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Mamastress

Zur Zeit ist irgendwie der Wurm drin, ich komme gefühlt zu nichts mehr. Meine Jüngste ist gerade in einem Alter, in dem sie ständig Betreuung benötigt, der Mittlere hängt auch noch sehr an mir und daneben noch der Haushalt, der auch nicht wenig Arbeit macht. Zusätzlich noch meine Gedankenwelt und diese verflixte Wetterfühligkeit, die mich in der letzten Zeit zum Aspirinjunkie werden ließ. Mein Mann äußerte sich schon besorgt, da ich so oft Schmerzmittel nehme, aber ohne halte ich den Tag mit den Kids nicht aus. Ich habe ständig zwei Kinder zu Hause und für benötige ich Nerven, viel Nerven. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Die Tage ist es sehr warm draußen, was herrlich ist, da ich die Kinder endlich nicht mehr anziehen muss, also schon anziehen, aber halt nicht so viel. Wenn nackig, auch nicht so schlimm. Sie erkälten sich nun deswegen nicht und somit braucht man sich keine Sorgen machen. Die Terrassentür steht den ganzen Tag sperrangelweit offen und die Kinder können und dürfen raus- und reinkommen, wie es ihnen beliebt. Der Garten ist umzäunt und die Kinder können eigentlich nicht alleine raus. Die Jüngste wenigstens nicht, der Große weiß leider inzwischen, wie man das Gartentor öffnet. Aber, das ist Freiheit! Ich bin gottfroh, dass meine Kinder so aufwachsen dürfen, trotz dessen wir eigentlich in einer Stadt wohnen.

Am Nachmittag ist der Große dann wieder da und die Jungs sind oft am Streiten. Irgendwann weiß ich mir keinen Rat mehr und schreie mit. Warum können die nicht einmal normal und ruhig miteinander spielen? Nein, es wird gestritten was das Zeug hält. Mittlerweile wehrt sich der Große ziemlich heftig. Er ließ sich eine ganze Weile viel von seinem kleinen Bruder gefallen, aber jetzt reicht es ihm wohl. Die Watschn fallen am laufenden Band, aber der Kleine lernt es nicht und provoziert immer weiter. Ich kann soviel schimpfen wie ich möchte, es bringt nichts. Wenn ich Verständnis zeige und frage, warum er das tut, heißt es: „Weißt Mama, ich kann einfach nicht anders! Der nervt mich! Der macht mir alles kaputt!“ Was soll man darauf noch antworten? Und wenn sie irgendwas tun sollen, wie Zimmer aufräumen, werden die Hände vor dem Körper verschränkt und „Nein!“ gerufen, oder „Mag ich nicht, das ist langweilig!“. Irgendwann ist da halt dann mal bei uns die Luft raus und Mama oder auch Papa am Abend, werden grantig.

Wenn der Papa am Abend dann endlich heimkommt ist die Freude groß und alle springen zu ihm. Wie ich schon so oft schrieb, das ist für mich die schönste Zeit, aber meinem Mann wird es halt auch dann mal zu viel. Er liebt seine Kinder, aber wenn alle Drei auf einmal was von ihm wollen und er müde vom arbeiten ist, reagiert auch er genervt. Logischerweise.

Manchmal schicke ich ein Gebet nach oben, dass die Kinder doch bitte ganz schnell groß werden sollen, damit wir wieder mehr Ruhe und Zeit für uns haben. Im nächsten Moment schäme ich mich für diese Gedanken, da ich meine Kinder natürlich über alles liebe und die Zeit mit ihnen genieße. Die Zeit kommt nie wieder zurück! Ich habe als Mutter und Hausfrau viele Privilegien, die ich ohne Kinder nicht hätte! Ich muss es mehr genießen lernen, trotz allem Stress. Oft keine leichte Aufgabe.

In der Ruhe liegt die Kraft.

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