In der Ehe fest auf Gott sehen

Heute erzähle ich mal ein bisschen über uns und unsere Ehe. Ich versuche es so oberflächlich wie möglich zu halten, damit mein Mann nicht das Gefühl hat, ich gebe zu viel von uns preis, was er nicht mag. Da ich das verstehe, hoffe ich, es gelingt mir.

In unserer Ehe war und ist in den letzten Wochen, Monaten irgendwie der Wurm drin, es läuft irgendwas nicht rund. Wir sind beide in und mit uns unzufrieden. Mein Mann ist sehr unruhig und nicht in sich selbst ruhend, möchte endlich seinen Lebenstraum beginnen, was jedoch übernatürliches Eingreifen bedarf und ich bin unzufrieden mit mir selbst, mag mich nicht und mag somit auch niemand anders, was meinem Mann miteinschließt. Wie äußert sich das? Indem wir beide ein sehr unausgeglichenes Wesen an den Tag legen, was natürlich zu allererst die Kinder zu spüren bekamen und dann unsere Paarbeziehung.

Wenn mein Mann nicht weiterweiß klammert er sich sehr an mich, auch und vor allem körperlich, wenn ich Probleme mit mir selbst habe, dann entziehe ich mich allen Menschen, auch ihm. Das verursachte in der letzten Zeit einige Konflikte, die mit vielen Enttäuschungen einhergingen, da Erwartungen und Bedürfnisse nicht erfüllt, oder persönliche Grenzen überschritten wurden. Auch hörten wir eine Weile auf, wirklich miteinander zu sprechen, wie es in uns aussieht- ein Fehler! Es wurde alles immer verbissener, verbohrter und unterschwellig aggressiver, eine sehr unangenehme Atmosphäre!

Die vergangene Woche gingen wir es nun an und stellten uns unseren Problemen, Sorgen und Nöten und begannen langsam wieder miteinander zu beten und in der Bibel zu lesen, was uns schon länger abhandengekommen ist. Wir sind immer noch in der Trainingsphase und wir hoffen, dass wir wieder an den Punkt kommen, in dem wir den Glauben praktisch in unsere Ehe integrieren. Was viele weitere Probleme lösen kann. An einem Punkt sind wir uns nämlich einig: Der Teufel will unsere Verbindung zerstören. Er möchte, dass wir verzweifelt mit uns und unserem Leben sind, er möchte keine glücklichen Ehen, er möchte keine Menschen, die fest mit Gott verbunden sind, er möchte zerstören. Er möchte verzweifelte Menschen, die weder ein noch aus wissen.

Ich könnte noch mehr schreiben, wie sich das alles bei uns im Detail äußerte, aber das lasse ich für den Moment. Aber ich hinterlasse euch noch einen Tweet, den ich von einiger Zeit absetzte:

Und wenn man weiß, dass Kirche Gemeinschaft unter Christen bedeutet und eine Gemeinschaft auch aus zwei bis drei Personen bestehen kann, ist eine Ehe im Grunde genommen eine Kirche. Mann und Frau zusammen sind eine Einheit vor Gott und stehen gemeinsam für Gott ein. Quasi die kleine Zelle einer größeren Gemeinschaft und daher treffen die genannten drei Sündenkategorien auch auf die Ehe zu. Wir kämpfen viel mit der Kategorie Sex. Aber das, wird vielleicht irgendwann mal in einem extra Blogbeitrag behandelt, wenn wir Klarheit darüber erlangen durften. Aber bevor ihr jetzt die Stirn runzelt: nein, Sex ist natürlich keine Sünde! Wie damit jedoch umgegangen wird, das kann Sünde sein, oder besser gesagt, den Eintritt von Sünde im Leben begünstigen.

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