10 Jahre lang ausführte, war und ist es wichtig, dass man effizient ist. Obwohl ich in einem Dienstleistungsberuf arbeitete, der sich um Menschen kümmert, zählte nur eins: Geschwindigkeit! Arbeitsabläufe wurden immer weiter optimiert. Das Ziel: Es soll immer weniger Personal für einen Arbeitsablauf benötigt werden und die Arbeitskraft immer schneller zum Abschluss des jeweiligen Arbeitsschrittes kommen. Natürlich dürfen trotz allem keine Fehler gemacht werden…! Zeit ist Geld! Auf gut deutsch: Zack Zack und nicht einschlafen beim arbeiten!!!

Manchmal dachten wir uns und schon, es wäre eigentlich besser Roboter statt Menschen einzustellen…

Ja und dann wurde ich Mutter…

… mein Alltag verlangsamte sich schlagartig. Es war furchtbar für mich! Ich wurde jahrelang auf Schnelligkeit und Effizienz getrimmt und auf einmal hatten diese „Werte“ absolut keinen Bestand mehr! Im Gegenteil, es war absolut hinderlich für meinen Alltag. Ein Baby, ein Kind „arbeitet“ nämlich nicht effizient. Es handelt bedarfsorientiert. Wenn ein Baby Hunger hat, Durst hat, schlafen möchte oder sich nach der Mama sehnt, dann schreit es. Egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Egal, was die Mama gerade macht. Egal, ob es gerade in den Ablauf der Mama hineinpasst.

Das war für mich persönlich die einfach heftigste Umstellung. Von null auf hundert ständig ein kleines Wesen um mich herum, dass mich gefühlt ständig brauchte und ich hatte das Gefühl zu ersticken. Nie das tun können, was ich will, was gerade ansteht, was meiner Meinung nach wichtig war. Das kleine neue Wesen bestimmte ab dem Tag der Geburt mein Leben zu 100%.

Nach inzwischen drei Stillkindern ist das alles jetzt allerdings kein Problem mehr.

Man hat sich Strategien zurechtgelegt, wie sich alles im Alltag integrieren lässt, bzw man hat seinen Alltag so angepasst, dass es so gut wie nicht mit den Bedürfnissen der Kinder  kollidiert. Sobald die Kinder etwas älter und selbstständiger werden kann man sie immer mehr versuchen anzupassen, damit die Eltern mehr Freiraum haben für ihre Wünsche und Bedürfnisse. So jedenfalls die Theorie…

Wenn ich versuche effizient zu sein, endet das bei allen Kindern in Geschrei, Wut und Hilflosigkeit.

Das geschieht meistens, wenn z.B. Termine eingehalten werden müssen und es nicht in Tagesablauf hineinpasst und die Kinder aus ihrem gewohnten Rhythmus herausgerissen werden oder sie schlicht und ergreifend etwas anderes im Kopf haben und ich sie im Stress nicht früh genug auf den Termin vorbereitet habe.
Ich bin nervös und hoffe, dass alles zeitgerecht klappt und das überträgt sich wohl, meiner Vermutung nach, auf die Kinder. Für die Kinder ist es ungewohnt, weil sie nicht wissen was auf sie zukommt und sie reagieren ablehnend oder aggressiv. Kinder kennen keine Uhrzeiten oder sie verstehen nicht, warum man um Punkt 8.30 Uhr spätestens im Kindergarten sein muss. „Warum, Mama?“ ist dann oft die Frage von meinem Großen.

Bedürfnisorientierte Erziehung

Um zum Ende zu kommen: Für mich ist es keine bedürfnisorientierte Erziehung (wenn man Wert auf diese Erziehungsform legt), wenn man versucht den Familienalltag so effizient wie möglich zu gestalten, damit sich alle Wünsche und Bedürfnisse der Eltern integrieren lassen.
Klingt jetzt hart, aber man muss einige Wünsche und Bedürfnisse aufgeben oder erst einmal auf Eis legen, um einen entspannten Familienalltag zu haben.Kinder sind kleine Menschen, die man nicht nach Schema X behandeln kann. Obwohl, können schon, aber dies dient sicher nicht dazu, dass die Kinder glücklich aufwachsen dürfen und eine gute Bindung zu ihren Eltern aufbauen dürfen.
Für die Eltern ist es auch Stress pur. Dieser Stress kann sich dann sehr negativ auf die Kinder auswirken und vielleicht sogar in gewalttätigen Handlungen der Eltern gegenüber den Kindern auswirken.

Man sollte sich im Leben fragen: Was ist wirklich wichtig und nachhaltig für die Zukunft unserer Familie?

Niemand hat behauptet, dass das Leben immer leicht und chillig ist- wer das behauptet, der hat keinen Realitätssinn. Aber man kann sich das Leben so richten, dass man wenigstens innerhalb der Familie eine Auszeit vom stressigen Leben nehmen kann.

Ich finde, die Familie sollte der Ruhepol des Lebens sein.