Archiv für den Monat: Mai 2019

Wie läuft das eigentlich mit der Erziehung?

Dies ist kein Erziehungsratgeber- Beitrag!

Viel, sehr viel wird derzeit über Kindererziehung philosophiert. Das Thema ist wohl so alt, so lange es Kinder gibt.

Jede Kultur, jede Zeitepoche hatte ihre eigenen Ansprüche an die Erziehung ihrer Kinder. Es hatten nur alle den Anspruch gemeinsam: Die Kinder müssen als Erwachsene ins System passen. Sie müssen konform mit den Werten und Zielen der Gesellschaft sein, damit alles reibungslos funktioniert. Klingt logisch, oder?

So wie ich es in den letzten Jahren beobachten konnte, befindet sich meine Generation gerade (mal wieder) in einer Umbruchphase. Als ich klein war, war die antiautoritäre Erziehung in. Kinder durften machen was sie wollten und Autoritäten wurden als negativ hingestellt. Heute weiß man, dass dies nicht ganz der richtige Ansatz war. Kinder sollten sich frei entfalten können, jedoch benötigen sie trotzdem Führung und Leitung im Leben. Trotz allem war diese Erziehungsmethode wohl ein Vorreiter für die heutige Kindererziehung.

Obwohl… Das sehen auch nicht alle so. Trotz allem es viele gute Ratschläge und Tipps zur modernen Kindererziehung gibt, sind viele Eltern nach wie vor verunsichert, ob sie alles richtig machen.

Es kursieren immer noch viele “alte Methoden”, die nicht mehr kompatibel zur heutigen Gesetzgebung sind, aber nach wie vor oft von der älteren Generation propagiert wird. Als junge Eltern kann man dadurch sehr wohl verunsichert sein! Was machen? Auf die Eltern, die Großeltern oder sonstige Autoritätspersonen hören, die es eigentlich per se gut mit einem meinen und näher am Geschehen sind, oder dem Gesetz folgen, welches halt irgendwo geschrieben steht? Wo kein Kläger da kein Richter!  

Denke, die meisten Eltern sind aufgeklärt. Wissen, was richtig und falsch ist. Trotzdem gibt es keinen konkreten, offiziellen Leitfaden, es wäre mir mal keiner bekannt, der die komplexe Kindererziehung regelt. Es gibt Gesetzesvorgaben und Vorschläge, aber wie es dann in der Realität gehandhabt wird, das obliegt allein den Eltern, denjenigen, die für die Haupterziehungsarbeit zuständig sind.

Alle Eltern wissen: Kindererziehung ist kein Zuckerschlecken. Es ist harte Arbeit, der einen oft an den Rand der eigenen Belastbarkeit bringt.

Eltern sind auch nur Menschen, die nicht immer ihre Gefühle und Emotionen unter Kontrolle haben. Unter Stress reagiert der ausgeglichenste Mensch ungewohnt.

Daher mein Satz, den ich inzwischen von einigen Eltern hörte: “Wenn man Kinder hat, lernt man sich wirklich kennen!”

Wer meint, er kennt sich ganz genau und weiß, wie er in der ein oder anderen Situation reagiert: Bekomme Kinder und du wirst dich wundern, was in dir steckt! Positiv sowie negativ.

Durch die Beschäftigung mit dem Film Elternschule ist mir mal wieder bewusst geworden, dass es einfach brutal viele Eltern gibt, die aus persönlichen Dispositionen kurz- oder langfristig nicht in der Lage sind, diese Rolle “korrekt” bzw „perfekt“ wahrzunehmen. Wenn man es nicht schafft, wird man als Problemfall eingestuft und anstatt umfassender Hilfe, wird entweder das Kind “behandelt” oder aus der Familie genommen. Immer ist das Kind das leidtragende Komponente.

Was ich mir in stressigen Situationen wünschen würde? Eine zweite Erwachsene Person im Haus. Einfach jemand, der mir hilft und der mir zu Freiraum verhilft. So könnten auch ganz ohne Probleme externe Termine wahrgenommen, wie etwa psychologische Betreuung oder Therapie der Mutter und das Kind wäre in seinem gewohnten Lebensumfeld. Kein verbiegen der Kinder und den Eltern/ der Mutter wird psychisch geholfen, für ein stabiles Leben. Das wiederum den Kindern zugute kommt. Alles ohne Wertung natürlich.

Aber diese Lösung ist natürlich langwierig und kostet… Wenn es ums Geld geht hört bei den Meisten der Spaß bekanntlich auf. Leider.

Man muss in unserer Gesellschaft wieder mehr damit beginnen den Menschen zu sehen, anstatt das Geld.

Die Tagesgeschäfte meiner Familie

Jeder Tag ist im Grunde gleich für mich, für uns. Tag ein- Tag aus derselbe Ablauf.

Morgens zwischen 6.45 und 7.15 Uhr aufstehen. Wenn ich Glück habe sehe ich meinen Mann noch, da er um kurz vor sieben das Haus verlässt und wir uns daher meistens am Morgen verpassen. Dann Kaffee trinken, den Kindern das Frühstück richten, Kinder anziehen, den Großen in den Kindergarten schicken. Zwischendurch noch zur Spülmaschine und zur Waschmaschine schauen, ob man was aus- oder einräumen muss. Arbeitsvorbereitung für den späteren Vormittag.
Danach ein bisschen Ruhe, die beiden anderen dürfen am Vormittag fernsehen, die Kleine macht gegen Spätvormittag noch ein Schläfchen und ich sitze vor dem PC und schreibe. Nach einer Weile wird der Haushalt gemacht, was derzeit so ansteht (Putzen, Wäsche, Spülen…) und kurze Zeit später darauf das Mittagessen vorbereitet und gekocht.
Um kurz vor 12 kommen mein Mann und mein ältester Sohn heim und es wird zu Mittag gegessen, bis mein Mann dann um kurz vor eins wieder zum Arbeiten fährt. Die Kinder haben dann Spiele- und der Große seine TV Zeit.

Am Nachmittag gehen die Kinder meistens in den Garten zum spielen und ich nehme mir gegebenenfalls nochmals etwas Zeit für meinen Blog oder soziale Netzwerke, während die Kinder spielen. An manchen Tagen gehen wir spazieren, auf den Spielplatz, noch etwas einkaufen, oder wir treffen uns mit Freunden, was jedoch eher selten ist (irgendwie stehen viele Kinder ab einem gewissen Alter nachmittags nicht mehr zur Verfügung). Und an anderen Tagen dürfen die Jungs am Nachmittag zur Oma, was für mich die schönsten Tage sind. Obwohl die Kleine alleine mittlerweile anstrengender ist, als wenn alle drei zusammen sind. Sie ist es nicht gewohnt alleine zu sein.

Am Abend gibt es gegen 18 Uhr Abendessen, wenn der Mann Feierabend hat und danach spielen die Kinder noch ein bisschen mit dem Papa, oder sind mit ihm noch im Garten, wenn das Wetter schön ist, während ich Zeit für mich alleine genieße. Denn sobald mein Mann da ist, bin ich unwichtig bei den Kindern. Da bin ich unglaublich traurig darüber…! Ironie, versteht sich von selbst.
Gegen 19 Uhr (manchmal auch später) werden die Kinder dann nach und nach bett-fertig gemacht, was sich wegen mangelnder Konsequenz unsererseits häufig ordentlich in die Länge zieht. Aber für was sich da unnötig stressen lassen? Unsere Jüngste geht daraufhin irgendwann folgend als Erste zu Bett, meistens gegen 20 Uhr. Die Jungs folgen in etwa eine halbe Stunde später. Bis die Jungs jedoch anschließend wirklich schlafen, vergeht zum Teil noch einige Zeit. Je nachdem, ob der Mittlere unter tags geschlafen hat. Wenn, dann kann es sein, dass erst gegen 22 Uhr plus die Nachtruhe eintritt.

Mein Mann und ich erledigen im Anschuss daran noch das, was im Haushalt liegen geblieben ist, oder setzen und vor den TV, bis wir dann meistens gegen 22 Uhr (ich meistens später) hundemüde ins Bett fallen.

Sehr unspektakulär. Alltag eben. Und ziemlich durchgetaktet, wenn man es sich so durchliest.

Meine drei Kinder an ihrem Mal- und Basteltisch in trauer Dreisamkeit. Dahinter (Kameraposition) ist mein Schreibtisch an dem ich blogge.

Abwechslung gibt es, wenn ein Kind krank wird (was natürlich nicht so schön ist…), Termine anstehen, Freunde zu Besuch kommen, oder Geburtstage anstehen.
Ich für meinen Teil bin sehr terminscheu und ich nehme nur die Termine wahr, die ich unbedingt wahrnehmen muss, so wie z.B. einen (Kinder-)Arzttermin. Treffen mit Freunden oder Ausflüge mache ich am Liebsten spontan aus.
So wie früher eben, als man bei der Nachbarin geklingelt hat und gefragt hat, ob sie Lust hat zum spielen hat. Aber mir scheint, als ob das heute nicht mehr normal sei. Schade! Etwa einmal in der Woche dürfen die Jungs am Nachmittag noch für ein paar Stunden zur Oma, die in der Nachbarschaft wohnt. Was jedoch auch mal ausfallen kann, da es oft irgendwie untergeht in dem Trubel der Woche. Auch wenn es sich so durchgetaktet und einfach anhört, im Grunde ist immer irgendwas los.

Vor ein paar Jahren las ich einen Blogbeitrag von einer anderen Mama mit dem Titel: „Einer schreit doch immer.“ und ja, es stimmt, Ruhe und Harmonie kann man als Mutter abschminken. Zudem kommen noch die Toilettenzeiten: „Mama, abputzen kommen!“, oder die Kleine hat eine volle Windel, oder ein Kind hat Hunger… Stressig wird es dann, wenn alle auf einmal etwas zu Essen oder zu Trinken wollen, oder sie sich mal wieder gestritten haben und Trost wollen- wenn einer schreit, wollen gleich am Liebsten alle Zuwendung und eine Umarmung. Wäre doch gemein, wenn nur einer von Mama in den Arm genommen wird! Mit einem lachenden und einem mit-den-Augen-rollenden Zwinkern geschrieben.

Ich will mich nicht über mein Leben beschweren. Nein, ganz im Gegenteil! Ich liebe mein Leben!

Die Freiheit und die Selbstbestimmung, die mir meine Tätigkeit als Vollzeitmutter und Hausfrau bietet, kann mir kein Arbeitgeber bieten!
Ich muss vor niemandem Rechenschaft ablegen, es ist mein Business. Ich gestalte unseren Tagesablauf selbstständig. Meine Kinder und mein Haushalt sind mein Job und ich habe dafür zu sorgen, dass es allen gut geht, dass alle versorgt sind und dass alles ordentlich und sauber ist. Gut, ich gebe zu, letzteres ist in der letzten Zeit etwas vernachlässigt worden… Trotzdem bin ich mein eigener Chef. Klar, zwar ohne Bezahlung, allerdings bin ich froh, mich nicht um die Finanzen kümmern zu müssen. Den Part übernimmt mein Mann und das mit Freude und aus Überzeugung, dass dies seine Verantwortung ist.

Am Wochenende, wenn mein Mann zu Hause ist, freue ich mich dann über meine „Ich-Zeit“, da die Kinder dann vorzugsweise ohnehin nur an ihrem Papa hängen. Was ihn ab und an nervt, freut mich natürlich. Nicht falsch verstehen, mein Mann liebt seine Kinder über alles! Da wir beide Personen sind, die gerne zu Hause sind, bin ich sowieso immer da und kann mich natürlich auch mit um die Kinder kümmern. Unter der Woche ist mein Mann fast den ganzen Tag weg, was den Kindern gar nicht so taugt und daher freuen sie sich an den Wochenenden, wenn sie ihren Papa den ganzen Tag zur Verfügung haben.

Unsere Kinder sind derzeit alle noch unter sechs Jahren. Unser Leben wird sich in den nächsten Jahren sicherlich verändern, allein schon aus dem Grund, weil die Kinder dann irgendwann alle am Vormittag in Kindergarten oder Schule sind. Das ganze Leben unterliegt einem ständigen Wandel und was gestern war, ist heute schon wieder anders. Es bleibt spannend!

Erzählt doch mal, wie ist es bei euch? 🙂

Die letzten Jahre haben mich verändert

Viel hat sich für mich geändert, seitdem ich Mutter geworden bin. Ich habe das Gefühl, seit nun knapp sechs Jahren ein anderer Mensch zu sein. Ich will jetzt nichts Negatives darüber erzählen, denn ich liebe mein Leben! Und ich vermisse rein gar nichts von „früher“. Die Zeit vor den Kindern kommt mir vor, wie ein anderes Leben, deren Erinnerungen immer mehr verschwimmen. Es war wie ein Cut in meinem Leben gewesen. Quasi ein Neubeginn, der mir gezeigt hat, was wirklich wichtig ist im Leben: die Familie.

Meine Tochter

Der Mensch ist ein Rudeltier. Menschen benötigen andere Menschen, welche das Mensch-sein lebenswert machen. Davor dachte ich jahrelang, ich komme besser alleine zurecht, brauche keine anderen Menschen und alleine wäre ich sowieso besser dran.
Gut, mir blieb auch gar nichts anderes übrig, weil es nicht viele Menschen in meinem Leben gab, auf die ich mich wirklich verlassen konnte und die immer für mich da waren. Ich suchte mir immer passend für meine Lebensphasen Menschen, die mich begleiten konnten, aber es war nie von Dauer. Und wenn ich es beanspruchte hatte ich ein schlechtes Gewissen und fühlte mich schuldig. Denn, wer bin ich, dass ich es wert bin, dass sich jemand um mich sorgt? Andere Menschen haben auch Probleme, viele sogar mehr als ich! Ich muss selber schauen, wie ich zurechtkomme! Aber das hatte ich nicht. Solange in Gesellschaft, oder bei der Arbeit, war alles ok, sobald jedoch alleine in meiner Wohnung, fühlte ich die Einsamkeit und mich absolut ungeliebt und wertlos. Wer bin ich? Eine Frage, die mich schon mein ganzes Leben begleitet.

Klar, ich hatte damals zwar auch schon meinen Glauben an Gott, aber der war trotz regelmäßigen Besuches einer Freikirche irgendwie nicht so präsent. Ich war zwar zeitweise sehr involviert und arbeitete mit, aber ich fühlte mich innerlich nicht am richtigen Ort, weswegen ich dann auch relativ schnell wieder alle Ämter niederlegte. Zwar hatte ich ein schlechtes Gewissen, zeitgleich platzte ich jedoch vor Stolz, da mich der Pastor doch extra für den Aufbau der neuen Kirche ausgesucht hatte, aber ich fühlte mich dazu nicht in der Lage. Was sah er dazumal in mir? Fragte ich mich häufiger. Scheinbar hatte er nicht den Hauch einer Ahnung, wer ich wirklich bin. Oder sah er in mir mehr als ich? Fragen über Fragen, die in mir rumorten.

Seitdem ich nun eine Familie habe, fühle ich mich in angekommen. Es ist das, was mich ausfüllt! Muttersein ist der Wert meines Lebens geworden. Klingt vielleicht für so manchen merkwürdig, hätte es ehemals für mich auch, da ich im Grunde nie Kinder wollte, aus Angst zu versagen, aber es war wirklich das, was mir im Leben gefehlt hatte! Wer mich von früher kennt und mich seitdem nicht mehr gesehen hat, für den wird das vermutlich schwer vorstellbar sein: Die Anni als Mama? Und in lautes Lachen ausbrechen. Doch, es ist tatsächlich das, was mir in meinem Leben gefehlt hat. Es hat dafür gesorgt, dass ich erkennen darf, was wirklich in mir steckt und dass Fürsorge, Liebe und Annahme selbstlos sein können. Liebe muss man sich nicht verdienen! Auch und gerade nicht bei Gott.

Ich habe die Mutter in mir geweckt. Das Wesen der Mütterlichkeit, welches, so bin ich der Meinung, in jeder Frau steckt, aber durch Verletzungen, falsche Ideologien und vielem mehr, aus vielen Frauen ausgetrieben wurde und als nicht wichtig erachtet wird.

Mutter zu sein ist das Erfüllenste und zeitgleich Stressigste, was ich bisher in meinem Leben erleben durfte!

Kopp leer

In den letzten Tagen kommt es mir so vor, als wäre mein Kopf einfach nur wie leergefegt. Sonst schießen mir immer 1000 Ideen durch den Kopf, über was ich bloggen könnte, oder was ich tun könnte. Die Kinder waren in der letzten Zeit gehäuft kränklich. Schnupfen, Husten, Quängelei- der übliche Wahnsinn. Eigentlich. Und doch schlaucht es mich derzeit irgendwie. Ich habe das Gefühl, gar nicht mehr hochfahren zu können. Es ist irgendwie ein Dauertief. Das Wetter trägt da sicherlich auch seinen Teil dazu bei. Grau in Grau und ständig wechselnd zwischen warm und kalt. So wie meine Stimmung.

Dazu kommen die ständigen Fragen in unserer Ehe: Wie geht es weiter? Sind wir hier nun gestrandet, oder geht es noch irgendwie weiter? Was wird aus unseren Träumen, aus unseren Zielen, aus unseren Visionen? Kommt da noch irgendwas? Oder war es das jetzt? Bleiben wir hier, ziehen unsere Kinder groß, gehen unserer Arbeit nach und werden hier alt? Das wollen wir nicht! Wir wollen noch mehr vom Leben! Aber wie soll man etwas anpacken, wenn man im Grunde müde ist? Erwarten wir vielleicht zu viel von uns? Sind unsere Pläne zu groß? Wäre es nicht viel gescheiter, einfach noch ein paar Jahre zu warten, bis wir wieder das Gefühl haben, Luft zu bekommen? Bis die Kinder vielleicht mal etwas älter und selbstständiger sind und nicht mehr so sehr abhängig von uns und unserer Fürsorge? Dann kommen natürlich die Gedanken meines Mannes hinzu, die ich auch schon mal in dem Beitrag über Landwirtschaft schrieb, von wegen, dass er schon wollen würde, dass unsere Kinder mit unseren Träumen aufwachsen, um sich damit in späterer Folge identifizieren zu können.

Neben den ganzen Gedanken, die ständig kreisen, möchte ich jedoch mein Leben trotzdem genießen! Ich möchte nicht ständig in einer ungewissen Zukunft leben. Ich möchte im Heute, hier und jetzt leben und mein Leben genießen! Leider scheint dies irgendwie für uns unmöglich zu sein. Ständig machen wir uns Gedanken um die Zukunft. Das geht mir einfach nur auf die Nerven! Unser Leben ist schön! Wir wohnen wunderschön, haben drei gemeinsame wunderbare Kinder und führen wohl auch eine recht gute Ehe, unserer Meinung nach. Warum also dieser ständige Wunsch nach mehr? Das macht unzufrieden! Das möchte ich nicht.

Ich möchte ein Leben voller Humor, voller Liebe, voller Annahme. Allerdings gibt mir das niemand von außen, das weiß ich. Ich muss es für mich innerlich ändern und das ist im Moment ein hartes Stück Arbeit. Es sind immer wieder so Aufs- und Abs. Es gibt Tage da ist alles wunderbar und heiter Sonnenschein und die sind zum Glück die Regel. Aber dann gibt es halt auch die Tage, an denen man nur am Grübeln ist und das ganze Leben in Frage stellt.

Ich las für kurzem, dass besonders das Frühjahr anfällig für Depressionen sei. Warum genau, weiß ich nicht, da ich den Beitrag nicht geöffnet habe. Ich machte mir meiner eigenen Gedanken dazu: Der Frühling steht für den Neubeginn. Was ist, wenn man von neuem beginnen möchte, aber weiß, dass es einem nicht möglich ist, dass man es gar nicht aus eigener Kraft schafft? Das man Hilfe bräuchte für einen Neuanfang, aber keine Hilfe erwarten kann? Das ist Potential für Depressionen. Daher möchte ich eigentlich nicht zu lange in diesen Gedanken verweilen, um nicht krank davon zu werden. Das Leben hat so viele schöne Dinge zu bieten! Ich möchte mich darauf konzentrieren.