Von Ärzten, Optikern und Krankenkassen

Ich bin Brillenträgerin und das schon relativ lange. Lange Zeit wollte ich es nicht wahrhaben, dass ich schlecht sehe und drückte mich vor einem Sehtest, als es dann soweit war und ich dann meine erste Brille auf der Nase hatte und bemerkte, was von einen Unterschied das macht, hätte ich mir in den Hintern beißen können, dass ich mich nicht schon früher um eine Sehhilfe bemüht hatte.

Bei mir in der Ausgangsfamilie ist Hornhautverkrümmung erblich bedingt und somit hat es auch mich erwischt. Diese Veränderung des Auges sorgt dafür, dass ich schlecht sehe. Ich bin kurzsichtig, das heißt in die Ferne sehe ich verschwommen, hingegen in der Nähe relativ deutlich. Normal halt.

Nun war ich vergangenen Sommer beim Optiker, nachdem sich meine Sehleistung wieder einmal ziemlich verschlechterte und bat um eine neue Brille und es wurde mir erst einmal abgeraten, da ich noch stillte, dies würde bei vielen auch die Sehleistung negativ beeinflussen. Ich ging erst einmal enttäuscht nach Hause, weil es für mich nicht schön war, ständig verschwommen sehen zu müssen. Besonders das Autofahren war so für mich eine Tortur. Ich entschied mich dann ein paar Wochen später, allem Ratschlag zum Trotz, mir trotzdem eine neue Brille anfertigen lassen und weil es grad so eine tolle Aktion gab, wurden aus einer Brille, zwei. Ach ja! Ich verlor dann sogar, bei einem Familiebwanderausflug, meine Brille. Genau, so war’s. Ich musste mir eine neue Brille machen lassen! So weit so gut.

Als die Brillen ein paar Wochen später fertig waren und sie mir angepasst wurden, fühlte ich mich merkwürdig, da die Sehstärke sehr ungewohnt war. Es fühlte sich an, als würde ich durch eine alte Fensterscheibe sehen, die nicht mehr ganz durchsichtig war. Mir wurde gesagt, das sei normal, das Auge müsse sich an die neuen Gläser gewöhnen und das dauert manchmal ein bisschen.

Ein paar Wochen später war es immer noch nicht viel besser, jedenfalls auf einem Auge, aber ich sagte mir, ich muss froh sein, dass ich überhaupt einigermaßen ordentlich sehe, da ich schlichtweg keine Zeit hatte in die Stadt zu gehen. Ich hatte drei kleine Kinder zu Hause!

Nun bin ich erst vor kurzem, über ein halbes Jahr später, wieder zum Optiker gegangen, habe meine Geschichte erzählt und meine Sehleistung wurde erneut gemessen. Akute Verschlechterung am rechten Auge! Ha! Hab ich es doch gewusst, dass da was nicht stimmt! Darauf, dass es laut mir nie ganz gestimmt hat, ist die Optikerin nicht eingegangen. Gut, da war ich auch selber schuld, dass ich so lange gewartet hatte. Die Optikerin war eine etwas übervorsichtige, wollte sich wahrscheinlich absichern und schickte mich zum Augenarzt. Na danke, bekomme hier mal zeitnah einen Termin!

Bei den Kassenärzten bekommt man als Neupatient gar keine Termine mehr, außer es wäre ein Notfall und bei den Privatärzten muss man alles selber zahlen. Letztere Möglichkeit musste ich jedoch dann in Betracht ziehen, da mich kein Kassenarzt nahm. Ich kam nicht mal bis zur Assistentin, da das Telefon erst gar nicht abgenommen wurde, beziehungsweise ständig besetzt war. Und so hatte ich gestern einen Termin bei einer privaten Augenärztin und sie bestätigte mehr oder weniger das Ergebnis der Optikerin, wenn auch mit kleiner Abweichung. Bin gespannt was die ganzen Untersuchungen kosten! Denn, natürlich habe ich meine Augen nun mal komplett durchchecken lassen. Wäre ja doof gewesen, wenn ich nur wegen einem Sehtest zum Augenarzt gegangen wäre. Vor allem bin ich gespannt darauf, wie viel ich von den Arztkosten dann von der Krankenkasse wieder zurückerstattet bekomme. Man kann die Rechnung selbstverständlich bei der Krankenkasse einreichen, bekommt jedoch nur den Kassensatz rückerstattet, welcher logischerweise recht niedrig angesetzt ist.

Nun bekam ich von der Augenärztin ein Rezept über eine Brille mit, auf der irgendwas von Heilbehelfen stand. Ich recherchierte auf der Webseite von meiner Krankenkasse, ob Brillen von der Krankenkasse übernommen werden, da ich das von Deutschland her gar nicht mehr kannte. Und tatsächlich, da stand: Brillen werden, zumindest teilweise, übernommen. Yeah! Aber da der Text für mich nicht voll verständlich war, in welchem Umfang, rief ich noch auf der Kasse an. Der Mitarbeiter erklärte mir, dass bei meiner Sehstärke der Zuschuss sehr gering ausfallen würde. Er würde schätzen um die € 40,–, wenn es genehmigt wird. So… Nur € 40,–??? Nicht viel.

Nun werde ich später mal in die Stadt fahren, zu meinem Optiker und herausfinden, wie viel nur jeweils das rechte Glas austauschen kostet, für zwei Brillen. Bin gespannt! In Folge müsste ich auch noch die Gläser von meiner optischen Sonnenbrille erneuern lassen, wo ich bei der letzten Neuerung Gott sei Dank so Weise war und diese nicht mit austauschen lassen habe.

Nachtrag:

Ich war bei dem Optiker meines Vertrauens. Die neuen Gläser werden mir auf Garantie ersetzt, obwohl ich zwei Monate über dem Garantiezeitraum bin. Yeah! Danke Jesus! ❤ Ich muss lediglich die Gläser für meine optische Sonnenbrille bezahlen, aber die waren ohnehin schon lange überfällig. Aber das macht nun lediglich knapp € 35,– aus.

Ich bin gerade so happy, ihr könnt es auch gar nicht vorstellen!

Nun bin ich nur noch auf die Rechnung von der Augenärztin gespannt, aber ich denke, das wird noch ein paar Tage dauern.

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