Über’s shoppen und den Ehemann

Wer jetzt hier erwartet, dass ich über meinen Mann abmotze, weil er beim shoppen nervt, oder immer sagen würde, ich gebe zu viel Geld aus, ist wohl bei diesem Beitrag fehl am Platz- oder darf zur Abwechslung mal etwas über ein anderes weibliches Shoppingverhalten lesen.

Ich hasse shoppen gehen!

Es gibt nichts Nervigeres für mich, als wenn ich merke, es passt nichts mehr (also, dann ist es wirklich so, weil ich z.B. mal wieder zugenommen hatte und alles ist einfach zu eng und zwickt und zwackt hier und dort und ich sehe aus wie eine Quetschwurst), oder die Kleidung erfüllt seinen Zweck nicht mehr und sieht mittlerweile merkwürdig aus (z.B. Stillkleidung- ich ziehe derzeit, vier Monate nach dem Abstillen, immer noch meine Still-BH’s an!), oder die Klamotten gehen schlicht und ergreifen mit der Zeit kaputt: Farben sind ausgebleicht, Shirts und Hosen durch vieles Waschen und Tragen aus der Form, und an den bekannten Stellen kleine Löcher. An gut zu reparierenden Stellen werden Löcher geflickt, aber manchmal lohnt sich das einfach nicht mehr, weil der Stoff zu dünn.

Und wenn ich in so einer Situation immer noch nicht meine Arsch hochbekomme, kommt mein werter Ehemann zu mir und meint, ich muss mal wieder neue Kleidung kaufen gehen. Daraufhin reagiere ich meistens auch noch nicht und irgendwann kommt er mit dem Laptop daher, mit einem geöffneten Onlineshop im Browser und zeigt mir den Warenkorb- mit Onlineshopping konnte ich mich immer schon mehr anfreunden.

Mein Mann sucht mir meine Klamotten aus! Was geht ab?

Er hat ehrlich gesagt gar keinen so schlechten Geschmack, auch wenn er mir die Kleidung immer eine Nummer zu klein bestellen möchte… Ich hätte lieber groß und weit und er eher kleiner und eng. Männer… 😉
Allerdings weiß er inzwischen, was für einen Stil ich bevorzuge und sieht zu, dass es zu meinem Geschmack passt- meistens. Klar, vieles fliegt postwendend dann wieder aus dem Warenkorb, aber vieles wird tatsächlich bestellt, was er mir aussucht! Da wir dieses Spiel mittlerweile seit ein paar Jahren so treiben, verlasse ich mich inzwischen tatsächlich auf ihn. So blöd es klingt. Hoffentlich weiß er das nicht… 😂😜

Lediglich der wöchentliche Lebensmitteleinkauf ist meine Aufgabe. So sehr ich es auch hasse. Aber naja, wer essen mag, muss halt was dafür tun! Und hier möchten alle essen, logisch und vorzugsweise gutes Essen. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen und ich liebe meine Familie und möchte, dass sie etwas Gutes und Gesundes zu essen bekommen! Jedenfalls manchmal… 😆

Ich muss immer lachen, wenn ich über die traditionelle Rollenverteilung lese und wie sich da die einzelnen Partner dann verhalten sollten und dass dies ja automatisch auf alle Familien zu träfe, bei denen die Frau zu Hause bei den Kindern bleibt und der Mann das Geld nach Hause bringt. Nein, bei uns trifft davon vieles nicht zu! Ich kaufe meinen Mann keine Kleidung, macht er selbst, er kauft sie sogar für mich! Nein, mein Mann legt sich nicht am Abend auf die Couch und lässt sich sein Bier bringen, während ich die schreienden Kinder ins Bett bringe. Im Gegenteil, er bringt oft den Großteil der Kinder ins Bett, einfach weil die Kinder sich am Abend auf ihren Vater stürzen, während ich mein Zeug mache- blogge oder Haushalt noch fertig, auch weil ich das Geschrei nicht mehr hören kann. Nein, mein Mann motzt nicht darüber, dass ich zu viel Geld ausgeben, im Gegenteil, er ermuntert mich immer wieder mal, mir doch mal was zu gönnen! Anders herum übrigens genauso.

Ich bin zufrieden, wenn ich meine vier Wände um mich habe, einen zufriedenen Ehemann (für die Harmonie im Haus), meine Kinder und meine Hobbies. Das füllt mich aus und macht mich glücklich. Bin ich wirklich so einfach zu befriedigen? Anscheinend ja. Lustig.

Zu Beginn, als wir Eltern wurden, war er der Gütige und ich die Harsche, inzwischen ist es öfter eher umgekehrt. Nein, stimmt auch nicht ganz, denke wir haben uns immer mehr aneinander angenähert und verhalten uns den Kindern gegenüber inzwischen relativ gleich.
Ich durfte meine weibliche Mutterrolle zum Glück entdecken und tue es immer noch. Lange Zeit wusste ich nicht, wie ich mich in meiner Mutterrolle verhalten soll: Eher streng oder gütig? Ich entschied mich folgend zum Glück für gütig. Den Kindern tut es gut, mir tut es gut. Meinem Mann tut es gut. Vielleicht bin ich ab und zu zu locker in der Erziehung, aber naja… Lieber zu locker als zu hart. Liebe statt Hiebe!

Was hat das jetzt alles mit shoppen zu tun? Keine Ahnung. Die Überschrift kommt immer zuerst und dann der Text. Manchmal wird etwas komplett anderes daraus. Gut, der Ehemann steht ja auch noch mit in der Überschrift, die Ausführungen passen also doch irgendwie dazu.

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Liebe Grüße,

eure Anni Side

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Posted by Anni Side

Ich bin eine bald fast Mittdreißigerin, die gerne schreibt. Über ihr Leben, über das Leben der anderen und über ihren Glauben.

Das Leben ist schön!

2 thoughts on “Über’s shoppen und den Ehemann”

  1. Bei uns kauft auch mein Mann für sich und mich und die Kinder die Klamotten. Auch sonst scheint vieles ähnlich zu laufen. Wobei mein Mann auch den Lebensmittelgroßeinkauf übernimmt, obwohl er Vollzeit arbeitet und ich Vollzeit Mutter und Hausfrau bin. Wir führen eine wunderbare Ehe und sind beide sehr zufrieden mit unseren Rollen (Mittlerweile. Es hat ein paar Ehejahre gebraucht, bis wir wussten, wem was leicht fällt und wer was ungerne macht.)

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