Unsicherheiten und Unzufriedenheit

Mein größtes Manko, auf dem sich im Grunde all meine Unsicherheiten aufbauen, ist das Problem der Selbstannahme: Ich kann mich nicht so annehmen, wie ich bin! Weder äußerlich, noch innerlich.

Ich bin höchst unzufrieden mit mir selbst. Ich würde gerne anders sein: Dünner, schlauer, größer, eine super Mutter, eine bessere Ehefrau, eine gute Musikerin (dafür müsste ich allerdings wieder zu üben beginnen…), eine hervorragende Bloggerin, angesehen bei meinen Mitmenschen. Im Grunde würde ich gerne eine andere Person sein. Jemand, der durch diese Welt geht und immer das Richtige tut und sagt. Korrekt handelt und in allem erfolgreich ist, was er anpackt. Und das, funktioniert nicht. Das weiß ich. Kein Mensch ist perfekt! Und ich bin ein Mensch. Demzufolge bin ich innerlich oft zerrissen und versuche das an meinem Mann und meinen Kindern auszulassen, indem ich mich zurückziehe und keinen mehr an mich ran lasse, alle von mir wegstoße. Meine Mitmenschen absichtlich „in die Eier trete“, damit sie beleidigt sind und mich „in Ruhe“ lassen. Eine sehr doofe Strategie, ich weiß, so habe ich auch schon einige Menschen in meinem Leben sehr verletzt und manche unwiederbringlich verloren.

Es gibt Zeiten, an denen ich nicht verstehen kann, dass mich überhaupt jemand liebt. Ich weiß, dass man mein Mann mich liebt. Ich weiß auch, dass Jesus mich liebt. Dass ich so sein darf, wie ich bin, dass ich niemand verurteilt. Aber wie sagt man so schön: Wissen ist nicht alles, und es muss ins Herz wandern, um es glauben zu können.

Daneben gibt es jedoch auch Tage, an denen ist alles super! Ich fühl mich stark, in mir ruhend, bereit die Welt zu verändern! Ich kann mich gut leiden und bin auch mit mir und meiner Figur zufrieden. Nichts Negatives befindet sich in meinem Kopf. Das sind die schönsten Tage! Leider sind die derzeit sehr rar gesät. Es gab Zeiten, an denen ich mich oft so fühlte. Leider fühlen es sich an, als wären diese schon ewig her.

Wie sagt mein Mann immer: Der Feind möchte uns niederdrücken, uns traurig machen, uns fertig machen, gegeneinander ausspielen, unsere Ehe zerstören, unsere Sorgen und Nöte in den Vordergrund stellen. Und, er hat recht! So ist es!

„Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.“

Nehemia 8,10

Darauf möchte ich mich jetzt wieder mehr konzentrieren. Auf meinen Glauben, auf das, was wirklich zählt im Leben- ein Leben mit Gott, der innen drin heil macht. Der nicht möchte, dass wir uns quälen, uns fertigmachen. Vor dem wir perfekt sind, so wie wir sind. Ihm ist es egal ob dick, ob dünn, ob arm, ob reich, ob dumm, ob schlau. Er liebt alle Menschen. Er hat sie erschaffen. Das muss bei mir wieder vom Kopf ins Herz wandern.

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